Toyota GT86-Cup für mindestens 3 Saisons bestätigt

leutheusergt86.jpgToyota hat die Verlängerung des GT86-Cups für 2 weitere Jahre bekannt gegeben. Der mit dem Toyota GT 86 CS-V3 ausgetragene Markenpokal innerhalb der VLN Langstreckenmeisterschaft wird damit auch 2014 und 2015 stattfinden. Beim letzten VLN-Lauf traten immerhin 6 Fahrzeuge dieses Typs von 5 verschiedenen Teams an. Der GT-86-Cup ist einer von 4 aktuellen Markenpokalen, die 2013 in der VLN Langstreckenmeisterschaft ausgetragen werden: Neben dem Toyota-Cup sind dies der Opel OPC-Cup, der Renault Clio Cup und die Cup-Klasse für die Porsche Cup-Fahrzeuge.

Neben dem günstigen Anschaffungspreis der Einsatzfahrzeuge - 38.500 Euro exklusive bzw. 45.815 Euro inklusive deutscher Mehrwertsteuer - sprechen eine umfassende Betreuungslogistik und ein 50.000 Euro umfassender Preisgeldtopf für die Teilnahme am Cup mit den 200 PS starken heckangetriebenen Fahrzeugen. Für die Saison 2014 ist zudem ein Upgrade-Paket in Arbeit, das die Rundenzeiten noch weiter unter die 10min-Grenze bringen soll.

Kamm siegt 2x in Spa

stt5spa.jpgBeim fünften Lauf zur Spezial Tourenwagen Trophy am vergangenen Wochenende in Spa-Francorchamps ließ Edy Kamm seinen nächsten Doppelsieg folgen. Auf seinem Audi A4 DTM verwies der schnelle Eidgenosse die Chrysler Viper GTS-R von Pertti Kuismanen zweimal auf Gesamtrang 2. Auf dem dritten Platz landete in beiden Durchgängen Porsche-Pilot Ulrich Becker, der damit weiterhin an der Tabellenspitze liegt.

Zumindest die Anfangsphase beider Rennen ging eindeutig an Pertti Kuismanen. Der Vorjahresmeister konnte sich zweimal von der Pole aus absetzen, musste dann aber Edy Kamm ziehen lassen. Für den Audi-Piloten waren es die ersten Gesamtsiege auf der Ardennen-Achterbahn.

stt5spakamm.jpgWährend Edy Kamm nunmehr 6 Siege auf seinem Konto vorzuweisen hat, wartet Pertti Kuismanen weiterhin auf seinen dritten Gesamterfolg. Dafür verbuchte der sieggewohnte Finne wenigstens einen doppelten Erfolg in der großen STT-Kategorie. Ulrich Becker war in der Klasse 2 ebenso zweimal ganz vorne zu finden, zwei Klassensiege gab es außerdem für Georg Vetter (Porsche 964) und Marc Roth (Audi A4) zu feiern.

Wie schon in den vergangenen Rennen war die Klasse 3 heiß umkämpft. Jorma Vanhanen (Porsche 997 GT3 Cup S) und Romain Theissen (Porsche 997 GT3 R) teilten sich die Klassensiege. Ebenfalls zwei Sieger gab es in der Klasse 4, wo sich Andreas Schmidt (VW Scirocco) und Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) nach zwei harten Rennen durchsetzten. Die beiden Klasse 4- Piloten holten sich damit auch den Sieg in der Division II. Während Tijn Jilesen (Porsche 944) nach seinem Abflug das Rennen am Samstag noch verpasste, konnte der jüngste STT-Starter das zweite Rennen in der Klasse der 4-Zylinder Transaxle Porsche vor Franc Kooistra (Porsche 944 S2) für sich entscheiden. Im ersten Rennen hatte Kooistra noch den Sieg eingefahren.

Nach einer langen Sommerpause geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy erst vom 5.-6. Oktober auf dem Nürburgring weiter. Nur zwei Wochen danach findet ebenfalls auf dem Nürburgring das Finale der Traditionsrennserie statt.

