3. Gulf 12h auf dem Weg

gulf12hsundown.jpgDie Veranstalter der Gulf 12 hours haben eine erste Nennliste auf ihren Seiten veröffentlicht, die schon 19 Teams umfasst, welche vorab konkretes Interesse an der 3. Ausgabe des Langstreckenrennens auf der F1-Strecke von Abu Dhabi angemeldet haben. Die Teams verteilen sich über die 3 Kategorien GT3, GT4 und CN.

In der GT3-Klasse wollen gleich 4 Mannschaften mit Ferraris antreten. Die amtierenden Sieger der letzten beiden Ausgaben, AF Corse, haben gleich 6 Plätze vorreserviert, wobei allerdings nicht davon auszugehen ist das auch alle diese Autos besetzt werden können. Dergleichen ist Kessel Racing mit 4 Vorreservierungen und SMP Racing mit 3 Autos gelistet. Hinzu kommt das aus den Emiraten genannte Dragon Racing International Team. Der Rest der Liste umfasst 3 McLaren MP4-12C GT3 - u.a. von MRS GT-Racing - 3 Porsches, 2 Black Falcon Mercedes SLS AMG GT3 - hier könnte evtl. Bernd Schneider noch einen Langstreckenpokal in diesem Jahr abräumen -, 2 Vita4One-Racing BMW Z4 GT3, einen Audi, einen Aston Martin Vantage GT3 und einen Maserati GT3 des Swiss Racing Teams.

5 Mannschaften sind derzeit in der GT4-Kategorie gelistet, so die Ginetta-Teams von Optimum und Nova Race und die Aston Martin Vantage GT4-Crews von Barwell Motorsport sowie einem lokalen Team aus Abu Dhabi .

Bei den CN – das Rennen das aus zwei 6h-Abschnitten besteht, ist eines der wenigen Langstreckenevents, bei denen auch die kleinen Prototypen zugelassen sind – sind lediglich die italienische Avelon Formula-Mannschaft und ein weiteres italienisches Team gelistet, das ebenfalls mit einem Wolf GB08 antreten möchte.

Die vierte ausgeschriebene Kategorie – die der Porsche Cup-Fahrzeuge – ist noch nicht mit konkreten Nennungen belegt. Hier möchte man laut Aussagen von Promotor Andrea Ficarelli mindestens 4 Mannschaften an den Start bekommen. Mit dem vom 11.-13. Dezember angesetzten Gulf 12 hours versucht die arabische Strecke von Abu Dhabi einen weiteren Langstreckenevent in der Region zu etablieren, der die 24 Stunden von Dubai im Folgemonat ergänzen soll.

Brasilianische GT - Umbesetzung im Blau Motorsport-Lamborghini

Blau Motorsport-Lamborghini Gallardo LP600+ - www.portalgt.com.brNachdem Allam Khodair wegen anderweitiger Verpflichtungen an der Runde der Brasilianischen GT-Meisterschaft am 17./18.08. in Sao Paulo nicht teilnehmen kann, wird dort Marcos Gomes als Co-Pilot von Marcelo Hahn im Lamborghini Gallardo LP600+ des Equipe Blau-Teams (Bild) antreten.

Bellof bekommt eigene Kurve auf der Nordschleife

stefan-bellof-s-nurburgring.jpgIm Rahmen des Oldtimer GP am vergangenen Wochenende ist die Nordschleifen-Kurvenkombination hinter dem Sprunghügel „Pflanzgarten 2“ in „Stefan Bellof-S“ umbenannt worden. Damit ehrte der ADAC den bis heute ungeschlagenen Rekordhalter auf der Nordschleife, der mit einer Runde von 6:11,16 Minuten am 28. Mai 1983 beim Training zum 1000km-Rennen auf der wegen des Umbaus der GP-Strecke auf 20.832 km verkürzte Nordschleife die bis heute einzige Runde mit einem Schnitt von über 200km/h erzielte. Im Rennen selber schied Bellof nach einem spektakulären Unterluft-Überschlag mit seinem Porsche 956 (Chassis-Nummer 007) just in diesem Streckenabschnitt aus.

