Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in VdeV Serien
Am 31.08. um 13:00 Uhr werden die Teilnehmer von VdeV Endurance Proto und VdeV Endurance GT/Tourisme zu einem gemeinsamen 12-Stunden-Rennen auf dem Circuit de Motorland Aragon starten. Für den längsten Saisonlauf der beiden VdeV-Langstreckenserien sind insgesamt 37 Wagen gemeldet - 26 CN-Prototypen (14 Norma M20FC, 8 Tatuus PY-012, 2 Wolf GB08, 2 Ligier JS51) treffen auf 11 GT-Fahrzeuge (7 Porsche, je ein Ferrari F458 GT2, Mosler MT900 GT3, Lamborghini Gallardo und Audi R8 LMS).
Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Im Vorjahr feierte Nicki Thiim in Spa-Francorchamps seinen ersten Sieg im Porsche Mobil1 Supercup. Jetzt kehrt er als einer der Titelkandidaten auf die Traditionsrennstrecke in den belgischen Ardennen zurück. Was sich nicht geändert hat in diesem einen Jahr, ist die starke Konkurrenz mit Tabellenführer Sean Edwards an der Spitze, der sich mit seinem Sieg in Budapest mit nun 88 Punkten etwas von seinen Verfolgern absetzen konnte. Mit einem weiteren Erfolg in Spa könnte Nicki Thiim - derzeit mit 16 Punkten Rüchstand Tabellenzweiter vor den Verfolgern Ammermüller und Giermaziak - zumindest Anschluss halten.
Das Rennen findet am kommenden Wochenende statt - die TV-Sender Eurosport und Sky übertragen es live.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Die IMSA hat bei einem Windkanaltest eines HPD ARX-03b LMP2 von Extreme Speed Motorsports eine Woche nach dem ALMS-Lauf in Elkhart Lake nach eigenen Angaben genügend Erkenntnisse gesammelt, um die Lücke zwischen den LMP2 und den Daytona Prototypen hinreichend schliessen zu können. Das hat Scott Elkins, der technisch Verantwortliche der IMSA zumindest unseren Kollegen von Speed.com kund getan. Demnach hat man diverse aerodynamische Konfigurationen am LMP2-Honda ausprobiert, die zusammen mit den projektierten Performance Upgrades der DP beide Fahrzeugkonzepte auf ein Leistungslevel bringen sollen. Praktisch bedeutet dies, dass die LMP2 eingebremst werden sollen und die DP Motoren- und Aerodynamikupgrades bekommen. Dabei sollen sich die ausprobierten Änderungen auch auf andere Prototypenfabrikate übertragen lassen – derzeit ist der HPD ARX-03b LMP2 die einzige im Feld vertretene LMP2-Konstruktion in der ALMS.
Angesichts des gemeinsamen Wochenendes der Grand Am und der ALMS in Road Atlanta war eine Leistungslücke von 3s pro Runde bei vergleichbaren Streckenbedingungen auf dem 6,5km langen Highspeed-Kurs von Road Amerika offensichtlich geworden. Daher verbleibt speziell bei den DP-Teams eine gehörige Skepsis, ob die angekündigten Massnahmen ausreichen werden, um LMP und DP tatsächlich in einer Klasse in der neuen USCR auf Augenhöhe gegeneinander antreten zu lassen.
Zumindest ein DP-Team spielt daher schon mit dem Gedanken, auch einen LMP2 an den Start zu bringen. Die Mannschaft von Chip Ganassi Racing schaut sich nach diversen Quellen schon interessiert auf dem LMP2-Markt um. Und auch eine weitere aus der Vergangenheit der ALMS bekannte Mannschaft hat angesichts der Fusion von ALMS und Grand Am ihre Sportwagenambitionen wiederentdeckt: Die Truppe von Andretti Green Racing liebäugelt mit einem Wiedereinstieg in die LMP2-Szene. Allerdings will Teambesitzer Michael Andretti den Schritt nur wagen wenn er mit einem werksunterstützten Programm verbunden ist. Das schränkt die Anzahl der möglichen Partner (Alpine? Morgan? Caterham? Nissan?) gehörig ein.
