Saisonhalbzeit in Paul Ricard

Am kommenden Wochenende startet die 24h Series mit den 6th Michelin 12h Paul Ricard 2026 in ihr 3. von 5 Rennwochenenden. Die Strecke Paul Ricard, im Süden Frankreichs gelegen, ist dabei meist garant für gutes Wetter; an diesem Wochenende werden bis zu 29 Grad Celsius erwartet. Das Feld wartet derweil mit 32 Fahrzeugen auf, die sich wie folgt aufteilen:

Start 12h Paul Ricard 202515 GT3s, separiert auf 7 Pro/Am- und 8 Am-Mannschaften. Bei den Pro/Am sind 3 Audi R8 LMS GT3 Evo II von Haas RT, Rückkehrer Sainteloc Junior Team (mit Michael Doppelmayr, Pierre Kaffer, Elia Erhart und Stephane Tribaudini) sowie Juta Racing genannt. Hinzu kommen 2 Mercedes-AMG GT3 Evo von Ajith RedAnt Racing sowie dem deutschen Team GetSpeed Team PCX Racing (mit u.a. Maro Engel). Hinzu kommt der Ferrari 296 GT3 Evo von Era Motorsport sowie Vorjahressieger Proton Competition im Porsche 911 GT3 R (992) Evo und der deutschen Besatzung Jörg Dreisow, Manuel Lauck, Constantin Dressler und Joel Sturm. Bei den Am-Fahrzeugen erwarten wir gar 4 Mercedes-AMG GT3 Evo von Hofor Racing (Michael Kroll, Alexander Prinz, Torsten Kratz, Maximilian Partl), MP Racing, Viper Niza Racing sowie GetSpeed Team JR286 (mit u.a. Steve Jans und Adam Osieka). 3 Audi R8 werden gestellt von Haas RT, Juta Racing sowie Continental Racing by Simpson Motorsport (mit den deutschen Paul Scheuschner und Alex Aka). E2P Racing steuert standesgemäß seinen Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo hinzu.

12h Paul Ricard 2025In der 992 sind 4 Porsche 911 GT3 Cup (992 I) genannt (der 992 II ist ab dem Jahr 2027 startberechtigt), diese kommen von den Stammteams Red Camel-Jordans.nl, Mühlner Motorsport, HRT Performance sowie vom Orchid Racing Team. Komplettiert wird die 992 von 9 Am-Besatzungen: Hervorzuheben sind hier die beiden deutschen Teams RPM Racing sowie HRT Performance.

Zusätzlich ist das französische Team Vortex mit einem Vortex 2.0 in der GTX vertreten, in der GT4 erwarten wir einen Toyota GR Supra GT4 Evo2 von Circuit Toys. Last but not least sind für die TCE/TCX der Seat Leon Cup Racer von asBest Racing (mit u.a. Pia Ohlsson) und der Ligier JS2 R von Not Only Motorsport genannt.

Die Track-Action hat mit diversen Trackdays schon am gestrigen Mittwoch begonnen. Das Qualifying wird am Freitag ab 16:30 Uhr live übertragen (siehe zB Youtube-Kanal des Veranstalters). Das Rennen ist im Gegensatz zum Vorjahr wieder zweigeteilt mit Parc Ferme dazwischen: Part 1 am Samstag ab 11:45 Uhr für 6 Rennstunden, die verbleibenden 6 Stunden werden am Sonntag um 11:30 Uhr gestartet.

24h Nürburgring 2026 - Vorschau

An diesem Donnerstag haben die Trainings- und Qualifikationssessions zum 24 Stunden Rennen am Nürburgring begonnen. Die 54. Ausgabe des seit 1970 ausgetragenen Ringklassikers wird laut Nennliste (die sich bestimmt auch mit dem heutigen Tag noch mal ändert!) mit einem Feld von 159 Mannschaften gestartet. Eine derartige Starterzahl hatte es zuletzt 2019 mit 158 Fahrzeugen gegeben. Zusätzlich zählt die Runde am Ring auch heute wieder zur Intercontinental GT Challenge die nicht weniger als 27 GT3-Mannschaften beisteuert. Damit steigt die Zahl der in der Top-Klasse der potentiellen Siegerfahrzeuge engagierten Teams auf die Rekordzahl von 41 Fahrzeugen an. Höchste Zeit auf diesen Seiten den traditionellen Blick auf die statistischen Fakten des Events zu werfen.

In diesem Jahr sind 18 Marken (Vorjahr: 17) beim Ringklassiker engagiert. Mit einem Rekordfeld von 60 eingesetzten Fahrzeugen, verteilt über annähernd ein Dutzend Klassen, stellt Porsche alleine über ein Drittel des Feldes. Damit schlagen die Weissacher die Münchner Kollegen aus dem Hause BMW deutlich, die es in diesem Jahr auf 37 Einsatzmannschaften bringen. Vom Rest der Hersteller schafft es lediglich nur Audi mit 10 Autos ein 2-stelliges Kontingent zu featuren. Je 8 Wagen werden von Mercedes-AMG , Volkswagen und Toyota an den Start gebracht. Das Feld komplettieren je 4 Lamborghini, Aston Martin und Cupra, je 3 Ford, Hyundai und HWA (die deutsche Schmiede tritt erstmals als eigener Hersteller mit den Retro-Fahrzeugen beim Ringklassiker an), 2 McLaren und jeweils 1 Ferrari, KTM, Subaru, Dacia und Opel.

Nicht mehr dabei sind die im Vorjahr engagierten Hersteller Mini sowie Lynx&Co. Opel gibt ein Comeback mit einem von (natürlich!) Volker Stryczek mitbewegten Corsa und HWA debütiert wie gesagt.

