Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Am kommenden Wochenende steht die 21. Ausgabe der Michelin 24 Stunden von Dubai auf dem Programm. 66 Fahrzeuge haben sich auf der aktuellen Entry List angekündigt um die Frage auszufahren: Wer holt Gesamtsieg Nummer 21? Bislang stehen Porsche mit 6 Siegen, BMW und Mercedes-AMG mit 5 sowie Audi mit 4 Siegen in den Geschichtsbüchern.
Mit 33 Fahrzeugen stellt die GT3-Klasse die Hälfte des Fahrzeugfeldes. Diese teilen sich wie gewohnt in die Kategorien GT3, GT3 Pro/Am und GT3 Am auf. Aus den Reigen der GT3-Fahrzeuge ohne Pro/Am- oder Am-Zusatz sollte sich der Gesamtsieger ergeben. Da die finale Einteilung noch nicht erfolgt ist, werfen wir hier einen kurzen Blick auf die augenscheinlich stärksten Sieganwärter: Mercedes-AMG und Porsche stellen mit 10 Fahrzeugen das breiteste Aufgebot. Bei Porsche hervorzuheben sind die #10 von Herberth Motorsport (die Gewinner der 6h Abu Dhabi Antares Au, Ralf Bohn, Loek Hartog und Joel Sturm), die #61 von EBM (mit unter anderem den Pros Dorian Boccolacci und Alessandro Ghiretti) sowie die #92 von Pure Rxcing mit einer reinen Semi-Pro-Mannschaft (also kein einziger Am-Fahrer). Bei Mercedes-AMG blicken wir in puncto Gesamtsieg auf die #4 von Grove Racing by GetSpeed, die #16 von Winward Racing (Sergey Stolyarov, Daan Arrow, Maro Engel und Luca Stolz) und die Teamkollegen mit der #81 (Rinat Salikhov, Gabriele Piana, Marvin Dienst und Matteo Cairoli). 4 der Audi R8 LMS GT3 Evo II sind dabei, unter anderem die 18 vom Sainteloc Junior Team mit Pierre Kaffer und Elia Erhart. Ebenfalls 4 Ferrari 296 GT3 sind gemeldet, am stärksten wohl die #777 von Al Manar by Dragon Racing (Axcil Jefferies, Dustin Blattner, Dennis Marschall, Al Faisal Al Zubair). Dazu kommen 3 BMW M4 GT3 Evo mit 2x Team WRT und starken Fahrercrews, und 2 McLaren 720S GT3 Evo von Optimum Motorsport, die mit ausgeglichenen Besatzungen ebenfalls zum Kreis der Sieganwärter gehören - und "endlich" die Serie der deutschen siegreichen Hersteller brechen könnten.
Zu den GT3s gesellen sich 16 Porsche 911 GT3 Cup-Fahrzeuge des Typs 992. Auch ist ist die finale Einstufung noch nicht geschehen: Aktuell sind nur 2 Fahrzeuge in der Unterkategorie 992 Am gemeldet, was sich sicherlich noch ändern wird. Deutschsprachige Beteiligung kommt hier von 4 Porsche des Teams HRT Performance sowie aus Österreich Neuhofer Racing und Razoon - More than racing.
Die Klasse GTX sieht 6 Fahrzeuge. 3 Lamborghini Huracán Super Trofeo der Teams Leipert Motorsport, GT 3 Poland und des Teams CMR - welches ebenfalls die neue Ginetta G56 GT2 einsetzt. Dazu noch der Rossa LM GT von Rossa Racing sowie der bekannte Vortex 2.0 des Teams Vortex V8.
Für die GT4 haben sich die Teams SRS Team Sorg Rennsport (Porsche 718 Cayman), Circuit Toys (Toyota GR Supra), Cerny Motorsport (BMW M4 GT4) und CWS Engineering (GInetta G56 GT4) angekündigt.
Die TCE/TCX ist in reiner deutscher Hand: asBest Racing mit 4 Fahrzeugen (Seat Leon Cup Racer, Cupra TCR DSG, VW Golf GTI TCR DSG, Porsche 718 Cayman GT4 CS) gegen einen weiteren Porsche 718 Cayman GT4 CS von SRS Team Sorg Rennsport. In der TC-Wertung der TCX sehen wir zwei Toyota GR Supra GT4 Evo "B-Spec" von TGRR und KCMG.