Das deutsche Sportwagentalent, das zwei Jahre später in Spa-Francorchamps in einem Gruppe C-Porsche auf tragische Weise ums Leben kam, wurde somit posthum für seine bis heute ungeschlagene Leistung auf der Nordschleife verewigt.

GT-Corse plant SP9-Ferrari

Wie unsere Kollegen von Motorsport Magazin.com bereits vor zwei Wochen vermeldeten, wird das in der VLN Langstreckenmeisterschaft engagierte GT-Corse-Team von Teamchef Danny Pfeil sein Ferrari-Engagement ausbauen. Wie wir bereits Anfangs des Jahres vermeldeten, ist man bereits seit einigen Rennen mit einem zweiten Ferrari F458 Challenge ausgestattet, wobei beim letzten VLN-Lauf auch beide Autos zum Einsatz kamen. Und ab September soll ein echter GT3-Ferrari - von Pfeil uns gegenüber schon beim 24h-Rennen als nächste Ausbaustufe des Programms angekündigt - hinzukommen.

Dieser Ferrari F458 GT3 Italia soll im September gleich drei Rennen bestreiten: Neben dem 38. DMV Grenzlandrennen und dem 45. ADAC Barbarossapreis will Pfeil mit dem neuen Boliden auch beim Blancpain 1000km Rennen, dem Finale der Blancpain Endurance Serie am Nürburgring starten. "Das Auto wird bei seinen ersten beiden Rennen von unseren Stammfahrern Alexander Mattschull und Pierre Ehret gefahren sowie von unserem Entwicklungsfahrer Pierre Kaffer begleitet werden", verriet Pfeil bei Motorsport-Magazin.com.

2014 will man dann sowohl mit den umgebauten Challenge-Ferraris in der SP8 – ein eigenes Entwicklungsprojekt bei dem die Challenge-Fahrzeuge nordschleifentauglich gemacht werden – als auch in der gesamtsiegfähigen SP9 mit dem GT3 einen Grossteil der VLN-Saison bestreiten. Zwei Jahre nachdem Farnbacher Racing die ersten Akzente mit einem Ferrari auf der Porsche- und BMW-Hausstrecke Nürburgring-Nordschleife setzen konnte, wagt sich also erneut eine Ferrari-Mannschaft in die Höhle (oder Hölle?) des Löwen vor.

Speed Euro Series - Rennen in Dijon abgesagt

Die für 06.-08.09. in Dijon vorgesehene dritte Runde der Speed Euro Series findet wegen einer zu geringen Anzahl an Nennungen nicht statt. Somit verbleibt dieser Serie für heuer nur noch die Veranstaltung Ende September in Spa-Francorchamps.

Ein kurzer Blick in die Balance of Performance des Masters

Die vieldiskutierte BoP entpuppt sich bei genauem Hinsehen als zwar sehr flexibles, aber vielschichtiges und nicht einfach zu verstehendes Element der Einstufung von Autos – diese Erfahrung musste in den vergangenen 2 Wochen auch unser Berichterstatterteam im ADAC-GT-Masters machen. Dem Wunsch von Mitgliedern unseres Forums nachkommend haben wir versucht im Rennbericht den Rundenzeitenstatistiken auch die Handikapgewichte der Autos hinzuzufügen. Diese auf den ersten Blick einfache Aufgabe alleine wird schon dadurch erschwert, dass dabei streng genommen 5 Gewichte mit eingefügt werden müssen. Dem zugrunde liegenden Basisgewicht des Autos müssen das BoP-Zusatzgewicht zur Nivellierung auf das gleiche Leistungsniveau, das erfolgsbedingte Handikap-Geicht, das evtl. Gaststartergewicht und Zusatzgewichte, die sich aus dem Niveau der Fahrerpaarung ergeben (2 Platinpiloten schleppen mehr „Ehrenblei“ herum als 2 Amateure), hinzuaddiert werden. Fasst man alle diese Gewichte zum Beispiel für das 2. Rennen am Red Bull Ring zusammen, ergibt sich für die schnellsten Fahrzeuge der einzelnen Marken das folgende Bild:

