Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Die 8. Ausgabe der Michelin 12h Spa-Francorchamps 2026 ging an das Team Optimum Motorsport im McLaren 720S GT3 Evo und dem Fahrertrio Harry George, Salman Owega und Freddie Tomlinson. Dieser Sieg ist der zweite für McLaren innerhalb der 24h Series, nach dem Erfolg von Lapidus Racing im McLaren MP4-12C GT3 bei den 12h Barcelona 2012. Nach der Pole Position, der Führung nach dem ersten Rennabschnitt sowie der schnellsten Rennrunde von Salman Owega wirkt das auf den ersten Blick dominierender, als es am Ende war. Denn mit nur 52,608 Sekunden Rückstand folgte auf Rang 2 der GT3 Am-Audi R8 LMS GT3 Evo II vom Team Haas RT - die sich damit auch den Klassensieg holten. Mit Rang 3 komplettierte das GetSpeed Team JR286 im Mercedes-AMG GT3 Evo das Gesamtpodium.
Nach Sonnenschein und für den Spa-April angenehmen Temperaturen am Rennsamstag, folgten am Sonntag kühlere Temperaturen. Und: zwei Regenschauer. Der erste kürzere nach 4 Rennstunden beendete die Hoffnungen des zweiten
Haas RT-Audis #21, der noch mit um die Führung kämpfte. Doch ein Dreher Ausgangs Eau Rouge/Raidillon mit leichtem Einschlag und beschädigter Radaufhängung sorgte für eine 15 min-Halt zur Reparatur eben dieser. Somit blieben mit dem Optimum-McLaren und dem anderen Haas-Audi #2 nur noch zwei Fahrzeuge in der Führungsrunde. Klassensieg in der GT3 Pro/Am ging an das Team Proton Competition im Porsche 911 GT3 R (992) Evo, am Ende mit 8 Sekunden Vorsprung auf den Mercedes-AMG GT3 Evo von Ajith RedAnt Racing. Hier ging es nach einem Ausrutscher von Yannick Redant beim Regenschauer in der letzten Rennstunde zwischen den beiden Teams hoch her, inklusive diverser Berührungen zwischen ihm und Manuel Lauck im Porsche. In der letzten Runde kürzte Redant in Les Combes ab, und berührte Lauck in der letzten Kurve in der Bus Stop-Schikane - was einen späten Reifenschaden für den Porsche zur Folge hatte. Die beiden Aktionen sorgten für nachträgliche Zeitstrafen beim Mercedes-AMG, sodass der Porsche kurz nach Rennende doch noch zum Klassensieger gekürt werden konnte. Stark unterwegs waren auch die Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo von Comtoyou Racing. Doch ein Ausrutscher samt Einschlag und Ausfall am Ende des ersten Rennabschnitts (#40) und technische Probleme zu Beginn des zweiten Abschnitts (#41) verhinderten ein gutes Ergebnis.
Die Klasse 992 für Porsche Cup-Fahrzeuge der Generation 992 I ging an das Team Mühlner Motorsport mit Conrad Tox Leveau, Martin Rump, Tim Scheerbarth und Julian Hanses. Der Sieg schien nie wirklich in Gefahr, Gesamtrang 4 und nur 2 Runden Rückstand auf den Gesamtsieger sprechen hier Bände für ein starkes Rennen. Die Am-Wertung der 992 ging wie schon in Mugello an das Team QMMF by HRT Performance.
Der Vortex 2.0 mit der Startnummer #701 konnte die GTX-Klasse für sich entscheiden. Im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten absolvierte man ein problemfreies Rennen. Das Schwesterfahrzeug mit der #702 konnte nie den Speed der Konkurrenz mitgehen, eine Berührung mit dem Continental by Simpson Motorsport-Audi ausgangs der letzten Kurve sorgte zudem für einen Einschlag samt Rennende für die Crew. Der Mercedes-AMG GT2 vom spanischen Team NM Racing war zwar das schnellste Fahrzeug in der Klasse, doch mehrere Probleme sorgten für insgesamt 16 Runden Rückstand und P2.
Das Klassenpodium der TCE machten die Fahrzeuge unter sich aus, die das Rennen weitgehend problemfrei abspulen konnten: Der schnelle Ligier JS2 R von Not Only Motorsport siegte wie schon in Mugello vor dem Seat Leon Cup Racer von asBest Racing, die Teamkollegen im Cupra TCR DSG erreichten Rang 3. Nachdem es im Qualifying schwieriger aussah (man sorgte für 2 rote Flaggen), konnte der Ginetta G56 von CWS Engineering bis auf einen Aussetzer im Rennen seine Runden abspulen und auf Rang 4 das Ziel sehen. Der JW-Audi RS3 LMS sowie der J-Mec BMW M3 E46 hatten mehrere technische Probleme und waren irgendwann weit abgeschlagen.
Die dritte Runde der 24h Series 2026 findet am ersten Juni-Wochenende mit den Michelin 12h Paul Ricard statt.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Am kommenden Wochenende findet die zweite Runde der europäischen Michelin 24h Series statt, und zwar im belgischen Spa-Francorchamps. Mit 40 aktuell gemeldeten Fahrzeugen (Link führt auf die aktuelle Entry List) sehen wir hierbei eine erfreuliche Steigerung gegenüber den vergangenen Rennen. Diese setzen sich zusammen aus: 18 GT3, 13 992, 3 GTX, 1 GT4, 5 TCE/TCX.