Die Teilnehmer teilen sich in 22 Klassen auf, von denen 5 zudem eine Fahrerspezifische Subklassierung aufweisen . Mit 41 Fahrzeugen, davon 27 aus der Intercontinental GT Challenge, bildet die GT3-Klasse der SP9 die größte Fraktion – was die Chancen, dass ein Vertreter der anderen Klassen irgendwie in die Top-20 vorstoßen könnte, fast aussichtslos erscheinen lässt. 22 Mannschaften sind in der höchsten Fahrerkategorie der Pro-Fahrzeuge eingestuft. Hinzu kommen 13 ProAm Mannschaften und 6 Am-Teams. Das zweitgrößte Kontingent bilden die GT4-Fahrzeuge in der SP10 die 13 Mannschaften (7 Pro-Am, 5 Am und ein noch nicht klassifiziertes Team) aufweisen. Ebenfalls noch aufgeteilt ist die SPX-Klasse (grob gesagt: Rennfahrzeuge mit GT3-Performace) in der zum Beispiel die HWA und der KTM starten – hier sind 4 Pro und ein Pro-Am Team genannt. Schaut man sich die sonstigen SP-Klassen an dann starten hier ein SP-Pro-Porsche, ein SP8T, 3 SP7, 5 SP4T, ein SP4, 7 SP3T und 3 SP2T. Hinzu kommen 2 AT1 und 3 AT2 Fahrzeuge mit alternativen Verbrennungskraftstoffen. Wenn man mal geflissentlich darüber hinwegsieht das die GT3 und GT4 Spec-Fahrzeuge sind, die prinzipiell eine offene Cup-Klasse bilden, dann macht dies insgesamt 85 Fahrzeuge in den SP-Klassen – also 53 % des Feldes.

Die zweitgrößte Gruppe bilden die Cup-Fahrzeuge die mit 6 Klassen präsent sind, die vorrangig von BMW und Porsche beschickt werden. 17 Caymans (9 Pro und 8 Am) im CUP 3, 11 Wagen im BMW M240i-Cup, 11 911´er (6 Pro und 5 Am) in der CUP 2, und je 4 BMW M2 und BMW 325i sind hier gelistet. Zählt man die 4 TCR hier generös hinzu, ergeben sich 51 Cup-Fahrzeuge – also 32% des Feldes.

Die produktionsnahen Fahrzeuge der Serienklassen bleiben als kleinste Gruppe über. Hier kommt man auf je 5 V6 und V5-Porsches, 5 VT2F (alle aus dem VW-Konzern) und 9 VT2H von BMW und Toyota . Macht 24 Einsatzteams und somit 15% des Feldes....

Im Vergleich zum Vorjahr fehlt somit lediglich die AT3 Klasse, die dieses Jahr ohne Starter bleibt. Ein Blick in die Ausschreibung des Events enthüllt zudem welche Klassen in diesem Jahr ohne Nennung bzw. ungenutzt bleiben: In der SP11 für GT2-Fahrzeuge sind ebenso wenig Starter zu finden wie in den Klassen SP5, SP6 und SP8. In den V-Klassen bleiben noch mehr Kategorien unbesetzt, so die V4, V3 und V3T, V1 und VT-Hybrid. Besonders letztere zeigt als einzige noch im Reglement berücksichtigte „NEV“-Klasse auf wie Innovationsunfreudig die Ringszene sich angesichts einer in stärksten Umbrüchen steckenden Automobil-Industrie ungeachtet der aktuellen Umstände gebärdet: Neue Energie Vehikel werden kollektiv gemieden – es lebe stattdessen der 60 Liter auf 100 km verbrauchende, großvolumige Verbrennungsmotor!

Ein letzter Blick gilt den beim Event engagierten Reifenherstellern – schließlich handelt es sich um den letzten großen Reifenkrieg im internationalen Motorsport. Denn wo kämpfen weltweit noch 10 verschiedene Reifenhersteller in einem Event um Gesamt- und Klassensiege? Engagiert sind in diesem Jahr Michelin (66 Mannschaften), Goodyear (50), Falken (13), Pirelli (12), Yokohama (6), Hankook (5), Toyo (3) sowie Giti, Bridgestone und Dunlop mit je 2 unterstützten Teams.

Das Rennen startet am Samstag dem 16.5 um 15 Uhr. Leider wird es im Gegensatz zu den 15 vorangegangenen Jahren keinen ausführlichen Rennbericht dazu auf diesen Seiten hier geben. Der ADAC Nordrhein hatte im Vorfeld den Betreibern dieser Seiten keine Akkreditierung gewährt, obwohl GT-Eins seit 23 Jahren diesen Event regelmäßig und extensiv covert. In Anbetracht der Komplexität des Events würde die Erstellung eines Rennberichts ohne Vorort-Infos angesichts lückenhafter Informationen nicht dem eigenen Qualitätsanspruch der Autoren und unserer Leser genügen, weswegen wir von einem Bericht in gewohnter Form schweren Herzens Abstand nehmen müssen. Vielleicht wird es am Ende eine Zusammenfassung des Rennergebnis geben, wobei wir da allerdings von einer Kooperation mit den Organisatoren des Events abhängig sind.