Mit 66 Fahrzeuge ist es also angerichtet, das wir ein spannendes 24 Stunden Rennen sehen können. Und drücken wir die Daumen, dass das Rennen in Abu Dhabi kein Fingerzeig war, was die Menge der Code 60s angeht (2:24 Stunden in den 6 Rennstunden). Die Action auf der Strecke beginnt nach diversen Track Days am Freitag mit dem freien Training, gefolgt vom Qualifying mit anschließendem Top10-Shootout ab 10:45 Uhr deutscher Zeit (übertragen auf dem Youtube-Kanal des Veranstalters). Auch das Rennen ab Samstag 10 Uhr deutscher Zeit wird hier zu sehen sein.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Herberth Motorsport sicherte sich mit dem Trio Antares Au, Loek Hartog und Huub van Eijndhoven den Sieg bei der 6. Ausgabe der Michelin 6h Abu Dhabi. Dabei war das Rennen über weite Teile unübersichtlich, auch bis zum Schluss wurde gerätselt ob der Porsche 911 GT3 R (992) ohne weiteren Stopp über die Distanz kommt. Grund: 14 Code 60-Phasen über insgesamt 2:24 Stunden in den 6 Rennstunden führten zu einem abgehackten und undurchsichtigem Rennen, dazu kamen über 180 Strafen für verschiedene Vergehen.
Rang 2 für das Team WRT im BMW M4 GT3 Evo vor dem Ferrari 296 GT3 von Into Africa Racing by Dragon. Dahinter der Klassensieger in der GT3 Am Haas RT im Audi R8 LMS GT3 Evo II. Klassensieg in der GT3 Pro/Am für einen weiteren Porsche von Herberth Motorsport.
Den Gesamtsieg in der 992-Klasse konnte sich das Am-Team QMMF by HRT Performance sichern, nachdem der mitfavorisierte Red Camel-Porsche schon in der ersten Runde einer Kollision zum Opfer gefallen war. In der GTX holte sich das Vortex-Team einen erneuten Klassensieg, auch wenn man mit technischen Problemen nicht die Zielflagge gesehen hat. Die GT4 ging an Cerny Motorsport im BMW M4 GT4, in der TCE/TCX war Chazel Technologie Course in der Alpine A110 erfolgreich vor gleich 4 Fahrzeugen von asBest Racing.
Die nächste und letzte Runde der 24h Series Middle East 2025/2026 findet am kommenden Wochenende mit den 24 Stunden von Dubai statt.
Fotos: www.24hseries.com
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Australische GT
Am 15.02.2026 findet die 24. Ausgabe des 12 Stunden Rennens von Bathurst statt - wir wollen einen kurzen Blick in die Vergangenheit des Rennens werfen:
Die erste Ausgabe des Rennens fand im Jahr 1991 statt, wie in den Folgejahren gewann mit Fitzgerald Racing ein australisches Team mit rein australischer Fahrerbesatzung rund um Peter Fitzgerald auf einer Toyota Supra. Es folgten 4 Siege von Mazda Australia mit einem Mazda RX-7. Mit dem Rennen verbinden wir die Rennstrecke Mount Panorama Circuit in Bathurst, doch im Jahr 1995 fuhr man auf dem Sydney Motorsport Park, bevor es eine lange Unterbrechung bis zur Neuauflage im Jahr 2007 gab. Während der Unterbrechung fand 2 Mal ein 24 Stunden Rennen auf dem Kurs statt, der auf öffentlichen Straßen befahren und für die Rennen abgesperrt wird. Apropos 24 Stunden: Im Jahr 2003 nahm hier auch Jürgen Alzen Motorsport mit einem Porsche 996 GT3 Cup teil, Jürgen und Uwe Alzen erreichten gemeinsam mit Michael Bartels und Arno Klasen den 4. Gesamtrang.
Die ersten 5 Ausgaben wurden genauso wie die Jahre 2007-2010 für Produktionswagen ausgereichtet, so gewannen die ersten 4 Jahre nach der Neuauflage je 2 Mal ein BMW 335i und ein Mitsubishi Lancer Evo. 2011 öffnete sich das Rennen für internationale GT-Fahrzeuge, fortan ging jeder Rennsieg an ein Fahrzeug der GT3-Klasse. Seit 2016 ist das Rennen auch Teil der Intercontinental GT Challenge. Nur 2021 fand aufgrund der Corona-Pandemie kein Rennen statt.. Die meisten Gesamtsiege erzielten seither Audi und Mercedes-AMG mit je 3 Erfolgen, gefolgt von Ferrari und Porsche mit je 2 Siegen. Neben BMW holten mit Bentley, McLaren und Nissan auch Marken Gesamtsiege, die Ihnen anderswo grötenteils verwehrt blieben.
Der Mount Panorama Circuit fand seine Eröffnung im Jahre 1938, seit 1987 wird die aktuelle Streckenkonfiguration von 6,213 km mit einer Höhendifferenz von 174 m befahren. Streckenabschnitte tragen griffige Namen wie Hells Corner oder Griffins Bend, sehr bekannt sind auch die bergab führenden Passagen The Esses, The Dipper, Forrest's Elbow oder die lange und größtenteils bergab führende Gerade Conrod Straight. Das Rennen selber startet Sonntag Morgen um 5:45 Uhr Ortszeit - also kurz vor Sonnenaufgang, und sorgt damit für einzigartige Bilder.