Italienische GT und C.I.P. - Mugello - Vorschau

Sowohl die Italienische GT- als auch die Prototypen-Meisterschaft tragen am 07.07. in Mugello je zwei Läufe aus. Bei den GT sind 12 GT3 (darunter ein Autorlando-Porsche 997 GT3 R) sowie sechs Cup-Fahrzeuge genannt, das Prototypen-Feld soll aus 20 Wagen (13 CN2, 2 CN4 und 5 Radical) bestehen.

Rückblick auf die Le Mans-Fakten

10 Tage nach der 81.ten Ausgabe des Klassikers an der Sarthe (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist die Aufarbeitung aller statistischen Daten des Rennens noch nicht abgeschlossen, wie die Leser unseres Forums sicher bestätigen können. Angesichts eines fortlaufenden Rennbetriebes in den weiteren Serien verzichten wir hier auf eine ausführliche Analyse und fassen lieber die statistischen Fakten des Rennens nochmals zusammen.

  • 12. Sieg für Audi – die Ingolstädter haben ihre Ära an der Sarthe auf mittlerweile 15 Jahre ausgedehnt. Und trotz der Rückkehr des konzerninternen Konkurrenten Porsche 2014 wird noch mindestens ein Jahr hinzukommen. Der Sieg war übrigens der Vierte für Audi in Folge – das ist noch ausbaufähig! Denn sowohl Porsche (7-fach von 1981-87) als auch Ferrari (6-fach von 1960-65) haben längere Serien hinbekommen.

  • 30. Sieg für eine deutsche Konstruktion – Le Mans ist Deutschlands Hinterhof. Da können die Briten (17 Siege) und die Franzosen (15) sich noch lange strecken.

  • 9. Sieg für Tom Kristensen. Den Sieg konnte die dänische Legende, die zum 13. Male auf das Le Mans-Podium kletterte, angesichts der tragischen Ereignisse um Landsmann Allan Simonsen allerdings nicht wirklich geniessen. Allan McNish erzielte seinen 3. Sieg, Loic Duval - der die schnellsten Runden auf dem Audi R18 e-tron Quattro mit der #2 drehte - seinen ersten. Der Franzose ist übrigens der 30.te Vertreter seiner Nation, der den Klassiker mindestens einmal gewinnen konnte.

  • Zum 9. Male in den letzten 50 Jahren gewann der Pole-Inhaber auch das Rennen. Zum 7. Male gewann ein Auto mit der #2 auf der Haube.

  • Henri Pescarolo hält weiterhein einen einsamen Rekord mit 33 Starts beim Klassiker. Heuer stand mit Einschränkungen sogar ein 34. für die Fans des Mannes mit dem grünen Helm an - allerdings nur als Fahrer eines der Safety-Cars.

  • 22 LMP2 – so gross war das Feld in der kleinen Prototypenklasse noch nie. Nur 9 Autos fanden sich am Ende nicht in der Liste der Zielankömmlinge - 8 Ausfälle und die Disqualifikation des eigentlich drittplazierten G-Drive-Orecas mit der #26 wegen eines zu grossen Tanks gab es zu monieren.

  • Zum ersten Mal gewann ein Oak Racing-Morgan die kleine Prototypenklasse. Nach HPD (2012 & 2010), Zytek (2011 & 2007), Porsche (2009 & 2008), Lola (2006, 2005, 2004, 2000) und Reynard (2003, 2002, 2001) gewinnt damit auch zum ersten mal eine französische Konstruktion die mittlerweile stark besetzte Klasse.

  • Erfahrenster Pilot in Le Mans war in diesem Jahr Lotus-Pilot Christophe Bouchut - dessen Rennen endete allerdings schon nach 2 Stunden.

  • Unter den 168 Piloten war nur eine Pilotin. Gulf-Lola-Fahrerin Keiko Ihara kam allerdings auch nicht wesentlich weiter als Bouchut. Nach 3 Stunden Fahrt- und 8 Stunden Standzeit war für die Japanerin und das Gulf Racing-Team wegen unlokalisierbarer Vibrationen auf den Highspeed-Geraden Schluss. 