12h Spa mit McLaren-Sieg

12h Spa 2026 OptimumDie 8. Ausgabe der Michelin 12h Spa-Francorchamps 2026 ging an das Team Optimum Motorsport im McLaren 720S GT3 Evo und dem Fahrertrio Harry George, Salman Owega und Freddie Tomlinson. Dieser Sieg ist der zweite für McLaren innerhalb der 24h Series, nach dem Erfolg von Lapidus Racing im McLaren MP4-12C GT3 bei den 12h Barcelona 2012. Nach der Pole Position, der Führung nach dem ersten Rennabschnitt sowie der schnellsten Rennrunde von Salman Owega wirkt das auf den ersten Blick dominierender, als es am Ende war. Denn mit nur 52,608 Sekunden Rückstand folgte auf Rang 2 der GT3 Am-Audi R8 LMS GT3 Evo II vom Team Haas RT - die sich damit auch den Klassensieg holten. Mit Rang 3 komplettierte das GetSpeed Team JR286 im Mercedes-AMG GT3 Evo das Gesamtpodium. 

Nach Sonnenschein und für den Spa-April angenehmen Temperaturen am Rennsamstag, folgten am Sonntag kühlere Temperaturen. Und: zwei Regenschauer. Der erste kürzere nach 4 Rennstunden beendete die Hoffnungen des zweiten 12h Spa 2026 Proton PorscheHaas RT-Audis #21, der noch mit um die Führung kämpfte. Doch ein Dreher Ausgangs Eau Rouge/Raidillon mit leichtem Einschlag und beschädigter Radaufhängung sorgte für eine 15 min-Halt zur Reparatur eben dieser. Somit blieben mit dem Optimum-McLaren und dem anderen Haas-Audi #2 nur noch zwei Fahrzeuge in der Führungsrunde. Klassensieg in der GT3 Pro/Am ging an das Team Proton Competition im Porsche 911 GT3 R (992) Evo, am Ende mit 8 Sekunden Vorsprung auf den Mercedes-AMG GT3 Evo von Ajith RedAnt Racing. Hier ging es nach einem Ausrutscher von Yannick Redant beim Regenschauer in der letzten Rennstunde zwischen den beiden Teams hoch her, inklusive diverser Berührungen zwischen ihm und Manuel Lauck im Porsche. In der letzten Runde kürzte Redant in Les Combes ab, und berührte Lauck in der letzten Kurve in der Bus Stop-Schikane - was einen späten Reifenschaden für den Porsche zur Folge hatte. Die beiden Aktionen sorgten für nachträgliche Zeitstrafen beim Mercedes-AMG, sodass der Porsche kurz nach Rennende doch noch zum Klassensieger gekürt werden konnte. Stark unterwegs waren auch die Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo von Comtoyou Racing. Doch ein Ausrutscher samt Einschlag und Ausfall am Ende des ersten Rennabschnitts (#40) und technische Probleme zu Beginn des zweiten Abschnitts (#41) verhinderten ein gutes Ergebnis.

12h Spa 2026 VerkehrDie Klasse 992 für Porsche Cup-Fahrzeuge der Generation 992 I ging an das Team Mühlner Motorsport mit Conrad Tox Leveau, Martin Rump, Tim Scheerbarth und Julian Hanses. Der Sieg schien nie wirklich in Gefahr, Gesamtrang 4 und nur 2 Runden Rückstand auf den Gesamtsieger sprechen hier Bände für ein starkes Rennen. Die Am-Wertung der 992 ging wie schon in Mugello an das Team QMMF by HRT Performance.

Der Vortex 2.0 mit der Startnummer #701 konnte die GTX-Klasse für sich entscheiden. Im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten absolvierte man ein problemfreies Rennen. Das Schwesterfahrzeug mit der #702 konnte nie den Speed der Konkurrenz mitgehen, eine Berührung mit dem Continental by Simpson Motorsport-Audi ausgangs der letzten Kurve sorgte zudem für einen Einschlag samt Rennende für die Crew. Der Mercedes-AMG GT2 vom spanischen Team NM Racing war zwar das schnellste Fahrzeug in der Klasse, doch mehrere Probleme sorgten für insgesamt 16 Runden Rückstand und P2.

12h Spa 2026 LigierDas Klassenpodium der TCE machten die Fahrzeuge unter sich aus, die das Rennen weitgehend problemfrei abspulen konnten: Der schnelle Ligier JS2 R von Not Only Motorsport siegte wie schon in Mugello vor dem Seat Leon Cup Racer von asBest Racing, die Teamkollegen im Cupra TCR DSG erreichten Rang 3. Nachdem es im Qualifying schwieriger aussah (man sorgte für 2 rote Flaggen), konnte der Ginetta G56 von CWS Engineering bis auf einen Aussetzer im Rennen seine Runden abspulen und auf Rang 4 das Ziel sehen. Der JW-Audi RS3 LMS sowie der J-Mec BMW M3 E46 hatten mehrere technische Probleme und waren irgendwann weit abgeschlagen.

Die dritte Runde der 24h Series 2026 findet am ersten Juni-Wochenende mit den Michelin 12h Paul Ricard statt.

40 Entrys für die Michelin 12h Spa-Francorchamps

Am kommenden Wochenende findet die zweite Runde der europäischen Michelin 24h Series statt, und zwar im belgischen Spa-Francorchamps. Mit 40 aktuell gemeldeten Fahrzeugen (Link führt auf die aktuelle Entry List) sehen wir hierbei eine erfreuliche Steigerung gegenüber den vergangenen Rennen. Diese setzen sich zusammen aus: 18 GT3, 13 992, 3 GTX, 1 GT4, 5 TCE/TCX.

