Funyo Challenge - aktueller Zwischenstand

Funyo Challenge - HTTT Paul Ricard 2013 - www.vdev.frNach je drei Rennen der Funyo Challenge in Barcelona und Le Castellet führt in der Gesamtwertung der Serie Serge Heriau (AGR-Funyo 5) mit 289,5 Zählern vor Nicolas Cannard (HMC Loheac-Funyo 5; 270), Eric Grare (Pole Passion-Funyo 5; 265,5), Jean-Pascal Burguet (MSI-Funyo 5; 255) und Francois Heriau (AGR-Funyo 5; 229,5). Der Tabellenführer ist als einziger der soeben genannten Piloten heuer noch ohne Laufsieg. Die dritte von fünf Saisonrunden der Serie findet Ende Juni in Dijon statt, danach stehen Ende August Motorland Aragon sowie im Oktober Magny-Cours auf dem Terminplan.

C.I.P. - Magione - Vorschau

Für die Teilnehmer der Italienischen Prototypen-Meisterschaft stehen am 23.06. in Magione die Saisonläufe 5 und 6 auf dem Programm.

Das Entry umfasst 15 Nennungen - gemeldet wurden elf CN-Prototypen (vier Osella PA21, drei Wolf GB08, drei Lucchini P2 07 und ein Ligier JS51) sowie vier Radical SR3.

 

Superstars GT Sprint - Zolder - Vorschau

Die vierte Superstars GT-Sprint-Saisonrunde findet von 21.-23.06. in Zolder statt. Als Gaststarter werden dort auch Peter Kox / Nico Pronk (Kox Racing-Lamborghini Gallardo LP600) erwartet. In der Punktetabelle der Serie führt zur Zeit Glauco Solieri (Autorlando Sport-Porsche 911 GT3 R; Bild) mit 87 Zählern vor Roberto del Castello (RC Motorsport-Corvette Z06R GT3; 74) sowie Andrii Kruglyk (Team Ukraine-Ferrari F458 GT3; 65).

International GT-Open - Jerez

gtopenjerezv8corvette.jpgZwei Wochen nach dem Gastspiel am Nürburgring gastierte die GT-Open am vergangenen Wochenende im spanischen Jerez. Miguel Ramos und Nicky Pastorelli in ihrer V8 Racing-Corvette heißen die Sieger, des nach 62 Minuten vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochenen ersten Rennens. Den 2. Platz sicherten sich die Tabellenführer Andrea Montermini / Luca Filippi (Villorba Corse-Ferrari F458 GT2). Dritte wurden die Auslöser des Abbruchs - Archie Hamilton / Niccolò Schirò - deren Drivex-Porsche 997 RSR acht Minuten vor Schluss Feuer am Motor fing. Da durch den Abbruch die Runde zuvor gewertet wird, bleiben sie auf ihrem erkämpften Platz.

Die GTS-Kategorie gewannen die Viertplatzierten des Rennens Isaac Tutumlu / Dimitris Deverikos (Autorlando Sport-Porsche 911 GT3 R), Klassen-Zweite wurden die Gaststarter aus der Spanischen GT Cesar Campaniço / Joao Figueiredo gtopenjerezseyffarth.jpg(Team Novadriver-Audi R8 LMS ultra), Rang 3 in der Klasse und 7. Gesamt wurden Stefano Costantini / Joel Camathias (Ombra Racing-Ferrari 458 GT3).

Das 50-minütige Sonntagsrennen brachte den ersten Saisonsieg für das deutsche Team Seyffarth Motorsport mit den Spanier Miguel Toril und dem Niederländer Ranger v.d. Zande, auf ihrem Mercedes SLS AMG GT3 aus der GTS-Kategorie. Zweite wurden wie am Vortag Andrea Montermini / Luca Fillipi, die damit auch Klassensieger der Super GT wurden. Rang 3 ging an weitere Gäste im Feld -  Manuel Giao / Lourenço Da Veiga im Novadriver-Audi R8 LMS GT3. Die Talkanitsa´s belegten mit ihrem AT Racing-Ferrari Rang 4 vor den beiden V8 Racing-Corvettes mit Diederich Sijthoff / Bert Longin und den Vortagessiegern. Den 3. Platz der GTS-Kategorie und Gesamtrang 7 belegten Emilio Di Guida / Jeroen Bleekemolen (Autorlando-Porsche 911 GT3 R)

Die 2. Saisonhälfte der International GT-Open beginnt mit Lauf 5 in einem Monat in Silverstone.