rbrrace2marken.jpg

Gegenüber dem Rennbericht des Rennens, der nur die Zusatzgewichte aufschlüsselte, wird nun klar, warum z.B. der Camaro dem Feld trotz des Einsatzes eines Peter Kox am Steuer so hinterherhinkte. Das Fahrzeug schleppte gegenüber dem Lamborghini Gallardo der mit einem Wagen ebenfalls als Gaststarter antretenden Grasser Racing-Mannschaft 120kg mehr Gewicht mit sich herum – und krankte zudem noch am Trainingsrückstand aufgrund von mehreren ausgelassenen Sessions am Freitag (Motorenwechsel). Dass dieser - zusammen mit dem gegenüber dem Vorjahr um 9mm verkleinerten Restriktor - entscheidend war, zeigte die fast gleich schwere Corvette, der 2 Siege auf dem Red Bull Ring gelangen. Der Kurs mit seinen langen Bergaufgeraden kam der Charakteristik der Z06-R entgegen: Hier zählte Motorleistung – die der Camaro sicherlich sonst auch besser hätte umsetzen können.

100kg Zusatzgewicht für den Ford GT - wie im Rennbericht angegeben - klingen zwar martialisch, wenn man aber angesichts des geringen Basisgewichts von 1190kg das Gesamtgewicht von 1290kg betrachtet, war der Ford für den leistungsrelevanten Red Bull Ring damit durchaus in die selbe Leistungsklasse an der Spitze eingeregelt, was Rang 4 im Rennen unterstrich.

Die leichtesten Autos brachte Porsche heuer in die Steiermark, wobei diese gegenüber den Hubraummonstern vom Schlage Corvette, Mercedes und Ford ihren Vorteil aus dem Vorjahr angesichts der fortgeschrittenen Reifenentwicklung nicht wirklich umsetzen konnten. Auch war Porsche aufgrund der BoP mit 9mm kleineren Restriktoren als im letzen Jahr unterwegs. Der am Ende bestplazierte Audi zum Beispiel war mit 1315kg eher im Mittelfeld zu finden. Hier versucht man immer noch mit den Yokohama-Reifen warm zu werden, die - wie bei allen Mittelmotorautos - auf der Vorderachse erst auf Temperatur gebracht werden müssen.

Als wenn dies nicht schon kompliziert genug ist, gibt es noch 2 zusätzliche regulative Elemente. Die Restriktorgrössen und - für einzelne Modelle - die minimalen Bodenfreiheiten sind ebenfalls im Reglement festgeschrieben. Von letzteren sind zum Beispiel zur Zeit der Lamborghini und der Camaro betroffen – 2 Fabrikate, die allerdings zur Zeit nicht gerade mit überlegenen Leistungen im Masters protzen.

Am Eurospeedway Lausitzring in 2½ Wochen werden die Karten sicherlich anders verteilt sein: Dann kommt die deutlich andere Streckencharakteristik mit ihren langgezogenen Kurven den BMWs, Audis und Porsches wieder mehr entgegen – und Corvette und Ford schleppen dort ihren Erfolgsballast von Spielberg mit sich herum. So sorgt die vieldiskutierte BoP wahrscheinlich auch dort für 2 abwechslungsreiche Rennen.

Sin Cars vor Renndebüt in England

sincarraceversion.jpgÜber das Sin-Car Projekt hatten wir ja bereits Anfangs dieses Jahres berichtet. Nun scheint es, dass am kommenden Wochenende bereits das erste Motorsportkapitel dieser Kit-Car-Konstruktion beginnen wird. Angeblich soll in der britischen GT-Cup-Serie beim anstehenden Lauf in Silverstone eine erste Rennversion des Rohrrahmenboliden eingesetzt werden. Gegenüber der Strassenversion ist der Rennbolide mit mehr Leistung und einem verfeinerten Aerodynamikpaket versehen worden. Als Fahrer wird Sincar-Gründer Rosen Daskalov bei den beiden Sprintrennen antreten.

GT Brasil - Sao Paulo - Vorschau

Die vierte Runde der Brasilianischen GT-Meisterschaft, die seit kurzem unter der Bezeichnung "Campeonato Sudamericano de GT" auftritt, wird von 16.-18.08. in Sao Paulo ausgetragen. Die Serie kann heuer nur relativ kleine Starterfelder aufbieten, zuletzt waren unter den 13 startenden Wagen lediglich drei in der GT3-Pro/Am-Kategorie gemeldet.