Derzeit haben nur die Mannschaften von Extreme Speed Motorsports und Dyson Racing Pläne für einen LMP2-Einsatz 2014 bekannt gegeben. Level 5 Motorsport hat sich diesbezüglich noch nicht geäussert, während bei Muscle Milk Pickett Racing derzeit die Weichen für ein Indy-Car Programm gestellt werden. Von daher ist noch reichlich Entwicklungspotential für die LMP2-Szene innerhalb der USCR gegeben.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Gemäss einer Meldung unserer Kollegen von Speedweek hat Luca Ludwig während der laufenden Saison den Wechsel von Audi zu Mercedes vollzogen. Der Sohn von Mercedes-Markenbotschafter und Rennlegende Klaus Ludwig gehört anscheinend nun dem erweiterten Fahrerkader von AMG an und soll beim ADAC GT-Masters-Finale in Hockenheim auf einem Mercedes von HTP Motorsport und bei den 12h von Sepang gemeinsam mit Thomas Jäger und Lucas Wolf auf einem Mercedes SLS AMG GT3 des Petronas Syntium Teams antreten.
Ein Einsatz beim Blancpain 1000km-Rennen auf dem Nürburgring, dem Finale der Blancpain Endurance Serie im kommenden Monat, wäre ebenfalls eine denkbare Option. In der Blancpain Endurance Serie hatte Ludwig auch in diesem Jahr schon seinen ersten Einsatz in einem der Flügeltürer: Auf dem HTP-SLS absolvierte er beim Rennen in Le Castellet sein Debüt auf Rang 5, wobei er, Maximilian Buhk und Alon Day nur durch eine klemmende Tür bei einem der Boxenstops von einem Rang auf dem Gesamtpodium abgehalten wurden.
In der laufenden Saison gehörte Ludwig noch zum erweiterten Kader des Phoenix Racing-Teams, mit dem er das 24 Stunden Rennen am Nürburgring bestritt. Die erfolgreichsten 2 Jahre verbrachte er von 2010-11 mit der Abt Sportsline-Mannschaft. Im ADAC GT-Masters gehört er mit 7 Siegen, 17 erzielten Podiumsplätzen und 2 Pole-Positions zur Top-5 Riege der erfolgreichsten Piloten der Meisterschaft.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Im Vorfeld des Opel 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennens, dem 5. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft, hat das Team Timbuli Racing den Rückzug aus der Meisterschaft aufgrund der Trennung vom bisherigen Einsatzteams von Rinaldi Racing bekannt gegeben, das sich seit 2012 für den Einsatz der beiden Porsche 911 GT3 R verantwortlich zeichnete. Als Hintergrund wurden offiziell unterschiedliche Auffassungen über die Fortsetzung der Zusammenarbeit und die Ziele von Timbuli Racing genannt.
Das Team aus Wiesbaum in der Eifel will nun künftig die Zusammenarbeit mit seinem Partner Porsche Zentrum Koblenz intensivieren und eine eigene technische Infrastruktur für den Einsatz der Rennfahrzeuge aufbauen. Damit will man 2014 nicht nur in die VLN Langstreckenmeisterschaft zurückkehren, sondern auch eine weitere nationale Serie in Angriff nehmen. In Frage kommende Serien wurden nicht genannt, von daher bleibt offen, ob man das ADAC GT-Masters oder doch eher ein Championnat wie die DMV-Touringcar Championship anpeilt.
Timbuli Racing erzielte in der Auftaktsaison 2012 zwei Klassensiege in der SP7 und drei Podestränge im Gesamtklassement. Ein weiterer Höhepunkt war die Pole-Position beim dritten Lauf diesen Jahres mit der Porsche-Bestzeit von 8:03 Minuten, gefahren von Norbert Siedler. Siedler sowie Pierre Kaffer und Marc Hennerici, Marco Seefried und Christopher Brück waren nur einige der klangvollen Namen talentierter Nordschleifenexperten, die das Team auf seinen beiden Porsche zum Einsatz brachte.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld startet am kommenden Samstag der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft. Das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen genießt alleine aufgrund seiner um 50 Prozent längeren Distanz im Vergleich zu den regulären 4h-Läufen eine Ausnahmestellung bei Teilnehmern und Fans. Und so ist es nicht verwunderlich, dass 214 Fahrzeuge auf der Nennliste für den fünften Laufes stehen. Zudem ist die Wettervorhersage hervorragend, so dass einem fantastischen Motorsporttag auf dem Traditionskurs nichts im Weg steht.