Le Mans - Vorschau 4: Offener Kampf bei den GTE-Am

5 Ferrari, 5 Porsche, 2 Aston Martin Vantage GTE und 2 Corvette - diese 14 Autos bilden das GTE-Am Feld dieses Jahres beim 24 Stunden Rennen von Le Mans. Wenn auch das fahrerische Level nicht ganz so hoch wie in der Pro-Klasse ausfallen mag, so sind doch genügend Zutaten vorhanden, um auch in dieser Klasse ein enges Rennen mit offenem Ausgang zu erleben.

Unter den 5 Ferrari sind gleich 4, die von AF Corse betreut werden. Die italienische Crew von ex-Tourenwagenpilot Amato Ferrari hat somit in diesem Jahr 7 Fahrzuge an der Sarthe unter ihren Fittichen. Neben den 3 offiziellen Entrys wird auch das 8Star Motorsports-Team mit seinem orangenen F458 von der italienischen Truppe betreut. Lediglich die Krohn Racing Mannschaft aus den USA setzt auf eine autarke Struktur.

In Opposition zu den in den letzten Jahren immer stärker an der Sarthe engagierten Ferrari-Teams ist dieses Mal eine gleich grosse Porsche-Streitmacht unterwegs. Angesichts des kommenden LMP1-Einstiegs der Weissacher stehen nun auch die Chancen für Repräsentanten in den Produktionssportwagenklassen besser, nicht schon bei der Vor-Selektion durch den Rost zu fallen. IMSA-Performance (2 Wagen), die deutsche Crew von Proton-Competition - die in einer schlagzeilenträchtigen Kooperation mit Dempsey-Del Pierro Racing ebenfalls 2 Porsche an den Start bringen - und Prospeed Competition sind hier am Start. Die Porsche zeigen sich dabei durchweg professioneller besetzt als die Ferraris. Co-Piloten wie Patrick Long, Emanuel Collard und Wolf Henzler könnten Garanten für ein Podiumsfinish in der Klasse sein.

Die beiden Aston Martin Vantage GTE, die unter der Nennung von Aston Martin Racing antreten, brillierten bei den Vortests zwar mit Bestzeiten, wurden dafür aber mit der selben Gewichtszuladung wie die Pro-Modelle belohnt. Während die älteren GTE-Am-Porsche (alles noch auf dem 997 basierende Autos) von der BoP profitieren, ist auch dieser Schritt des ACO vertretbar. Denn die Am-Autos sind bei Aston Martin durchweg auf aktuellen Stand gebrachte Autos und keine reinen Vorjahreswagen, wie reglementsbedingt gefordert. Ob freilich nur 10kg zusätzlich ausreichen um die beiden Wagen – beim Dänenbomber wird die Aston-Crew durch das Einsatzteam von Young Driver AMR verstärkt – auf das gleiche Niveau wie die Porsche und Ferrari zu nivellieren, muss sich noch zeigen.

Bleibt Corvette: Larbre Competition bringt die kernig klingenden, grossvolumigen V8 erneut an den Start. Das zweite Auto ist in diesem Jahr nur beim Klassiker an der Sarthe engagiert.

Die Vorhersage eines Favoriten fällt schwer. Unter den Ferrari-Crews ist sicherlich der 8Star Motorsports-F458 Italia am besten geeignet auf das Podium vorzustossen. Porsche punktet mit seinen professionellen Co-Piloten und hat mit der #75 (Prospeed Competition ), #67 (IMSA-Performance ) und #77 (Dempsey/Proton) gleich 3 heisse Eisen im Feuer. Bei Aston Martin wird der „Dänenbomber“ mit der #95 zu beobachten sein. Es wird ein heisses Rennen in der Klasse geben.