Fangen wir mit den GT3-Fahrzeugen an: Das größte Kontingent stemmt hier Mercedes-AMG mit 6 genannten Mercedes-AMG GT3 Evo: Hofor Racing, Ajith Redant Racing, MP Racing, Viper Niza Racing sowie GetSpeed mit 2 AMGs. Es folgen 3 Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo: 2x Comtoyou Racing (mit unter anderem Tom Coronel) sowie E2P Racing. Ebenfalls 3 Audi R8 LMS GT3 Evo II, 2 davon von Haas RT sowie das Pendant von Continental Racing by Simpson Motorsport (mit dem deutschen Paul Scheuschner). 2 Ferrari 296 GT3 von Pellin Racing (wieder im Gulf-Design?) und Era Motorsport. 2 Porsche 911 GT3 R (992) Evo von Proton Competition sowie Herberth Motorsport (die trotz ihrer zahlreichen Siege in Spa noch nicht erfolgreich waren). Dazu der McLaren 720S GT3 Evo von Optimum Motorsport (mit Salman Owega) sowie der dieses Jahr hoffentlich glücklichere Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von ARC Bratislava (im vergangenen Jahr kurz nach Start in Raidillon abgeflogen). Ferrari 488 GT3 und Audi R8 LMS GT3 Evo II führen die Statistik mit je zwei Siegen an, hinzu kommen je einer vom Mercedes-AMG GT3 Evo und Porsche 911 GT3 R (992). Bei dem Feld bleibt abzuwarten, ob sich hier eine Marke absetzen kann - oder doch eine weitere in den Kreis der Sieger aufsteigt.
Zweitstärkste Klasse ist wie gewohnt die 992 mit Fahrzeugen vom Typ Porsche 911 GT3 Cup (992 I). Hervorzuheben ist hier wieder das deutsche Team RPM Racing mit Philip Hamprecht, sowie HRT Performance, die zwei Fahrzeuge einsetzen. Bei Mühlner Motorsport sehen wir mit Tim Scheerbarth und Julian Hanses ebenfalls zwei deutsche Flaggen neben den Namen. Diese Mannschaft wird sicherlich gemeinsam mit Red Camel-Jordans.nl wieder zu den Sieganwärten gehören.
Die GTX ist dieses Mal mit 3 Fahrzeugen besetzt: 2 Vortex 2.0 treffen auf einen Mercedes-AMG GT2 vom spanischen Team NM Racing. Colin White bringt mit der Ginetta G56 GT4 den einzigen Starter der GT4-Klasse.
Erfreulich weiterhin die Starter in der TCE/TCX mit 5 genannten Fahrzeugen. Das deutsche Team asBest Racing bringt wieder je einen Cupra TCR DSG sowie Seat Leon Cup Racer. Wie in Mugello ist ebenfalls der Ligier JS2 R von Not Only Motorsport dabei. Hinzu kommt der aus dem vergangenen Jahr bekannte BMW M3 (E46) von J-Mec Engineering sowie der Audi RS3 LMS DSG des niederländischen Teams JW Raceservice.
Die Action auf der Strecke beginnt nach Trackdays am Mittwoch und Donnerstag am Freitag mit dem Training, das Qualifying ab 15 Uhr wird auf dem youtube-Kanal und der Website des Veranstalters live übertragen. Der erste Teil des Rennens startet am Samstag um 11:30 Uhr und geht über 5:30 Stunden, Part 2 wird nach Parc Ferme am Sonntag um 10:30 Uhr für die verbleibenden 6:30 Stunden gestartet - beides ebenfalls live übertragen. Im Rahmenprogramm gibt es den TCR Europe Cup sowie den Radical Cup Europe. Und: Wer Zeit hat, ist eingeladen, sich die Parade der Rennfahrzeuge nach Malmedy am Donnerstag Nachmittag anzuschauen.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Den Saisonauftakt der europäischen 24h Series, die 12th Michelin 12h Mugello, konnte das französische Sainteloc Junior Team im Audi R8 LMS GT3 Evo II für sich entscheiden. Pierre Kaffer, Elia Erhart, Ernst Inderbitzin und Stephane Tribaudini siegten mit einem Vorsprung von 5,7 Sekunden vor dem Porsche 911 GT3 R (992) Evo von Herberth Motorsport und dem Am-Sieger ARC Bratislava im Lamborghini Huracán GT3 Evo. Pierre Kaffer musste dabei zum Rennende viel Sprit sparen, um ohne Zusatzsstopp über die Runden zu kommen.
Zwischenzeitlich ebenfalls sehr stark unterwegs waren auch der Haas RT-Audi, die GetSpeed-AMGs, der Proton-Porsche, der E2P-Aston Martin, der Era-Ferrari sowie der Ajith RedAnt-AMG. Doch langsamere Co-Piloten hier und technische Probleme dort sorgten dafür, dass die Teams zwar nicht um den Gesamt- bzw- Klassensieg mitfahren konnten - lassen aber auf spannende Rennen im weiteren Saisonverlauf hoffen.
Die 992-Klasse ging an das belgische Team von Mühlner Motorsport, mit einer Runde Abstand folgte Red Camel-Jordans.nl. Die Am-Division der 992 ging an QMMF by HRT Performance. Das Qatari-Trio Al-Emadi, Al Khelaifi und Al Yafei feierte damit einen starken Einstand in die Europa-Saison.
Gewinner der GTX-Klasse wurde der französische Vortex 2.0, nachdem der von Dinamic Motorsport eingesetzte Maserati MC20 GT2 mit Problemen am Antriebsstrang abgestellt werden musste. Die TCE-Klasse ging an das deutsche Team asBest Racing im Seat Leon Cup Racer. Der schnellere Ligier JS2R von Not Only Motorsport musste nach technischen Problemen ebenfalls aufgeben.
Die nächste Runde der 24h Series findet vom 17.-19.04.2026 im belgischen Spa-Francorchamps statt.
Fotos: https://www.24hseries.com/