  • Porsche dehnte seinen Teilnehmerrekord auf 62 Jahre in Folge aus – nächstes Jahr kämpft man wieder um den Gesamtsieg. In diesem Jahr kam nach einem Kopf an Kopf-Rennen mit den Werks-Aston Martin der nicht gerade als selbstverständlich erwartete Klassensieg in der GTE-Pro in die Erfolgsbilanz hinzu. Ferrari trat zum 51. Male beim Klassiker an, Aston Martin verbuchte die 36.te Teilnahme, Lola die 35.te.

  • Porsche gewann nicht nur zum ersten Mal in der GTE-Pro-, sondern auch in der GTE-Am-Klasse. Die Siege in beiden Klassen - die vor 2011 als GT2 firmierte - gingen bislang an Corvette und Ferrari.

Rowe Racing mit 2. 24h-Einsatz in Spa

rowe_racing_jan_seyffarth_klaus_graf__lance_david_arnold.jpgNachdem ROWE Racing mit den Gesamträngen 3 und 4 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte, plant die Mannschaft einen weiteren 24h-Marathon unter die Räder zu nehmen: Das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps steht in diesem Jahr auch auf dem Programm.

Zur 65. Auflage des belgischen Langstreckenklassikers setzt Teamchef Hans-Peter Naundorf ein Fahrzeug in der Pro Kategorie ein. Die Stammpiloten Jan Seyffarth und Klaus Graf werden durch Lance David Arnold aus dem AMG-Fahrerpool verstärkt.

Teamchef Hans-Peter Naundorf: „Nach dem Erfolg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring freut es mich ganz besonders, dass es uns gelungen ist, ein Fahrzeug mit so hochkarätiger Besetzung für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps zu nennen. Die Blancpain Endurance Serie ist sicherlich die anspruchsvollste und professionellste Rennserie im GT-Sport. Beim Saisonhighlight in Spa dabei zu sein, ist für uns eine neue und spannende Herausforderung, der wir uns nur zu gerne stellen.“

Die Testphase für das 24-Stunden-Rennen beginnt am 03. Juli mit den offiziellem Testtag in Spa-Francorchamps.

V de V Endurance Proto - Dijon - Ergebnis

Das Podium des drei-Stunden-Laufes der VdeV-Endurance Proto in Dijon gehörte den Norma-Piloten: Thomas Accary / Damien Delafosse (CD Sport-Norma M20FC) gewannen nach 127 Runden mit einem Vorsprung von nur 0,826 Sekunden auf Vincent Capillaire / William Cavailhes (TFT-Norma M20FC). Dritte wurden Philippe Mondolot / David Zollinger (Equipe Palmyr-Norma M20FC; -1 R.) vor Ivan Bellarosa / Alessandro Latif (Avelon Formula-Wolf GB08; -1 R.) und Antonin Borga / Simon Borga / Lucas Borga (Equipe Palmyr-Norma M20FC; -3 R.).

Französische GT - Val de Vienne - Vorschau

Die Entry-Liste für die vierte Runde der Französischen GT-Meisterschaft von 05.-07.07. in Val de Vienne umfasst 27 Wagen. Gemeldet sind je sechs Porsche 911 GT3 R und McLaren MP4-12C, hinzu kommen fünf Ferrari F458 GT3, vier Audi R8 LMS ultra, drei BMW Z4 GT3, zwei Aston Martin DBRS9 sowie ein Nissan GT-R.

Auf dem Programm stehen wie gewohnt zwei 60-Minuten-Läufe, die gemäß vorläufigem Zeitplan am Samstag um 16:15 Uhr bzw. am Sonntag um 13:30 Uhr stattfinden sollen.

Als Appetithappen für Interessierte sei noch einmal das nebenstehende Video vom Lauf in Spa nachgereicht. 