Audi- & Ferrari-Siege bei der italienischen GT in Imola

2013itgt_imola_2start.jpgLauf 1 der 4. Runde der italienischen GT-Meisterschaft gewann am vergangenen Sonntag das Audi Sport Italia-Duo Capello / Sonvico mit ihrem Audi R8 LMS ultra mit einem Vorsprung von 2,276s vor dem Black Bull Swiss Racing-Ferrari der Piloten Venturi / Maino, dem der Antonelli Motorsport-Porsche von Passuti / Mapelli mit weiteren 1,5s Abstand folgte. Die GT Cup-Klasse gewann der GDL Motorsport-Porsche von Bianco / Babini.

Im 2. Lauf am Sonntag ging der Sieg an das Black Bull Swiss Racing-Duo, die mit dem weiss-orangenen Ferrari F458 GT3 Italia den Ebimotors-Porsche von Postiglione / Lucchini sowie den Audi Sport Italia-R8 von Kristofferson / Frassineti auf Distanz halten konnten. Die GT Cup-Klasse gewann der Antonelli-Porsche des Duos Baccani / Magli.

Die nächste Runde für das 16 Teilnehmer grosse Feld wird am 1. September ebenfalls in Imola stattfinden.

24h Spa - die Siegerkandidaten in der Pro-Klasse

66 Teams starten ab dem morgigen Donnerstag in die ersten Sessions des 24 Stunden Rennens von Spa-Francorchamps.  7 Audi R8 LMS ultra, 4 Aston Martin Vantage GT3, 7 BMW Z4 GT3 16 Ferrari F458 GT3 Italia, 1 Lamborgini Gallardo FL2, 10 McLaren MP4-12C GT3, 6 Mercedes SLS AMG GT3, 4 Nissan GT-R Nismo GT3 und 11 Porsche 911 GT3 - fast scheint es so als würden keine Wünsche offen bleiben. Doch mit Corvette, der Viper, dem Ford GT, dem Camaro, Jaguar und Maserati fehlen sogar einige der aktuellen GT3-Konstruktionen, was das hohe Potential dieser Klasse unterstreicht. Puristen mögen auch die Abwesenheit der Exoten-Konstruktionen aus den letzten Jahren bemängeln – wie des Gillet Vertigo oder des VDS-GT´s. Aber das ist nun mal der Preis, den man für die vollen GT3-Felder der letzten zwei Jahre zahlt, die nur mit GT3-Autos von der Stange bewerkstelligt werden können.

Aus Zeitgründen reduzieren wir die Preview in diesem Jahr auf die Betrachtung der Pro-Klasse, aus der sich aller Voraussicht nach der Gesamtsieger rekrutieren wird. 6 Audi, 1 Aston Martin, 4 BMW, 4 McLaren, 3 Mercedes, 1 Nissan, 4 Porsche und ein Ferrari sind hier alleine gemeldet – und mit Ausnahme von Aston Martin, McLaren und Ferrari haben aller Hersteller ihre besten Werksfahrer aufgeboten.

Beginnen wir mit Audi: Das WRT-Team - mit 4 Autos! - und Phoenix Racing mit 2 R8 vertreten die Farben der Ingolstädter. Zumindest 3 Wagen des aktuellen belgischen Siegerteams von 2011 und 2012 sind mit den Trios Ortelli / Vanthor / Rast, Stippler / Lotterer / Mies und Sandström / Eckström / Fässler alle ausreichend siegverdächtig besetzt. Bei Phoenix Racing sollte die #6 mit Haase / Primat / Jarvis nicht unterschätzt werden.

Auf Seiten von BMW hat Marc VDS zumindest mit dem Auto von Müller / Piccini / Klingmann einen festen Siegkandidaten im Feld. Aber auch Maxime Martin und seine Teamkollegen Bas Leinders / Yelmer Buurmann sollten zumindest nach der starken Vorstellung beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring nicht unterschätzt werden.