AvD 100 Meilen German - Hockenheimring

avd100hockstart.jpgTommy Tulpe und Fabian Plentz holten sich auf ihrem PRC WPR60 BMW beim zweiten Lauf zu den AvD 100 Meilen German den Gesamtsieg. Der zweite Platz im Gesamtklassement ging an Turi Breitenmoser, der seinen Sohn Jacques Breitenmoser - beide auf PRC WPR60 Turbo hinter sich lassen konnte. Bei den GT- und Tourenwagen gewann Albert Weinzierl im Porsche 997 GT3 Cup.

Fast 40 Fahrzeuge waren auf der 4,574 km langen GP-Strecke in Hockenheim zum zweiten Saisonlauf angetreten. Am Gesamtsieg von „Tommy Tulpe“ und Fabian Plentz vom HCB Team konnte aber weder einer der schnellen Sportprototypen, noch eines der GT-Fahrzeuge rütteln. Ein guter Start von Polesetter Fabian Plentz brachte gleich die notwendige Distanz zu den Verfolgern. Tommy Tulpe hatte dann keine Probleme mehr den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. Am Ende baute der PRC-Pilot den Abstand sogar auf 2.28 Minuten aus.

avd100hockp2p3.jpgJacques Breitenmoser konnte während des Starts seinen zweiten Rang verteidigen, während Turi Breitenmoser sich bereits in der Startrunde auf den dritten Platz nach vorne arbeitete. Zunächst schienen die Positionen verteilt, doch im Verlauf des Rennens wurde es zwischen den beiden PRC Turbo immer enger. Nach mehreren Positionswechseln setzte sich am Ende Turi Breitenmoser beim Kampf um den zweiten Platz durch, nachdem Sohn Jacques auf dem zweiten roten PRC bei Überrunden einer VIper hängen blieb und danach mit Elektronikprobllemen haderte.

Der Sieg in der Division 2 ging ebenfalls an das von Rutronik gesponserte HCB-Team. Das Duo Lehmann / Hasenmeyer verwies auf einem PRC S4 Honda den Radical SR3 von Behler / Schönau auf den zweiten Platz, obwohl man mit dem Ersatzauto ins Rennen starten musste. Dagegen musste Evi Eizenhammer, die gemeinsam mit Dr. Robert Schönau einen PRC FPR6-Honda steuerte, nach einer Kollision mit einem GT-Fahrzeug nach 6 Runden aufgeben.

avd100hockgtsieger.jpgBei den GT- und Tourenwagen gewann Albert Weinzierl im Porsche 997 GT3 Cup, der damit auch den Sieg in der Klasse 8 holte. Den Sieg in der Klasse 4 sicherte sich der italienische Alfa Romeo 147-Pilot Francesco Roda. Die Sports 2000 Kategorie entschied das Duo Schmeyer / Hug im Lola für sich.

Vom 23.-25. August steht nun als nächstes die 100 Meilen Trophy Austria auf dem Red Bull Ring an. Kurz danach findet für die Teilnehmer der AvD 100 Meilen German das Finale vom 06.-08. September im französischen Dijon-Prenois statt.

Le Mans - Vorschau 3: GTE-Pro

5 Werke (Ferrari, Aston-Martin, Corvette, Viper und Porsche) mit jeweils 2 Autos (Ausnahme: Ferrari & Aston-Martin mit je 3 Chassis) und fast alles Werksmannschaften – die GTE-Pro-Kategorie erfüllt in diesem Jahr in Le Mans endlich die Erwartungen, die der ACO lange an die GT1-Kategorie gestellt hat – und leider nie bekam. Allerdings nähern sich die Autos vom Preis her auch langsam den GT1 an. Doch das Damoklesschwert des Kostentods wird in diesem Jahr noch von einem angeheizten Kampf der Werke kaschiert, der in diesem Jahr die Fans der Marken in seinen Bann ziehen wird. Denn selten operierten die verschiedenen Marken annährend auf Augenhöhe. Und das verspricht einen richtig spannenden 24h-Sprint in der Klasse.