Asiatische LMS verlegt Finale

3hinjelmp2feld.jpg Die Asiatischen Le Mans Serie hat ihren Kalender erneut umstellen müssen. Statt auf der indonesischen Strecke von Sentul wird der Saisonabschluss am 8. Dezember im malaiischen Sepang ausgefahren. Probleme bei der Homologation des Kurses in Indonesien zwangen den ACO zur Terminverschiebung. Zufällig fand am selben Wochenende ein 1000km Rennen in Malaysia statt, so dass sich kurzfristig die Gelegenheit ergab, bei dessen Organisation aufzuspringen.

Der aktuelle Kalender für die drei verbleibenden Runden der Serie lautet wie folgt:
Lauf 2 - 22.September – Fuji Speedway, Japan
Lauf 3 - 13. Oktober - Zhuhai International Circuit, China
Lauf 4 - 8. Dezember - Sepang International Circuit, Malaysia

Statistik-Rückblick aufs Masters in Spielberg

Der ADAC-GT-Masters-Lauf in Spielberg (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) war aus mancher Hinsicht ein bemerkenswertes Rennen - hier eine Zusammenstellung der Fakten:

  • Seit diesem Wochenende ist die Corvette das erfolgreichste Modell der Meisterschaft. Durch den Doppelsieg von Alessi / Keilwitz, die nun in der Meisterschaftstabelle bis auf einen Punkt auf die neuen Tabellenführer Götz / Buhk aufschliessen, hat die Corvette Z06 GT3 nun 16 Siege in den bisher 96 Rennen der Meisterschaft eingefahren. Der Audi R8 LMS - die erste Version von Audis GT3-Renner – hatte bis zu seiner Ablösung durch den ultra 15 Siege markieren können.

  • Wenn man die Statistik allerdings nach Herstellern zusammen stellt, dann sieht die Sache anders aus: 21 Siege für Lamborghini (mit 3 Fabrikaten), 18 Siege für Audi, 16 für Corvette und 14 Siege für Porsche stehen dann auf dem Tableau.

  • Jeweils der 7. Sieg für Daniel Keilwitz und Diego Alessi. Damit ziehen die beiden Corvette-Piloten mit Luca Ludwig gleich und dürfen sich - vorläufig – als 4.erfolgreichste Piloten der deutschen GT3-Serie bezeichnen.

  • Am Sonntag konnte Callaway Competition den 14. Sieg des Team feiern.

  • Dank Alessis Erfolgen steigen die Italiener zur 4.erfolgreichsten Fahrernation im Masters auf. 2 zusätzliche Siege gingen in der Debütsaison auf das Konto von ex-F1-Pilot Gianni Morbidelli.

  • 12. Podium für Maximilian Götz, der damit in die Top-10 der Podiumsbesucher des Masters vorstösst. Ebenso wie Keilwitz und Alessi, die ebenfalls zum 12.ten Male auf das Treppchen klettern. Dominik Schwager stieg im ersten Lauf am Samstag zum 10. Male auf das Stockerl.

  • Zehntes Podium auch für eine Ford GT-Mannschaft. Die Corvette ging in dieser Wertung mit nun 42 erzielten Podien am Ur-Lamborghini (41) vorbei auf P2 hinter dem Ur-Audi (45).

  • Herstellerseitig sieht es auch in dieser Wertung anders aus, wenn man die verschiedenen Modelle zusammenfasst: Lamborghini führt mit 54 erzielten Podien vor Audi (49) Porsche (46) und Corvette (42).

  • Dominik Schwager und Diego Alessi erzielten ihre jeweils dritte Meisterschaftspole. Für die Corvette war dies die 15.te Pole, für den Ford GT die siebte. Lambda Performance feierte die 3. Pole, Callaway Competition die offiziell Zwölfte.

  • Mit 26 Autos trat das bislang kleinste Masters-Feld in der Steiermark an. Auch war vom Speed her diese Runde nicht so schnell wie die vorangegangene in 2012, wo schnellere Rundenzeiten erzielt wurden.

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