Start 12h Spa 2025Fangen wir mit den GT3-Fahrzeugen an: Das größte Kontingent stemmt hier Mercedes-AMG mit 6 genannten Mercedes-AMG GT3 Evo: Hofor Racing, Ajith Redant Racing, MP Racing, Viper Niza Racing sowie GetSpeed mit 2 AMGs. Es folgen 3 Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo: 2x Comtoyou Racing (mit unter anderem Tom Coronel) sowie E2P Racing. Ebenfalls 3 Audi R8 LMS GT3 Evo II, 2 davon von Haas RT sowie das Pendant von Continental Racing by Simpson Motorsport (mit dem deutschen Paul Scheuschner). 2 Ferrari 296 GT3 von Pellin Racing (wieder im Gulf-Design?) und Era Motorsport. 2 Porsche 911 GT3 R (992) Evo von Proton Competition sowie Herberth Motorsport (die trotz ihrer zahlreichen Siege in Spa noch nicht erfolgreich waren). Dazu der McLaren 720S GT3 Evo von Optimum Motorsport (mit Salman Owega) sowie der dieses Jahr hoffentlich glücklichere Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von ARC Bratislava (im vergangenen Jahr kurz nach Start in Raidillon abgeflogen). Ferrari 488 GT3 und Audi R8 LMS GT3 Evo II führen die Statistik mit je zwei Siegen an, hinzu kommen je einer vom Mercedes-AMG GT3 Evo und Porsche 911 GT3 R (992). Bei dem Feld bleibt abzuwarten, ob sich hier eine Marke absetzen kann - oder doch eine weitere in den Kreis der Sieger aufsteigt.

12h Spa 2025 Mühlner PorscheZweitstärkste Klasse ist wie gewohnt die 992 mit Fahrzeugen vom Typ Porsche 911 GT3 Cup (992 I). Hervorzuheben ist hier wieder das deutsche Team RPM Racing mit Philip Hamprecht, sowie HRT Performance, die zwei Fahrzeuge einsetzen. Bei Mühlner Motorsport sehen wir mit Tim Scheerbarth und Julian Hanses ebenfalls zwei deutsche Flaggen neben den Namen. Diese Mannschaft wird sicherlich gemeinsam mit Red Camel-Jordans.nl wieder zu den Sieganwärten gehören.

Die GTX ist dieses Mal mit 3 Fahrzeugen besetzt: 2 Vortex 2.0 treffen auf einen Mercedes-AMG GT2 vom spanischen Team NM Racing. Colin White bringt mit der Ginetta G56 GT4 den einzigen Starter der GT4-Klasse.

12h Spa 2025 asBest Seat LeonErfreulich weiterhin die Starter in der TCE/TCX mit 5 genannten Fahrzeugen. Das deutsche Team asBest Racing bringt wieder je einen Cupra TCR DSG sowie Seat Leon Cup Racer. Wie in Mugello ist ebenfalls der Ligier JS2 R von Not Only Motorsport dabei. Hinzu kommt der aus dem vergangenen Jahr bekannte BMW M3 (E46) von J-Mec Engineering sowie der Audi RS3 LMS DSG des niederländischen Teams JW Raceservice.

Die Action auf der Strecke beginnt nach Trackdays am Mittwoch und Donnerstag am Freitag mit dem Training, das Qualifying ab 15 Uhr wird auf dem youtube-Kanal und der Website des Veranstalters live übertragen. Der erste Teil des Rennens startet am Samstag um 11:30 Uhr und geht über 5:30 Stunden, Part 2 wird nach Parc Ferme am Sonntag um 10:30 Uhr für die verbleibenden 6:30 Stunden gestartet - beides ebenfalls live übertragen. Im Rahmenprogramm gibt es den TCR Europe Cup sowie den Radical Cup Europe. Und: Wer Zeit hat, ist eingeladen, sich die Parade der Rennfahrzeuge nach Malmedy am Donnerstag Nachmittag anzuschauen.

Sainteloc Junior Team gewinnt Saisonauftakt in Mugello

Start 12h Mugello 2026Den Saisonauftakt der europäischen 24h Series, die 12th Michelin 12h Mugello, konnte das französische Sainteloc Junior Team im Audi R8 LMS GT3 Evo II für sich entscheiden. Pierre Kaffer, Elia Erhart, Ernst Inderbitzin und Stephane Tribaudini siegten mit einem Vorsprung von 5,7 Sekunden vor dem Porsche 911 GT3 R (992) Evo von Herberth Motorsport und dem Am-Sieger ARC Bratislava im Lamborghini Huracán GT3 Evo. Pierre Kaffer musste dabei zum Rennende viel Sprit sparen, um ohne Zusatzsstopp über die Runden zu kommen.

Zwischenzeitlich ebenfalls sehr stark unterwegs waren auch der Haas RT-Audi, die GetSpeed-AMGs, der Proton-Porsche, der E2P-Aston Martin, der Era-Ferrari sowie der Ajith RedAnt-AMG. Doch langsamere Co-Piloten hier und technische Probleme dort sorgten dafür, dass die Teams zwar nicht um den Gesamt- bzw- Klassensieg mitfahren konnten - lassen aber auf spannende Rennen im weiteren Saisonverlauf hoffen.

12h Mugello 2026 MühlnerDie 992-Klasse ging an das belgische Team von Mühlner Motorsport, mit einer Runde Abstand folgte Red Camel-Jordans.nl. Die Am-Division der 992 ging an QMMF by HRT Performance. Das Qatari-Trio Al-Emadi, Al Khelaifi und Al Yafei feierte damit einen starken Einstand in die Europa-Saison.

Gewinner der GTX-Klasse wurde der französische Vortex 2.0, nachdem der von Dinamic Motorsport eingesetzte Maserati MC20 GT2 mit Problemen am Antriebsstrang abgestellt werden musste. Die TCE-Klasse ging an das deutsche Team asBest Racing im Seat Leon Cup Racer. Der schnellere Ligier JS2R von Not Only Motorsport musste nach technischen Problemen ebenfalls aufgeben.

