Sainteloc Junior Team gewinnt Saisonauftakt in Mugello

Start 12h Mugello 2026Den Saisonauftakt der europäischen 24h Series, die 12th Michelin 12h Mugello, konnte das französische Sainteloc Junior Team im Audi R8 LMS GT3 Evo II für sich entscheiden. Pierre Kaffer, Elia Erhart, Ernst Inderbitzin und Stephane Tribaudini siegten mit einem Vorsprung von 5,7 Sekunden vor dem Porsche 911 GT3 R (992) Evo von Herberth Motorsport und dem Am-Sieger ARC Bratislava im Lamborghini Huracán GT3 Evo. Pierre Kaffer musste dabei zum Rennende viel Sprit sparen, um ohne Zusatzsstopp über die Runden zu kommen.

Zwischenzeitlich ebenfalls sehr stark unterwegs waren auch der Haas RT-Audi, die GetSpeed-AMGs, der Proton-Porsche, der E2P-Aston Martin, der Era-Ferrari sowie der Ajith RedAnt-AMG. Doch langsamere Co-Piloten hier und technische Probleme dort sorgten dafür, dass die Teams zwar nicht um den Gesamt- bzw- Klassensieg mitfahren konnten - lassen aber auf spannende Rennen im weiteren Saisonverlauf hoffen.

12h Mugello 2026 MühlnerDie 992-Klasse ging an das belgische Team von Mühlner Motorsport, mit einer Runde Abstand folgte Red Camel-Jordans.nl. Die Am-Division der 992 ging an QMMF by HRT Performance. Das Qatari-Trio Al-Emadi, Al Khelaifi und Al Yafei feierte damit einen starken Einstand in die Europa-Saison.

Gewinner der GTX-Klasse wurde der französische Vortex 2.0, nachdem der von Dinamic Motorsport eingesetzte Maserati MC20 GT2 mit Problemen am Antriebsstrang abgestellt werden musste. Die TCE-Klasse ging an das deutsche Team asBest Racing im Seat Leon Cup Racer. Der schnellere Ligier JS2R von Not Only Motorsport musste nach technischen Problemen ebenfalls aufgeben.

Die nächste Runde der 24h Series findet vom 17.-19.04.2026 im belgischen Spa-Francorchamps statt.

Fotos: https://www.24hseries.com/

Saisonauftakt in Mugello

Am kommenden Woche startet mit den Michelin 12h Mugello die Europa-Saison der 24h Series. 30 Fahrzeuge sind genannt, was einem leichten Rückschritt gegenüber dem Vorjahr entspricht, als 32 Fahrzeuge ins Rennen gestartet sind.

12h Mugello 2025Mit 15 Fahrzeugen kommt die Hälfte des Feldes wie gewohnt aus der GT3-Klasse. Gleich 6 Mercedes-AMG GT3 Evo kommen von den Teams Hofor Racing, MP Racing, Ajith Redant Racing, Viper Niza Racing sowie 2 Entrys von GetSpeed als GetSpeed Team PCX Racing und GetSpeed Team JR286. Die beiden GetSpeed-AMGs und das Pendant von Hofor Racing wurden auch als Season Entrys bestätigt. 3 Audi R8 LMS GT3 Evo kommen von Haas RT, Continental Racing by Simpson Motorsport sowie dem Sainteloc Junior Team. Ravenol als Sponsor des Audis von Michael Doppelmayr tritt diese Saison auch als Seriensponsor auf. Ebenfalls drei Porsche 911 GT3 R (992) werden erwartet von den Vorjahresmeistern von Proton Competition (bestätigtes Season Entry) und 2x Herberth Motorsport. Während das Herberth-Exemplar #91 noch ein "Standard-992" ist, soll es sich bei den beiden anderen um die Evo-Varianten handeln. Hinzu kommt der Ferrari 296 GT3 von Era Motorsport, der Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo von E2P Racing (bestätigtes Season Entry) sowie der Lamborghini Huracán GT3 Evo des ARC Bratislava. Bei der Ausgabe 2025 konnte sich Porsche mit dem Team Manamauri Energy by Ebimotors den Gesamtsieg sichern, damals bei wechselhaften Witterungsbedigungen.