Aston Martin hat es geschafft auch den über die Reserveliste erlangten 5. Entry entgegen den ersten Planungen als GTE-Pro-Auto ins Feld zu bekommen. Angesichts des 100-Jahr-Jubiläums der Marke will man sich zumindest in der Theorie die Chance auf einen Dreifachsieg erhalten. Doch auch wenn in Silverstone zwei Aston Martin Vantage GTE auf das Podium gelangten – Klassensieg beim Heimrennen inklusive – wurde allerdings schon klar, dass Aston Martin dieses Idealziel trotz Bestzeiten beim Testtag und Zugeständnissen vom ACO - die durstigen V8 bekamen heuer einen grösseren Tank bewilligt - angesichts der starken Konkurrenz durch Ferrari und Corvette wohl nur schwerlich wird erreichen können. Zudem zeigte man beim Testtag wohl ein wenig zu viel Performance, was den ACO bewegte den Vantages noch einmal 10kg Zusatzgewicht ins Auto zu „boppen“.

Ferrari ist als einziges Team nicht mit einer offiziellen Werksmannschaft präsent – doch die AF Corse-Mannschaft von Teamchef Amato Ferrari geht angesichts ihres profesionellen Umgangs schon als Semi-Werksteam durch. Und die dieses Jahr engagierten Werkspiloten haben mit ihrem gelinde gesagt herzhaften Fahrstil schon mehrfach ihre hohe Motivation in diesem Jahr bewiesen. Mit dem Rückenwind des Spa-Sieges und dem letztjährigen Le Mans-Sieg im Rücken müssen die „Roten“ aus Piacenza als Favorit #2 neben Aston Martin angesehen werden. Das britische JWM-Team startet zwar auch mit einem dritten F458 Italia, doch angesichts der Dunlop-Reifen und der beiden arabischen Co-Piloten von Andrea Bertolini - deren Leistung in Ehren – erscheint ein Podiumsfinish für diese Crew schon sehr weit hergeholt.

corvette4.jpgCorvette Racing ist die 3. Werkstruppe denen ein Podiumsfinish und im Idealfall auch ein Sieg zugetraut werden muss. Die Siegermannschaft von 2011 ist nur deswegen schwer einzuschätzen, weil das Aufeinandertreffen mit der Konkurrenz sich auf Le Mans beschränkt – und man in der ALMS heuer wenig Vergleichsmöglichkeiten mit der aktuellen Konkurrenz hatte. Die Crew hat wohl kaum an Erfahrung eingebüsst und der Fahrerkader ist potent wie seit jeher. Zudem ist die C6.R ein ausgereiftes Modell, das erst im nächsten Jahr durch die Rennversion der C7 abgelöst werden wird - und damit heuer an der Sarthe seine Abschiedsvorstellung gibt.

Porsche ist schwer einzuschätzen – auch wenn die von Olaf Manthey geleitete Werksmannschaft noch einmal von den letzten Anpassungen des ACO profitierte. Noch fehlen die Erfolge, welche die dem Trainingsrückstand aus dem verlängerten Winter hinterher hechelnde Mannschaft in den beiden bisherigen Rennen trotz reichlich Erfahrung und verstärkter Bemühungen nicht einfahren konnte. Der Porsche 991 hat sicherlich das Potential, um in Le Mans an der Spitze mitzugeigen. Es wird darauf ankommen, dass die professionelle Mannschaft dieses in der kommenden Woche punktgenau heben kann. Ein Sieg wäre angesichts der bisherigen Entwicklungsgeschichte eine kleine Sensation – die Porsche Manthey Racing aber durchaus zuzutrauen sein könnte. Zumindest im Kampf um den ersten Podiumsplatz der Saison wird die Marke sicherlich die Sympaphien der einheimischen Fans geschlossen hinter sich wissen, vor allem weil man 2013 nicht als Mit-Favorit sondern eher als Underdog um den Erfolg mitfährt.