Unter den Mercedes-Crews sind mit der #84 von HTP-Motorsport mit Bernd Schneider, Maximilian Buhk und Maximilian Götz, sowie der ROWE Racing #127 mit dem Trio Seyffarth / Arnold / Graf zwei siegverdächtige Autos zu nennen. Nissan setzt einen Werks-GTR durch James Rumsey Motorsport ein der mit Lucas Luhr, Johnny Kane und Peter Dumbreck ebenfalls das Zeug zum Gesamtsieger hat.

porsche_911_rsr_gteins.jpgSchliesslich Porsche: 3 Jahre nach dem letzten Gesamtsieg durch die Privat-Mannschaft von BMS Motorsport hat Spa-Francorchamps wieder eine höhere Prio in Weissach bekommen. Gleich 4 hochrangig besetzte Teams wirft man auf das Schlachtfeld, das man in den letzten zwei Jahren Konkurrent Audi nur all zu bereitwillig überliess. Mantheys „Dicker“ mit dem Trio Lieb / Lietz / Pilet ist zumindest mal eine deutliche Ansage, dass sich die Audi-Crews warm anziehen müssen. Aber auch die französische Pro GT by Almeras-Mannschaft hat mit Bernhard / Bergmeister / Lapierre ein nicht minder potentes Trio an Bord, wobei Toyota-Werkspilot Lapierre mit Sicherheit kein Schwachpunkt in der Mannschaft sein wird. Schliesslich haben auch die beiden Prospeed Competition-Crews Hennnerici / Maassen / Soulet und Holzer / Tandy / Mapelli das Zeug dazu, zumindest um das Podium mitfahren zu können.

Als wäre dies nicht schon genug sind zahlreiche Werksfahrer auch in der Pro-Am-Klasse unterwegs – so Thomas Jäger (Black-Falcon), Peter Kox (Blancpain-Reiter), Lucas Ordonez (RJN Motorsport ), Tony Vilander und Mika Salo (AF Corse), Stefan Mücke (Beachdean AMR) und Matteo Malucelli (Team Ukraine). Wer also die besten GT-Piloten Europas alle in einem Rennen erleben möchte, wird an diesem Wochenende nicht um die 24h von Spa-Francorchamps herum kommen.

ALMS - Mosport - enger Sport in (fast) allen Klassen

Der ALMS-Lauf in Mosport Park am vergangenen Sonntag (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) war nur an der Spitze von überschaubarer Spannung geprägt. Mangels adequater Gegner - Dyson Racing setzte 2 Kundenpiloten auf den Lola und der Deltawing verrauchte nach einem kurzen Strohfeuer auf P2 liegend - fuhren Klaus Graf und Lucas Luhr auf ihrer Dienstfahrt einen weiteren Sieg in Richtung Titelverteidigung ein. Doch hinter dem HPD ARX-03c LMP1 des Muscle Milk Pickett Racing tobte das pralle Leben. In allen anderen Klassen entschied sich das 2 3/4 stündige Rennen zum Teil erst auf dem Zielstrich.

So gelang es Marino Franchitti den 2. Gesamttrang und Sieg in der LMP2 mit dem HPD ARX-03d LMP2 des Level 5 Motorsport-Teams erst in der letzten Runde zu sichern, als der Verfolgende Scott Sharp im Extreme Speed Motorsports-HPD ARX-03d LMP2 in den letzten Kurven vom führenden Luhr "abgeknipst" wurde. In der LMPC setzte sich Champion Colin Brown mit Partner Bennett an Bord des Core Autosport-Orecas etwas deutlicher durch, gefolgt vom Mishumotors-LMPC von Mirco Schultis und Renger van der Zande, die endlich ihr erstes ALMS-Podium erzielen konnten. Dabei setzte der Niederländer sich in der Schlussphase gegen den heftigst nachdrängelnden BAR1-Motorsports-LMPC der Lokalmatadoren Cummings / Marcelli durch.