Hinzu kommen 10 Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992: Neben dem als Saisonstarter verkündeten Team RPM Racing (Meister des Vorjahres) erwarten wir 3x HRT Performance, 2x SebLajoux Racing, Red Camel-Jordans.nl, Mühlner Motorsport, The Driving Experiences sowie Chazel Technologie Course. Das Vorjahresrennen konnte Red Camel-Jordans.nl souverän für sich entscheiden, während die Am-Klasse an RPM Racing ging.

12h Mugello 2025Für die GTX-Klasse sind 3 Fahrzeuge genannt: Neben dem schon gewohnten Vortex 2.0 kündigt sich das Team PB Racing um Stefano d'Aste mit einem Lotus Exige V6 Cup R und Dinamic Motorsport mit einem Maserati MC20 GT2 an. In der TCE sehen wir mit dem Seat Leon Cup Racer von asBest Racing (bestätigtes Season Entry) sowie dem Ligier JS2 R von Not Only Motorsport zwei Nennungen.

Während die Bedingungen im Vorjahr mit kühlen Temperaturen sowie wechselhaften Bedingungen zwischen Regen, abtrocknender Strecke und am Schluss etwas Sonnenschein schwierig waren, sind für dieses Wochenende freundlichere Bedigungen und Temperaturen um 15 Grad Celsius genannt. Das dürfte das meistern der italienischen Strecke einfacher machen, ebenso wie die Tatsache, dass die Teams nun seit einem Jahr den Michelin-Reifen nutzen und entsprechende Erfahrungswerte haben. Die Action auf der Strecke beginnt am Mittwoch und Donnerstag mit Test-Sessions. Am Freitag gibt es das freie Training, ab 16:15 Uhr wird das Qualifying live auf Youtube übertragen. Ebenso wie das Rennen, welches Samstag um 12:10 Uhr für 5:30 Stunden und Sonntags ab 12:00 Uhr für die verbleibenden 6:50 Stunden ausgetragen wird.

12 Stunden Bathurst - ein kleiner Erfahrungsbericht

B12 SunriseWelcher Motorsportfan wollte nicht schon einmal nach Australien, und sich den Mount Panorama Circuit selber anzuschauen? Für mich ging dieses Jahr der Traum in Erfüllung, beim Besuch des 12 Stunden Rennens Mitte Februar. Natürlich war vorab etwas Planung notwendig: Campingplatz oder Hotel, Tribünen-Ticket ja oder nein? Wie funktioniert das Ticketsystem und der Campingplatz, und ebenso die Anreise?

Im Prinzip war alles einfach. Wer sich für den Campingplatz entscheidet, muss früh genug über die Webseite des Veranstalters einen Platz buchen. Im Gegensatz zum hier doch mehr gewohnten 24 Stunden Rennen am Nürburgring ist man gezwungen, das Buchen vorher zu erledigen. Denn: Die Plätze sind fest eingezeichnet, und spontan kommen ist nicht. Den Campingplatz habe ich Mitte Januar gebucht und noch einen der letzten Plätze auf Reid & Sulman (oben auf dem Berg) ergattert; 205 AUD (123,50€) von Mittwoch bis Montag. Zusätzlich zum Campingplatz ist dann noch eine so genannte "General Admission" notwendig, da man sich immer im Innenbereich der Strecke aufhält. Das Ticket kostete für drei Tage 80 AUD (ca. 48€). Und brauche ich ein Tribünen-Ticket? Wer sich den Streckenplan anschaut und entdeckt, dass es nur eine kleinere feste Tribüne gibt, erkennt schnell: Lohnt sich eigentlich nicht. 