Lamborghini Supertrofeo mit tödlichem Zwischenfall

andrea-mame.jpgEine Woche nach dem schwarzen Wochenende in Le Mans und am Nürburgring - mit den tragischen Todesfällen von Allan Simonsen und Wolf Sylvester - erschüttert erneut ein tödlicher Unfall die Sportwagenszene. Beim 4. Lauf der Blancpain Lamborghini Supertrofeo gerieten im Rahmen einer Startkollision fünf Fahrzeuge des Markenpokals aneinander. Dabei erlitt der italienische Pilot Andrea Mamé tödliche Verletzungen, als sein von Bonaldi Motorsport eingesetzter Gallardo mit voller Wucht in die Mauer am Ende der Boxengasse geschleudert wurde.

Trotz sofortiger Bemühungen der Retttungskräfte, die sofort zur Stelle waren, konnte der 41-jährige Amateurpilot und Unternehmer Mamé - derzeit Zweitplazierter der Am-Wertung der Serie - nur noch tot aus dem Wrack seines Gallardos geborgen werden. Vier weitere involvierte Fahrer mussten ebenfalls medizinisch versorgt werden. Am Crash waren je zwei Fahrzeuge von Bonaldi Motorsport und von Gravity Charouz Racing sowie ein Wagen des italienischen Teams Autocarrozzeria Imperiale S.R.L beteiligt, dessen Pilot Andrea Solime zunächst bewusstlos nach Toulon in ein Hospital geflogen werden musste. Jedoch konnte für Solime bald Entwarnung gegeben werden.

Das Meeting der Lamborghini Supertrofeo wurde augenblicklich abgebrochen und anulliert. Blancpain Racing zog aus Respekt vor dem Tod des Piloten auch seine beiden Gallardo für das Blancpain Endurance Serie-Rennen zurück, die von Marc A. Hayek, Peter Kox, Albert von Thurn und Taxis, Stefan Rosina und Jos Menten pilotiert werden sollten.

Thiim siegt beim Supercuplauf in Silverstone

Attempto Racing-psc3a.jpgPilot Nicki Thiim hat in Silverstone seinen ersten Saisonsieg im Porsche Mobil1 Supercup erzielt. Der Rookie-Sieger des Vorjahres querte die Ziellinie mit 0,580s Vorsprung vor Lechner Racing Pilot Michael Ammermüller. Als Dritter erzielte Porsche-Junior Michael Christensen auf dem DAMS-Porsche seine bisher beste Supercup-Platzierung und übernahm erstmals die Führung in der Rookie-Wertung.

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen setzte sich Nicki Thiim beim Start von der Pole-Position an die Spitze des Feldes. Schon nach wenigen Runden hatte er einen so komfortablen Vorsprung herausgefahren, dass sein zweiter Supercup-Erfolg nach Spa 2012 nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet. „Das war ein richtig schönes Wochenende. Ich wollte das Rennen auch für Allan Simonsen gewinnen, und ich bin glücklich, dass mir das gelungen ist. Gegen Ende musste ich zwar etwas kämpfen, doch mein Vorsprung war zum Glück groß genug. In der Auslaufrunde hatte ich eine Gänsehaut.“

Michael Christensen, der neben ihm aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen war, konnte zunächst P2 behaupten, wurde aber von Ammermüller stark unter Druck gesetzt. Der Lechner Racing-Pilot, der mit einem sehr guten Start gleich 3 Plätze gut machen konnte, geduldete sich bis zur siebten Runde, dann ging er an dem vor ihm fahrenden Porsche-Junior vorbei. Nachdem er in Barcelona und Monaco jeweils Dritter geworden war, ist er jetzt der einzige Supercup-Pilot, der es bei allen bisherigen Saisonrennen aufs Podium geschafft hat. psc3b.jpgIn der Meisterschaftswertung liegt er nur noch vier Punkte hinter Spitzenreiter Sean Edwards. Der Brite vom Team Allyouneed by Project 1, der Sieger von Barcelona und Monaco, kam bei seinem Heimrennen als Vierter ins Ziel.