Das knappste Finish gab es in der GT-Klasse. die erste Pole nützte den beiden SRT-Vipern am Ende doch nichts. Viper-Pilot Dominik Farnbacher fehlte am Ende auf die siegreiche Corvette von Millner / Gavin die Kleinigkeit von 0,27s. Dennoch begeisterte das Duell der amerikanischen GT-Boliden die Zuschauer und Kommentatoren der Serie. In der GTC-Kategorie war Alex Job Racing erneut das tonangebende Team an der Spitze. Doch hier war Verfolger Spencer Pumpelly im Flying Lizard Motorsport-Porsche zu lange mit dem Duell mit dem NGT Motorsport-Porsche von Sean Edwards beschäftigt gewesen. Dieses Duell endete erst, als Edwards gegen Rennende von einem GT-Porsche abgeräumt wurde.

Die nächste ALMS-Runde ist nun das Rennen in Elkhart Lake am 11.August.

24h Spa - aktuelle Änderungen der Nennliste

spa-grid2012.jpgKnapp eine Woche vor den 24 Stunden von Spa-Francorchamps kristallisiert sich die entgültige Nennliste des Events weiter heraus. So sind von der ursprünglichen Nennliste, die noch 72 GT3-Wagen umfasste, 7 Autos zurückgezogen worden. Blancpain Racing hat den Pro-Lamborghini zurück gezogen und bringt nur den Pro-Am-Wagen mit dem Quartett Kox / Hayek /  Menten / Haane an den Start. Auch der zuletzt in Paul Ricard und beim FIA-GT-Lauf in Zandvoort erfolgreiche Grasser Racing Team-Lamborghini muss passen, da man für Spa-Francorchamps keinen 4. Fahrer gefunden hat. Sainteloc hat beide Audis zurückgezogen und auch das Haribo-Racing Team verzichtet mit dem für Riegel / Stursberg / Dumas / Collard vorgesehenen Wagen auf einen Start. Ferner sind in der Gentleman-Trophy die Teams von M-Tech und das einzige deutsche Team – der MRS GT-Racing-McLaren MP4-12C GT3 - zurückgezogen worden.

Bei Marc VDS hat BMW-Fahrer Jörg Müller nun doch seinen noch aus der Masters-Runde in Spa-Francorchamps resultierenden Verletzungen Tribut zollen müssen und wird im 3. BMW Z4 GT3 des Teams (der #14) durch Dirk Müller ersetzt. Das Black Falcon-Team wird im Mercedes SLS AMG GT3 mit der #19 statt der Briten Morley & Tappy, die aus dem Masters bekannte HTP-Paarung Sergey Afanasiev und Andreas Simonsen an der Seite von Andrii Lebed einsetzen. Eine Reihe von Umbestzungen haben auch die 3 SMP Racing-Ferraris erfahren – unter anderem ist FIA-GT-Doppelchampion Matteo Bobbi an Bord der #70 gekommen. Bei Fortec-Motorsports neben Karl Wendlinger auch FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Pilot Alex Brundle mit an Bord der #62 gegangen.

Nunmehr starten nach neuestem Stand 65 GT3 bei der 65. Ausgabe des Klassikers in den Ardennen. Wurde in den letzten zwei Jahren Audi von den Konkurrenten bereitwillig das Feld überlassen, zeigt sich in diesem Jahr ein Wandel bei der Bedeutung des Events: Sowohl die Ingolstädter als auch Porsche, BMW, Mercedes und Nissan schicken ihre gesammelten Werksfahrermannschaften in die Ardennen – und wer weiss, wie stark diese besetzt sind, kann nur annähernd ahnen, welche Battle Royal uns am kommenden Wochenende dort bevorsteht. 65 Wagen in einer Fahrzeugklasse – nur unterteilt in 3 Fahrerkategorien – das dürfte nur schwer zu toppen sein.

Auch GT-Eins wird an diesem Wochenende vom Rennen in den Ardennen berichten. Ein Link auf den geplanten Bericht wird zeitig an dieser Stelle veröffentlicht werden.