Die nächste Runde der 24h Series findet vom 17.-19.04.2026 im belgischen Spa-Francorchamps statt.

Fotos: https://www.24hseries.com/

Saisonauftakt in Mugello

Am kommenden Woche startet mit den Michelin 12h Mugello die Europa-Saison der 24h Series. 30 Fahrzeuge sind genannt, was einem leichten Rückschritt gegenüber dem Vorjahr entspricht, als 32 Fahrzeuge ins Rennen gestartet sind.

12h Mugello 2025Mit 15 Fahrzeugen kommt die Hälfte des Feldes wie gewohnt aus der GT3-Klasse. Gleich 6 Mercedes-AMG GT3 Evo kommen von den Teams Hofor Racing, MP Racing, Ajith Redant Racing, Viper Niza Racing sowie 2 Entrys von GetSpeed als GetSpeed Team PCX Racing und GetSpeed Team JR286. Die beiden GetSpeed-AMGs und das Pendant von Hofor Racing wurden auch als Season Entrys bestätigt. 3 Audi R8 LMS GT3 Evo kommen von Haas RT, Continental Racing by Simpson Motorsport sowie dem Sainteloc Junior Team. Ravenol als Sponsor des Audis von Michael Doppelmayr tritt diese Saison auch als Seriensponsor auf. Ebenfalls drei Porsche 911 GT3 R (992) werden erwartet von den Vorjahresmeistern von Proton Competition (bestätigtes Season Entry) und 2x Herberth Motorsport. Während das Herberth-Exemplar #91 noch ein "Standard-992" ist, soll es sich bei den beiden anderen um die Evo-Varianten handeln. Hinzu kommt der Ferrari 296 GT3 von Era Motorsport, der Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo von E2P Racing (bestätigtes Season Entry) sowie der Lamborghini Huracán GT3 Evo des ARC Bratislava. Bei der Ausgabe 2025 konnte sich Porsche mit dem Team Manamauri Energy by Ebimotors den Gesamtsieg sichern, damals bei wechselhaften Witterungsbedigungen.

Hinzu kommen 10 Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992: Neben dem als Saisonstarter verkündeten Team RPM Racing (Meister des Vorjahres) erwarten wir 3x HRT Performance, 2x SebLajoux Racing, Red Camel-Jordans.nl, Mühlner Motorsport, The Driving Experiences sowie Chazel Technologie Course. Das Vorjahresrennen konnte Red Camel-Jordans.nl souverän für sich entscheiden, während die Am-Klasse an RPM Racing ging.

12h Mugello 2025Für die GTX-Klasse sind 3 Fahrzeuge genannt: Neben dem schon gewohnten Vortex 2.0 kündigt sich das Team PB Racing um Stefano d'Aste mit einem Lotus Exige V6 Cup R und Dinamic Motorsport mit einem Maserati MC20 GT2 an. In der TCE sehen wir mit dem Seat Leon Cup Racer von asBest Racing (bestätigtes Season Entry) sowie dem Ligier JS2 R von Not Only Motorsport zwei Nennungen.

Während die Bedingungen im Vorjahr mit kühlen Temperaturen sowie wechselhaften Bedingungen zwischen Regen, abtrocknender Strecke und am Schluss etwas Sonnenschein schwierig waren, sind für dieses Wochenende freundlichere Bedigungen und Temperaturen um 15 Grad Celsius genannt. Das dürfte das meistern der italienischen Strecke einfacher machen, ebenso wie die Tatsache, dass die Teams nun seit einem Jahr den Michelin-Reifen nutzen und entsprechende Erfahrungswerte haben. Die Action auf der Strecke beginnt am Mittwoch und Donnerstag mit Test-Sessions. Am Freitag gibt es das freie Training, ab 16:15 Uhr wird das Qualifying live auf Youtube übertragen. Ebenso wie das Rennen, welches Samstag um 12:10 Uhr für 5:30 Stunden und Sonntags ab 12:00 Uhr für die verbleibenden 6:50 Stunden ausgetragen wird.

12 Stunden Bathurst - ein kleiner Erfahrungsbericht

B12 SunriseWelcher Motorsportfan wollte nicht schon einmal nach Australien, und sich den Mount Panorama Circuit selber anzuschauen? Für mich ging dieses Jahr der Traum in Erfüllung, beim Besuch des 12 Stunden Rennens Mitte Februar. Natürlich war vorab etwas Planung notwendig: Campingplatz oder Hotel, Tribünen-Ticket ja oder nein? Wie funktioniert das Ticketsystem und der Campingplatz, und ebenso die Anreise?

Im Prinzip war alles einfach. Wer sich für den Campingplatz entscheidet, muss früh genug über die Webseite des Veranstalters einen Platz buchen. Im Gegensatz zum hier doch mehr gewohnten 24 Stunden Rennen am Nürburgring ist man gezwungen, das Buchen vorher zu erledigen. Denn: Die Plätze sind fest eingezeichnet, und spontan kommen ist nicht. Den Campingplatz habe ich Mitte Januar gebucht und noch einen der letzten Plätze auf Reid & Sulman (oben auf dem Berg) ergattert; 205 AUD (123,50€) von Mittwoch bis Montag. Zusätzlich zum Campingplatz ist dann noch eine so genannte "General Admission" notwendig, da man sich immer im Innenbereich der Strecke aufhält. Das Ticket kostete für drei Tage 80 AUD (ca. 48€). Und brauche ich ein Tribünen-Ticket? Wer sich den Streckenplan anschaut und entdeckt, dass es nur eine kleinere feste Tribüne gibt, erkennt schnell: Lohnt sich eigentlich nicht. 