srtviper.jpgLetztlich sind da noch die beiden SRT-Vipern. Die bollernden, grossvolumigen 8l V10 haben das Zeug zum Fanfavoriten. Zudem ist mit Dominik Farnbacher einer der talentiertesten GT-Kutscher hierzulande bei den Amerikanern mit an Bord, der in der Vergangenheit so manchen beherzten Einsatz an der Sarthe zeigte. Das Team kommt zu seinem ersten Einsatz nach Le Mans und debütiert mit einem neuen Fahrzeug, das zwar in der ALMS schon sein Potential gezeigt hat, dort allerdings noch keine signifikanten Erfolge einfahren konnte. Bei SRT geht es somit objektiv gesehen um den Erfolg der Zielankunft – und dann wäre dem Team der Applaus der versammelten Zuschauer in Le Mans sicher.

Italienische GT - Red Bull Ring - Ergebnis Lauf 2

Die Top-5 des zweiten Läufes der Italienischen GT-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring trennten beim Zieleinlauf (Bild) weniger als zwei Sekunden: Vito Postiglione / Luigi Lucchini (Ebimotors-Porsche 911 GT3 R) siegten nach 31 Runden vor Gabriele Lancieri / Giuseppe Ciro (MP1 Corse-Ferrari F458 GT3; +0,351s), Johan Kristofferson / Alex Frassineti (Audi Sport Italia-Audi R8 LMS ultra; +0,593s) sowie Michaela Cerruti (+1,087s) und Stefano Comandini / Stefano Colombo (+1,621s) in den beiden Roal Motorsport-BMW Z4 GT3.

In der GT3-Fahrerwertung übernahmen damit Postiglione / Lucchini (56 Punkte) vor Christian Passuti / Marco Mapelli (Antonelli Motorsport-Porsche 911 GT3 R; 44) und Lancieri / Ciro (43) die Spitze. Die nächste Runde des Campionato Italiano de GT wird Anfang Juli in Mugello ausgetragen.

Le Mans - Vorschau 2: 22 LMP2 am Start

JOTA und Race Performance22 LMP2 – diese Zahl spricht für sich. Die kleine kostengedeckelte Prototypenklasse ist beim Klassiker an der Sarthe auf dem Zenit ihrer Verbreitung angelangt. Ob es im kommenden Jahr noch einmal solch ein Feld in der Klasse geben wird ist fraglich. Auf der einen Seite mag das Rekordfeld dem Umstand geschuldet sein, dass die grosse Prototypen-Klasse vor einem Umbruch steht und einige Teams im kommenden Jahr einen Aufstieg ins Auge fassen. Angesichts steigender Kosten in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft für die LMP1 und der gleichzeitigen Kosteneskalation bei den GTE könnte der Zustrom der Teams in die einzige weltweit in 4 Serien ausgefahrene Prototypen-Kategorie allerdings noch anhalten, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass man sich in Zukunft an Feldstärken wie heuer (immerhin gabs auch 2012 20 Starter) gewöhnen darf.

Zu den trockenen Fakten: 8 Oreca, 5 Morgan, 3 Lola, 3 Zytek, 2 Lotus und nur ein HPD ARX-03d LMP2 (von Level 5 Motorsport) Lotus T128bilden in diesem Jahr das Feld. Die Motoren kommen in der Mehrzahl von Nissan: 15 Treibsätze - inklusive des Motors auf dessem Deckel „Alpine“ eingestanzt worden ist - kommen von den Japanern, die in diesem Jahr ihre Semi-Werksmannschaft vom ADR-Delta-Team betreuen lassen. Judd beliefert 6 Mannschaften – inklusive der im Lotus T-128 LMP2 eingebauten „Praga“-Triebwerke. Nur Level 5 Motorsport bringt in diesem Jahr den 2,6l HPD-Turbomotor an den Start. Level 5 Motorsport, Signatech-Alpine, KCMG und Pecom Racing vertrauen in diesem Jahr auf Michelin-Reifen. Der Rest des Feldes benutzt die Produkte von Konkurrent Dunlop.