Australische GT - aktueller Zwischenstand

Nachzutragen ist noch der Punktestand in der GT Championship-Kategorie der Australischen Meisterschaft: Klark Quinn (VIP Petfoods-Porsche 911 GT3 R; Bild) liegt mit 284 Zählern an der Tabellenspitze, gefolgt von dem zuletzt viermal in Folge siegreichen Jack Le Brocq (Erebus Motorsport-Mercedes SLS AMG GT3; 220) sowie Tony Quinn (VIP Petfoods-Aston Martin Vantage GT3; 202) und John Bowe / Peter Edwards (Maranello Motosport-Ferrari F458 GT3; 190).

 

Leipert gibt ADAC-Engagement auf

Leipert Motorsport hat den Rückzug aus dem ADAC GT-Masters bekannt gegeben. Das einzige verbliebene Lamborghini-Einsatzteam zog damit nach eigenen Angaben die Konsequenz aus der unbefriedigen Reifensituation, die schon in der letzten Saison die Einsatzteams von Reiter Engineering und Grasser Racing aus der Serie vertrieben hatte. Das Team begründete nun in einem ausführlichen Statement den Rückzug.

„Auf Grund der allgemein bekannten Problematik, dass der Reifenhersteller Yokohama und der ADAC seit 2012 in der ADAC GT-Masters keinen Reifen zur Verfügung stellen kann, der den Lamborghini Gallardo GT3 in eine wettbewerbsfähige Ausgangsposition versetzt, haben sich unsere Fahrer entschlossen, nicht mehr an der Rennserie teilzunehmen. Nachweislich ist der Lamborghini Gallardo GT3 mit Dunlop, Michelin und Pirelli-Reifen wettbewerbsfähig. Somit werden wir mit beiden GT3 Fahrzeugen an anderen Rennserien teilnehmen. Die Blancpain Endurance Serie, die FIA-GT Serie, die Britische GT Serie und die GT-Open schaffen es, ein ausgewogenes Starterfeld mit Markenvielfalt zu gleichen Wettbewerbsbedingungen zu präsentieren.

Wir können nur an den ADAC appellieren, sich dieser Problematik für 2014 zu stellen. Der DMSB hat auf Grund unseres schriftlichen Statements die BoP für den Lamborghini in Verbindung mit den Yokohama Reifen noch einmal geprüft und auf unsere Bitte hin die Fahrzeughöhe geändert. Das ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung und wird ggf. eine leichte Besserung der Situation herbeiführen. Es ändert aber nichts an der Grundsituation, dass die Reifen auf der Vorderachse nicht schnell genug auf Temperatur kommen, der Lamborghini somit vor allem im Qualifying keine Chancen auf Top-Platzierungen hat.“

German Sports Car Cup - Nürburgring

gsscnr1.jpgVor 165 000 Zuschauern fand vor einer Woche im Rahmen des Truck-Grand-Prix der dritte Lauf des AvD German Sports Car Cup, der deutschen Teilserie der Sports Car Challenge 2013, statt. Die Siege auf der Kurzanbindung des Nürburgrings teilten sich Andreas Fiedler im PRC WPR60 Turbo und Division 2-Pilot Sandro Bickel im Ligier JS53-Honda. Pechvogel der beiden Rennen war Sven Barth, der den neu entwickelten Division 1 Ligier-Honda gleich zweimal in Führung liegend abstellen musste.

Gleich vom Start weg gab es im ersten Durchgang einen engen Zweikampf um den Gesamtsieg. Polesitter Sven Barth, der erstmals den neu aufgebauten Ligier mit einen Honda Kompressor-Aggregat steuerte, musste sich richtig breitmachen. Andreas Fiedler ließ im PRC WPR60 Turbo nicht locker und folgte dem französischen Sportprototypen mit hauchdünnem Abstand. Ende Start und Ziel berührten sich die beiden Boliden beim Anbremsen Eingangs Mercedes Arena. Während Andreas Fiedler weiterfahren konnte, musste Sven Barth sein Fahrzeug mit einem Plattfuß zwei Runden vor Schluss abstellen. gsscnr3fiedler.jpgFür Andreas Fiedler bedeutete dies den ersten Saisonsieg, nachdem er in Hockenheim dem diesmal verhinderten Fabian Plentz den Vortritt lassen musste. Lange an der dritten Stelle im Gesamtklassement gelegen profitierte Tommy Tulpe im PRC WPR60 BMW vom HCB Racing Team letzten Endes vom Ausfall Barths. Dritter wurde Division 2-Pilot Sandro Bickel.