B12 CampingDas Buchen des Campingplatzes habe ich in Deutschland erledigt, dass der Tickets in Australien - weil über diese Webseite Deutschland geblockt ist. Kurz vor dem Rennen bekommt man dann ein Aufkleber für die Windschutzscheibe zugeschickt, mit dem man den Check-In passieren kann (bei dem man auf das Mitbringen von Glasflaschen etc untersucht wird). Mir wurde der Aufkleber freundlicherweise beim Akkreditierungs-Center hinterlegt. Kurzer Einschub: Jede Kommunikation mit dem Veranstaltungs-Team war sehr freundlich, also keine Sorge das hier etwas nicht klappen könnte. Check-In passieren (außerhalb der Strecke irgendwo hinter "Hell Corner"), und auf geht es den Berg hinauf und zu der Parzelle, die man gebucht hat. Der erste Eindruck: Der Campingplatz erinnert mich an jenen am Ring - und auch irgendwie nicht. Es ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Wohnwagen, Wohnmobilen, Zelten und Dachzelten zu finden, aber kaum etwas älteres oder "Bastelbuden" dabei. Jeder hat seinen eigenen und ausreichend großen Platz - nur Sanitäranlagen dürfte es gerne mehr geben. Und noch etwas: Laute Musik gibt es nicht, es wird nur allerorten ein Barbecue veranstaltet und alle haben gute Laune. Das Fehlen der Musik zieht sich so durch, weshalb man gut schläft, und auch vor Rennstart um 5 Uhr morgens einigermaßen erholt aufstehen kann. Pünktlich zum Rennstart macht sich dann ein müder Tross auf zur Strecke, niemand will den Rennstart verpassen. Der ein oder andere nimmt ein Akku-Paket oder auch einen Generator mit, um sich an der Strecke einen Kaffee oder auch ein Frühstücks-Barbecue machen zu können.

B12 StartGenerell gilt: Hier ist kaum ein Fan nur zum feiern da, der Campingplatz (abgegrenzt durch eine Straße zur Rennstrecke hin) ist im Laufe des Rennens kaum besucht. Stattdessen sitzen alle Fans (mit 55.231 eine Rekordzahl an diesem Wochenende) unter vom Veranstalter aufgestellten Pavillons an der Strecke. Dabei finden sich gefühlt alle 50 Meter von Zuschauern mitgebrachte Fernseher, sodass das Rennen durchgängig verfolgt werden kann. Von "The Cutting" bis "Forrest's Elbow" kann man auf dem Berg fast durchgängig an der Strecke entlang laufen, fasziniert zuschauen wie die Fahrer zwischen den Beton-Wänden ans Limit gehen - und einen Blick hinunter auf Start & Ziel werfen. Durch den Höhenunterschied von 174 Metern ergibt sich eine schöne Aussicht.

B12 Fans AussichtRunter zu Start & Ziel kommt man dann am einfachsten mit einem Shuttle-Bus, der für eine Hin- und Rückfahrt 10 AUD (ca. 6€) kostet. Durch den großen Höhenunterschied und weil die Busse sehr regelmäßig fahren, ist es auf jeden Fall sein Geld wert. Unten angekommen, wird man im Außenbereich der Start- & Zielgeraden von einfachen Verkaufsständen begrüßt, die man von früher vom Nürburgring kennt: T-Shirt und Kappen, Modellautos, Ausstellungen unter anderem von Mini, Mercedes-AMG und Meguiar's, sowie natürlich auch einige Essenstände (hier gab es auch die als typisch deutsch bezeichnete "Volkswurst"). Alles in allem eine sehr freundliche und familiäre Atmosphäre, die sich durch das gesamte Event durchgezogen hat. Im Innenraum der Rennstrecke konnte man noch durch das Fahrerlager schlendern, welches zu keiner Zeit viele Besucher hatte - die waren eher oben an der Rennstrecke zu finden.

Im unteren Teil der Strecke konnte man sich an verschiedenen Stellen zwischen "The Chase" und "Hell Corner" aufhalten. Am Berg wie auch unten bei Start & Ziel konnte man den Streckensprecher aus dem Youtube-Stream meist gut verstehen, ebenso waren einige Leinwände aufgestellt, auf denen man das Rennen verfolgen konnte. Die Preise waren überall "fair", und wie erwähnt gab es allenthalben nur freundliche Gesichter, was aber auch die generelle australische Mentalität widerspiegelt. Mein Fazit: So ein Event kann man nicht jedes Jahr mitnehmen. Aber wer die Rennstrecke in Down Under auf seiner Bucket-List hat und unbedingt einmal live sehen will, den kann ich aber nur dazu ermuntern, die Reise einmal auf sich zu nehmen!

Mercedes-AMG siegt Down Under

12h Bathurst 2026 GMR AMGDas Mercedes-AMG Team GMR konnte sich am vergangenen Rennwochenende den Sieg bei den Meguiar's 12 Stunden von Bathurst sichern (komplettes Rennergebnis). Für Maro Engel, Maxime Martin und Mikael Grenier ist es der erste Erfolg bei diesem Rennen, für Mercedes-AMG der vierte nach 2013 (SLS AMG GT3), 2022 und 2023 (AMG GT3 Evo). Die zurückgelegte Distanz mit nur 262 Runden ist die geringste seit der Zulassung der GT3-Fahrzeuge, bedingt durch eine Unterbrechung per roter Flagge um 55 Minuten.