Kuba Giermaziak (VERVA Racing Team), in Monaco als Zweiter noch auf dem Podium, belegte den fünften Platz vor dem Franzosen Kévin Estre, dem Vizemeister des Vorjahres. Dahinter lieferten sich die Fahrer des Teams Fach Auto Tech über die gesamte Distanz einen harten Zweikampf, den schließlich Martin Ragginger gegen Christian Engelhart für sich entschied. Der ehemalige Porsche-Junior aus Österreich, der normalerweise im Porsche Carrera Cup Asia unterwegs ist, wurde in seinem ersten Supercup-Rennen dieser Saison Siebter, sein Teamkollege aus Kösching musste sich mit dem achten Platz begnügen.

V de V Endurance GT/Tourisme - Dijon - Ergebnis

Das drei-Stunden-Rennen der VdeV-Endurance GT/Tourisme in Dijon brachte einen Porsche-dreifach-Erfolg: Pascal Gibon / Jean-Philippe Belloc (IMSA Performance-911 GT3 R; 129 Runden) gewannen vor Sebastien Crubile / Francois Perrodo (Crubile Sport-911 GT3 R; -1 R.) und Frederic Ancel / Gilles Blasco (Porsche Lorient Racing-911 GT3 R: -1 R.). Auf den nächstfolgenden Rängen platzierten sich Jean-Paul Pagny / Thierry Perrier / Jean-Bernard Bouvet (Visiom-Ferrari F458 GT2; -1 R.) sowie Kostas Kanaroglou / Oliver Campos (Escuela Espanola de Pilotos-Mosler MT900 GT3; -3 R.).

2. Runde der European GT4 Trophy in Assen

Der 2. Lauf der European GT4 Trophy fand Anfang Juni im Niederländischen Assen statt. Dieses war auch der Auftakt der Niederländischen GT4-Meisterschaft. Obwohl beide Serien zusammenfuhren war das Feld mit 10 Fahrzeugen schwach besetzt.

camaro_ss_gt4.jpgDas erste von drei Rennen, bei dem die Pro-Fahrer ins Lenkrad griffen, konnten die Niederländer für sich entscheiden - Duncan Huisman (Las Moras-Chevrolet Camaro) gewann mit 4sec. Vorsprung auf Ricardo van der Ende (Ekris Motorsport-BMW M3). Weitere 6sec. dahinter platzierte sich Cor Euser (Lotus Evora), gefolgt von Adam Christodoulou, dem Gewinner der Auftaktrunde in Silverstone.

Im Rennen der Am-Piloten konnte Bernhard van Oranje (BMW M3) seinen ersten vollen Erfolg bei den GT4 feiern. Er siegte mit 7 sec. Vorsprung auf Luc Braams (Chevrolet Camaro GT4), der sich kurz vor Schluss gegen Jörg Viebahn (Porsche 911 GT4) durchsetzen konnte.

Das 50min.-Rennen, bei dem zwei Fahrer sich ein Fahrzeug teilen, gewann erneut der Chevrolet Camaro von Duncan Huisman / Luc Braams vor dem Lotus Evora von Cor Euser / Rob Servers, die sich wegen einer Durchfahrtsstrafe einige Zeit Rückstand einhandelten und nur knapp vor Jacky van der Ende / Bernhard van Oranje die Zielflagge sahen.

Die nächste Station der beiden Serien wird bei den 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps Ende Juli sein. Davor macht die Niederländische GT4-Meisterschaft noch einen Abstecher nach Zandvoort.

Brasilianische GT - Aktuelle Zwischenstände

In den Klassen GT3 und GT4 der Brasilianischen GT-Meisterschaft gibt es zur Zeit jeweils zwei dominierende Mannschaften: Bei den GT3 führen Marcelo Hahn / Allam Khodair (Equipe Blau-Lamborghini Gallardo LP600+) nach drei Siegen und einem zweiten Rang mit 77 Zählern vor Fabio Ebrahim / Wagner Ebrahim (Ebrahim Motors-Audi R8 LMS ultra; 71 / ein Sieg, dreimal Zweite). Die Spitze der GT4-Wertung halten Renan Guerra / Valter Pinheiro (Dragao Motorsport-Lotus Evora, Bild; 75 / drei Laufsiege) vor Eduardo Oliveira / William Freire (Centro Pilotagem-Ferrari F430 Challenge; 65 / ein Laufsieg).

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