Ein Novum in diesem Jahr ist sicherlich, dass mit Alpine, Lotus, Praga, Morgan und Caterham gleich 5 Automobilhersteller durch Rebranding von Motoren oder Chassis die kleine Klasse – in der Werkseinsätze eigentlich verpönt sind – für sich zu vereinnahmen versuchen. Eine Entwicklung, die sich der ACO vor allem wegen des Einsatzes von Nissan in der LMP2 – die als einziger Hersteller wirklich werksseitig als Motorenlieferant involviert sind – genau anschauen dürfte.

41greavesspb.jpgDie Wagen kommen in diesem Jahr aus Frankreich (5), Gross-Britannien (4), Deutschland, der Schweiz (je 2) sowie Argentinien, Belgien, Kanada, Irland, Luxemburg, China, Russland und den USA – somit aus 12 Nationen - wobei sich das bei genauem Betrachten der eigentlichen Einsatzteams deutlich reduziert. Rein deutschsprachige Einsatzteams stellen nur Kodewa-Lotus und die schweizer Race Performance-Mannschaft.

Die Zahl der deutschsprachigen Piloten ist da deutlich höher und dürfte den einheimischen Fans reichlich Wahlfreiheit bei der Auswahl des persönlichen Favoriten lassen. Gleich 5 Autos haben deutschsprachige Piloten an Bord. Bei Lotus ist die #32 mit dem Deutschen Thomas Holzer und dem Salzburger Dominik Kraihamer besetzt. Pecom-OrecaBei Race Performance greifen die beiden Eidgenossen Michel Frey und Patrick Niederhauser ins Volant. ALMS-Champion Lucas Luhr ist beim britischen Team Jota mit an Bord. Nissan-Werksfahrer Michael Krumm verstärkt die Crew des #42 Greaves-Nissan, der noch in den rot-weissen Originalfarben des Teams antritt. Und Pierre Kaffer darf sich auf dem Michelin-bereiften Pecom-Oreca mit der #49 (Bild) Chancen auf einen Spitzenplatz ausrechnen.

Effektiv dürfte sich der Kampf an der Spitze der Klasse zwischen dem starken Oak Racing-Team und der ADR Delta-Mannschaft abspielen. Pecom, Signatech und Greaves (mit der #42) gehören sicher noch mit zum erweiterten Favoritenkreis. Die Kodewa-Lotus überraschten beim Testtag zwar mit hohen Top-Speeds, über der Zuverlässigkeit der beiden neuentwickelten Chassis steht allerdings nach wie vor ein grosses Fragezeichen.

British GT - Snetterton - Ergebnisse

Die beiden Läufe der Britischen GT-Meisterschaft brachten Porsche-GT3-Erfolge: Das erste Rennen gewannen Michael Caine / Ahmad Al Harthy (Oman Air Motorbase-Porsche 911 GT3 R; 31 Runden) vor Rembert Berg / Warren Hughes (M-Sport Racing-Audi R8 LMS ultra; +0,287s) und Gregoire Demoustier / Duncan Tappy (Von Ryan Racing-McLaren MP4-12C GT3; +20,716s). Jon Minshaw / Phil Keen (Trackspeed-Porsche 911 GT3 R), die als Erste ins Ziel gekommen waren, wurden auf Grund einer 30-Sekunden-Strafe wegen Überholens unter gelber Flagge auf Rang 7 zurückgereiht.

Die Podestplätze im zweiten Rennen des Tages holten David Ashburn / Nick Tandy (Trackspeed-Porsche 911 GT3 R; 31 Rd.), Steve Tandy / Dan Brown (888 Optimum-BMW Z4 GT3; +0,454s) sowie Mark Patterson / Matt Bell (United Autosport-Audi R8 LMS ultra; +1,290s). Der Klassensieg der GT4-Kategorie ging beide Male an Rick Parfitt Jr. / Ryan Ratcliffe (Optimum Motorsport-Ginetta G50; 18. / 19.).

Im GT3-Gesamtklassement ist das Führungs-Trio derzeit nur durch eineinhalb Punkte getrennt: Ashburn / N. Tandy (68) - Patterson / Bell (67,5) - Marco Attard / Oliver Bryant (Ecurie Ecosse-BMW Z4 GT3; 66,5). Austragungsort der fünften Runde der British GT wird Mitte August Brands Hatch sein.

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