Auf den Plätzen folgten der High Class Racing-Porsche 911 GT3 R von Dorian Boccolacci, Anders Fjordbach und Kerong Li (Sieger der Bronze-Wertung) sowie der BMW M4 GT3 Evo vom Team WRT und den Piloten Augusto Farfus, Raffaele Marciello und Valentino Rossi. Interessant ist die Tatsache, dass die beiden bestplatzierten Teams nur von den Rängen 31 (Team GMR) und 32 (High Class Racing) ins Rennen gegangen sind - die Startposition war also nicht alles-entscheidend. Klassensieger in der Pro/Am-Wertung wurde der Mercedes-AMG GT3 Evo von RAM Motorsport/GWR Australia. 111 Racing siegte im IRC GT in der Invitational, Method Motorsport im McLaren Artura GT4 in der GT4.

12h Bathurst 2026Um den Sieg mitgekämpft haben noch andere, allen voran der Mercedes-AMG GT3 Evo vom Mercedes-AMG Team Craft Bamboo: 3:43 Stunden vor Rennende lag Ralf Aron nach einer Safety Car-Phase in Führung. Er traf als erstes auf den Tsunami RT-Porsche von Johannes Zelger, der im "The Dipper" gedreht wurde. Mangels Warnung durch gelber Flaggen und dank Funkproblemen fuhr Aron ungebremst in den die Strecke blockierenden Porsche, erlitt dabei Verletzungen am Rücken. Wie durch ein Wunder sind die nachfolgenden Fahrzeuge ohne weitere Berührungen durch die gestrandeten Fahrzeuge und die Trümmer auf der Strecke gekommen, dennoch musste die Rennleitung das Rennen für die Aufräumarbeiten unterbrechen.

12h Bathurst 2026Bei der letzten Rennfreigabe in der letzten Rennstunde lag Kelvin van der Linde im WRT-BMW dank cleverer Strategie vor Jules Gounon im 75 Express-AMG. Es war klar, dass van der Linde bis zum Rennende Sprit sparen musste, dennoch attackierte Gounon ihn in der ersten Kurve. Beide trugen Schäden an der Karosserie davon, van der Linde musste zur Schnell-Reparatur an die Box (das linke hintere Seitenteil wurde kurzerhand demontiert). Aus den Position 1 und 2 wurden für die beiden am Ende nur Rang 7 (Gounon) und 12 (van der Linde). Auch die Corvette von Johor Motorsports Racing JMR mischte zwischenzeitlich an der Spitze mit, doch ein Einschlag in den "Esses" vereitelte mehr. Christopher Mies musste den Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing nach 3 Runden und einem unschönen Wildlife-Kontakt früh abstellen.

Die nächste Runde der IGTC findet Mitte Mai mit den 24 Stunden vom Nürburgring statt.

Entry List der Meguiar's 12h Bathurst 2026

Die aktuelle Entry List für die Meguiars's 12 Stunden von Bathurst umfasst 35 Fahrzeuge. Die 35 Fahrzuege verteilen sich auf 12 Hersteller mit 115 Fahrern aus 22 Nationalitäten. 9 vorherige Sieger sind mit vertreten.

Start 12h Bathurst 2020Mit 15 Startern ist die GT3 Pro-Klasse mit Abstand am besten aufgestellt - gut für viel Spannung beim Kampf um den Gesamtsieg. An dieser Stelle wollen wir vor allem die deutschsprachigen Fahrer hervorheben. 6 Mercedes-AMG GT3 Evo stehen dabei an der Spitze: Die drei Mercedes-AMG Teams Tigani Motorsport (mit Fabian Schiller und Philip Ellis), Craft Bamboo Racing (Maximilian Götz und Lucas Auer) und GMR (Maro Engel), sowie 75 Express (Luca Stolz), Grove Racing und Scott Taylor Motorsport. 2 BMW M4 GT3 Evo kommen vom belgischen Team WRT (mit unter anderem Valentino Rossi). Ebenfalls 2 Porsche 911 GT3 R (992) werden erwartet von EBM (Ricardo Feller, Laurin Heinrich, Klaus Bachler) sowie Absolute Racing. Je 1 Audi R8 LMS GT3 Evo II kommt von Jamec Racing/Team MPC (Christopher Haase), 1 Chevrolet Corvette Z06 GT3.R von Johor Motorsports Racing JMR, 1 Ferrari 296 GT3 von Arise Racing GT, 1 Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing (deutsches Team, mit Christopher Mies), sowie 1 McLaren 720S GT3 Evo von Optimum Motorsport (Marvin Kirchhofer). Das recht große Pro-Feld glänzt dabei nicht nur mit deutschen Spitzen-Fahrern, sondern hat auch mit anderen Nationen groß aufgefahren: man schaue sich die Besatzung der Corvette an (Alexander Sims, Nicky Catsburg, Earl Bamber), des Ferraris (Jaxon Evans, Davide Rigon, Daniel Serra) oder die beiden WRT-BMWs (Jordan Pepper, Kelvin van der Linde, Charles Weerts sowie Augusto Farfus, Raffaele Marciello, Valentino Rossi). Für mehr gerne in der Entry List stöbern.

12h Bathurst 2020 AudiNeben der Pro- gibt es mit McLaren und Mercedes-AMG noch 2 weitere Starter in der Silber-Klasse, 4 in der Pro-Am mit Aston Martin, Audi, Chevrolet und Mercedes-AMG. Vervollständigt werden die GT3s von 10 Fahrzeugen in der Bronze-Wertung: 3x Porsche (darunter Herberth Motorsport mit Ralf Bohn sowie Robert und Alfred Renauer), 2x Audi, 2x Mercedes-AMG, 1x BMW (Team KRC mit Max Hesse), 1x Ferrari und 1x Lamborghini.