B12 CampingDas Buchen des Campingplatzes habe ich in Deutschland erledigt, dass der Tickets in Australien - weil über diese Webseite Deutschland geblockt ist. Kurz vor dem Rennen bekommt man dann ein Aufkleber für die Windschutzscheibe zugeschickt, mit dem man den Check-In passieren kann (bei dem man auf das Mitbringen von Glasflaschen etc untersucht wird). Mir wurde der Aufkleber freundlicherweise beim Akkreditierungs-Center hinterlegt. Kurzer Einschub: Jede Kommunikation mit dem Veranstaltungs-Team war sehr freundlich, also keine Sorge das hier etwas nicht klappen könnte. Check-In passieren (außerhalb der Strecke irgendwo hinter "Hell Corner"), und auf geht es den Berg hinauf und zu der Parzelle, die man gebucht hat. Der erste Eindruck: Der Campingplatz erinnert mich an jenen am Ring - und auch irgendwie nicht. Es ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Wohnwagen, Wohnmobilen, Zelten und Dachzelten zu finden, aber kaum etwas älteres oder "Bastelbuden" dabei. Jeder hat seinen eigenen und ausreichend großen Platz - nur Sanitäranlagen dürfte es gerne mehr geben. Und noch etwas: Laute Musik gibt es nicht, es wird nur allerorten ein Barbecue veranstaltet und alle haben gute Laune. Das Fehlen der Musik zieht sich so durch, weshalb man gut schläft, und auch vor Rennstart um 5 Uhr morgens einigermaßen erholt aufstehen kann. Pünktlich zum Rennstart macht sich dann ein müder Tross auf zur Strecke, niemand will den Rennstart verpassen. Der ein oder andere nimmt ein Akku-Paket oder auch einen Generator mit, um sich an der Strecke einen Kaffee oder auch ein Frühstücks-Barbecue machen zu können.

B12 StartGenerell gilt: Hier ist kaum ein Fan nur zum feiern da, der Campingplatz (abgegrenzt durch eine Straße zur Rennstrecke hin) ist im Laufe des Rennens kaum besucht. Stattdessen sitzen alle Fans (mit 55.231 eine Rekordzahl an diesem Wochenende) unter vom Veranstalter aufgestellten Pavillons an der Strecke. Dabei finden sich gefühlt alle 50 Meter von Zuschauern mitgebrachte Fernseher, sodass das Rennen durchgängig verfolgt werden kann. Von "The Cutting" bis "Forrest's Elbow" kann man auf dem Berg fast durchgängig an der Strecke entlang laufen, fasziniert zuschauen wie die Fahrer zwischen den Beton-Wänden ans Limit gehen - und einen Blick hinunter auf Start & Ziel werfen. Durch den Höhenunterschied von 174 Metern ergibt sich eine schöne Aussicht.

B12 Fans AussichtRunter zu Start & Ziel kommt man dann am einfachsten mit einem Shuttle-Bus, der für eine Hin- und Rückfahrt 10 AUD (ca. 6€) kostet. Durch den großen Höhenunterschied und weil die Busse sehr regelmäßig fahren, ist es auf jeden Fall sein Geld wert. Unten angekommen, wird man im Außenbereich der Start- & Zielgeraden von einfachen Verkaufsständen begrüßt, die man von früher vom Nürburgring kennt: T-Shirt und Kappen, Modellautos, Ausstellungen unter anderem von Mini, Mercedes-AMG und Meguiar's, sowie natürlich auch einige Essenstände (hier gab es auch die als typisch deutsch bezeichnete "Volkswurst"). Alles in allem eine sehr freundliche und familiäre Atmosphäre, die sich durch das gesamte Event durchgezogen hat. Im Innenraum der Rennstrecke konnte man noch durch das Fahrerlager schlendern, welches zu keiner Zeit viele Besucher hatte - die waren eher oben an der Rennstrecke zu finden.

Im unteren Teil der Strecke konnte man sich an verschiedenen Stellen zwischen "The Chase" und "Hell Corner" aufhalten. Am Berg wie auch unten bei Start & Ziel konnte man den Streckensprecher aus dem Youtube-Stream meist gut verstehen, ebenso waren einige Leinwände aufgestellt, auf denen man das Rennen verfolgen konnte. Die Preise waren überall "fair", und wie erwähnt gab es allenthalben nur freundliche Gesichter, was aber auch die generelle australische Mentalität widerspiegelt. Mein Fazit: So ein Event kann man nicht jedes Jahr mitnehmen. Aber wer die Rennstrecke in Down Under auf seiner Bucket-List hat und unbedingt einmal live sehen will, den kann ich aber nur dazu ermuntern, die Reise einmal auf sich zu nehmen!

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