Die Division 2 war fest in der Hand von Sandro Bickel. Daran konnten weder Norbert Groer PRC-S4 Honda, noch Gerhard Münch (Norma M20-Honda) etwas ändern. In Lauf 1 an zweiter Stelle liegend hatte sich Gerhard Münch im ersten Rennen bereits nach fünf Runden beim Kampf um den zweiten Platz in der Division 2 verabschiedet. Zwar ging es nach einem Stopp noch einmal auf die Piste, doch mehr als der achte Platz und die zweitschnellste Zeit in der Division 2 war am Ende nicht mehr möglich. Somit ging der zweite Platz an Norbert Groer, der sich mit gerade einmal 0,668 Sekunden Vorsprung gegenüber Anja Jouhsen im Tatuus-Honda durchsetzte. Eine tolle Leistung bot die Drittplatzierte der Division 2, Anja Jouhsen, die denkbar knapp am zweiten Platz vorbeigeschlittert war. 

Am Sonntag sah es erneut danach aus, als ob Andreas Fiedler einen zweiten Sieg folgen lassen würde. Doch massive Getriebeprobleme verhinderten den nächsten Erfolg, so dass am Ende ein zweiter Platz, aber der zweite Sieg in der Division 1 zu Buche stand. gsscnr2bickel.jpgDen Sieg schnappte sich so eine Runde vor Schluss Sandro Bickel, der einen überzeugenden Auftritt im Division 2 Ligier JS53-Honda hinlegte. Der schnelle Österreicher war schon am Vortag als Gesamtdritter auf dem Treppchen gelandet. Schon am Vortag hatte Turi Breitenmoser angekündigt, dass er diesmal vor Tommy Tulpe bleiben würde. Nach dem vierten Platz am Samstag und Rang 3 in der Division 1 setzte sich der Eidgenosse gleich nach der zweiten Runde an die vierte Position im Gesamtklassement. Gerhard Münch machte zunächst ordentlich Druck, doch Turi Breitenmoser hielt diesem genauso Stand wie ab der neunten Runde „Tommy Tulpe“. Am Ende stand der dritte Gesamtrang zu Buche. Dahinter belgte Tommy Tulpe Platz 4. Der PRC-Pilot war zwischenzeitlich auf die sechste Gesamtposition zurückgefallen. Als der leichtere Norma-Honda von Gerhard Münch endlich geknackt war, biss sich Tommy Tulpe aber am PRC WPR60 Turbo von Turi Breitenmoser die Zähne aus. Im zweiten Heat war das Glück erneut nicht auf der Seite von Sven Barth. Gleich nach der Startfreigabe hatte der Ligier-Pilot einen Vorsprung auf Andreas Fiedler herausfahren können. Kurz vor der Rennhalbzeit wurde der Ligier plötzlich langsamer, ehe Sven Barth das Auto ganz abstellte.

Beim zweiten Durchgang behielt diesmal Gerhard Münch gegenüber seinen Verfolgern die Oberhand. Zwar war Sandro Bickel nicht zu erreichen, doch durfte der Norma-Pilot angesichts eines starken fünften Platz im Gesamtklassement mit seiner Leistung mehr als nur zufrieden sein. In den ersten zwei Runden konnte Norbert Groer den Norma noch hinter sich halten. Die schwierigen Streckenbedingungen wegen des Öls auf der Strecke und ein Missverständnis sorgten dann aber dafür, dass Gerhard Münch nicht mehr zu halten war.

Nach diesem äußerst gelungenen Auftritt vor großem Publikum geht für die Piloten des AvD German Sports Car Cup in eine längere Sommerpause. Ende August steht dann mit dem nächsten Lauf zur Sports Car Challenge Austria der nächste Lauf vor der Tür, ehe es im September mit dem AvD German Sports Car Cup in Dijon-Prenois weitergeht.

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