Hinzu kommen mit dem KTM X-Bow GT2 und dem IRC GT 2 Fahrzeuge aus der Invitational-Klasse, und mit Aston Martin Vantage GT4 und McLaren Artura GT4 2 aus der GT4-Klasse.

Die Action beginnt auf der Strecke am Donnerstag. Nach deutscher Zeit sollte das Qualifying am Samstag um 6:15 Uhr morgens stattfinden. Das 12 Stunden Rennen startet nach deutscher Zeit Samstag Abend um 19:45 Uhr. Was für Australien ein typischer Rennstart kurz vor Sonnenaufgang ist, findet in Deutschland in der Nacht bis Sonntag Morgen statt.

WRT-Doppelsieg in Dubai

24h Dubai 2026 StartDas belgische Team WRT sicherte sich am vergangenen Wochenende den Gesamtsieg (der Link führt zu den Ergebnissen) der 21. Michelin 24 Stunden von Dubai für den BMW M4 GT3 Evo mit der Crew Anthony McIntosh, Ben Tuck, Jordan Pepper, Kelvin van der Linde und Fran Rueda. Es ist der fünfte Sieg für das Team nach 2025, 2023, 2022 und 2016 (wodurch man nun mit Black Falcon gemeinsam an der Spitze ist) und der sechste Sieg für BMW (also gleiche Anzahl wie Spitzenreiter Porsche). Nach 2025 ist es der zweite Gesamtsieg für Ben Tuck, die restliche Crew trägt sich zum ersten Mal in die Dubai-Siegerlisten ein.

Position 2 ging an die Teamkollegen Stanislav Minsky, Mathieu Detry sowie die drei deutschen Thomas Kiefer, Julian Hanses und Christopher Haase. Eigentlich hätte der Am-BMW von Paradine Competition das BMW-Podium perfekt machen sollen. Doch eine halbe Stunde vor Schluss sorgte eine Reifen- und Bremsendefekt dafür, dass James Kellett den Paradine-BMW in der Box abstellen musste. Somit konnte Winward Racing im Mercedes-AMG GT3 Evo und dem Quartett Sergey Stolyarov, Daan Arrow, Maro Engel und Luca Stolz mit Rang 3 noch Schadensbegrenzung betreiben, da die BMW das Rennen über unantastbar schienen. Der zweite Winward-AMG schied nach 7 Stunden mit technischem Defekt aus. Durch den Sieg in Dubai und den zweiten Platz in Abu Dhabi konnte sich WRT mit der #669 auch den Sieg in der Middle East-Meisterschaft sichern.

24h Dubai 2026 Herberth PorscheIn der GT3 Pro/Am sicherte sich Herberth Motorsport einen Doppelsieg mit seinen beiden Porsche 911 GT3 R (992), vor dem Dragon Racing-Ferrari. Nach dem Ausfall des Paradine-BMW ging die GT3 Am an den Audi R8 LMS GT3 Evo II von Continental Racing by Simpson Motorsport, vor dem Hofor Racing-Mercedes-AMG GT3 Evo und dem Porsche 911 GT3 R (992) von Lionspeed GP. Der Haas RT-Audi hat hier eine lange Zeit vorne mitgespielt, durch einen verlorenen Reifen ging aber zu viel Zeit von dannen. GT3 Pro/Am-Meister wird Herberth Motorsport #269, die GT3 Am sichert sich Continental Racing by Simpson Motorsport #69.

Sieger in der GTX wurde der Lamborghini Huracán Super Trofeo Evo2 von Leipert Motorsport vor der neuen Ginetta G56 GT2 vom Team CMR und dem Vortex. Der Rossa LM GT schied in aussichtsreicher Position liegend nach 19:40 Stunden durch einen Unfall spektakulär aus. Das Team CMR sichert sich die Middle East-Trophy.

24h Dubai 2026 Fach Auto 992Der Sieg in der 992 für Porsche 911 GT3 Cup-Fahrzeuge vom Typ 992 ging an Tierra Outdoor Racing by Fach. Ab der achten Rennstunde hat das Team die Führung übernommen und nicht mehr abgegeben. Probleme bei der Konkurrenz, allen voran beim Red Camel-Porsche mit Motorproblemen und ein Leitplankenkontakt, ließen die Fahrt ungefährdet erscheinen. Doch der Am-Sieger der 992 von Red Ant Racing beendete das Rennen mit nur einer Runde Rückstand, P3 in der 992 von SebLajoux Racing ebenfalls in der gleichen Runde. 992-Middle East-Meister wird Seblajoux Racing mit der #888.

GT4-Sieger war ungefährdet Cerny Motorsport mit dem BMW M4 GT4. Neben den schnellsten Zeiten sorgten Probleme bei der Konkurrenz vom SRS Team Sorg Rennsport und Circuit Toys für eine "entspannte" Fahrt. SIeger in der TCX-Wertung wurde asBest Racing im Cupra TCR DSG, die TC-Klasse sicherte sich KCMG mit dem Toyota GR Supra GT4 Evo "B-Spec". Cerny Motorsport wird auch Middle East-Meister in der GT4, in der TCE sichert sich asBest Racing den Titel mit der #102.

Damit geht die Middle East-Saison der 24h Serie zu Ende. Die Euopra-Saison beginnt am 20.-22.03.2026 im italienischen Mugello.

Fotos: www.24hseries.com

Meistgelesene Einzel-Artikel der letzten 2 Wochen