20 SP9-(=GT3)-Autos werden in der gesamtsiegfähigen Top-Klasse erwartet. 6 Audi R8 LMS GT3, 5 Porsche 911 GT3, 4 Mercedes SLS AMG GT3, 3 BMW Z4 GT3 und je ein McLaren MP4-12C GT3 und Ford GT starten in der Top-Klasse. Nach dem vieldiskutierten kurzfristigen Rückzug beim letzten Lauf ist ROWE Racing mit seinen beiden SLS nun wieder dabei. Als Gaststarter sind ein Porsche GT3
der italienischen Mannschaft von de Lorenzi Racing sowie der britische Fortec Motorsport-Mercedes für das Trio Forster / Leonart / Wilson genannt. Auf dem Ford GT der Mannschaft von Jürgen Alzen verstärkt ADAC GT-Masters-Pilot Dominik Schwager das Fahrerduo Alzen / Deutgen. Die Audi Race Experience setzt mit Marko Werner, Christopher Mies und Markus Winkelhock erstmals auf eine reine Pro-Besatzung. Die Top-Teams von Mercedes (ROWE Racing), BMW (Schubert Motorsport), Audi (Phoenix Racing) und Porsche (Frikadelli Racing Team, Falken & Manthey Racin ) sollten hier alle ein Wörtchen um den Sieg mitreden können.
Aber vielleicht spuckt den SP9-Teams eine SP8-Mannschaft in die Suppe? Die beiden Porsche-Mannschaften von Kremer Racing und Manthey Racing haben in dieser Klasse zwei 911er genannt.
Olaf Mantheys "Dicker", der von der SP7 in die SP8 umgruppiert wurde, um den Teamkollegen nicht die Punkte in der Meisterschaft streitig zu machen, ist wie auch der Kremer-Wagen mit einem grösseren Motor bestückt worden und zudem mit Nick Tandy und Jochen Krumbach gut besetzt. Neben 4 Lexus und 3 Aston Martin bringt GT-Corse beim 6h Rennen 3 F458 Challenge an den Start, die von gleich 11 Piloten bewegt werden sollen.
Während in der SP7-Klasse 17 Teilnehmer mit überwiegend Porsche-Fahrzeugen gemeldet sind, die von 7 Porsche-Cup-Fahrzeugen in der Cup2-Klasse unterstützt werden, sind in der SP10-Klasse der GT4-Fahrzeuge 9 Teilnehmer gemeldet. 6 Aston Martin Vantage GT4 und 3 BMW M3-GT4 kämpfen dort um den Klassensieg, der voraussichtlich wieder zwischen den Einsatzteams von Bonk Motorsport und Mathol Racing entschieden wird.
5 Teams sind für den Toyota GT 86-Cup gemeldet in dem die Teams von Leutheuser Racing, Renstal Excelsior, Ring-Racing und Toyota Swiss Racing die Dörr Motorsport-Mannschaft mit Cup-Tabellenführer Arne Hoffmeister jagen.
Rund um die Nordschleife ist der Eintritt frei. Für den Zugang zum Fahrerlager und den Tribünen am Grand-Prix-Kurs sind pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten; Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Das Rennen startet pünktlich um 12 Uhr, zuvor geht es im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr um die besten Startplätze.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
Am vergangenen Wochenende fand die 4. Runde der European GT 4 Trophy im schwedischen Anderstorp statt. Zusammen mit dem Feld der sich in ihrer ersten Saison befindenden neuen schwedischen GT4-Meisterschaft, die zusammen mit der schwedischen GT3-Serie in einem Rennen startet, nahm auch das Feld der europäischen Trophy an den beiden 1h-Rennen auf dem traditionsreichen skandinavischen Flugplatzkurs teil, was das GT4-Feld auf 15 Teilnehmer anwachsen liess.
Lauf 1 am Samstag gewann die schon bei der letzten Runde in Spa-Francorchamps stark auftrumpfende Las Moras-Chevrolet Camaro-Mannschaft von Bertus Sanders und Max Braams mit 6,4s Vorsprung vor dem Ekris Motorsport-BMW M3-GT4 auf dem ADAC GT-Masters-Pilot Simon Knap den familliär verhinderten Bernhard von Oranje an der Seite von Ricardo van der Ende vertrat. Den letzten Podiumsrang belegte die HDI Gerling-Corvette GT4 von Snoeks / Nooren. Das deutsche Team von Pro Sport Performance belegte mit dem Porsche GT4 von Jörg Viebahn und Adam Christodoulou Rang 5.
Lauf 2 wurde am Sonntag eine Beute der Corvette-Mannschaft, die damit ihren ersten Saisonsieg in der Trophy notierte. Kelvin Snoeks und Maik Barten setzten sich gegen den zweiten Las Moras-Camaro von Duncan Huisman / Luc Braems durch, die am Vortag noch von einem Schaltungsproblem aufgehalten worden waren. Rang 3 belegte der Ekris Motorsport-BMW, der sich im Kampf um den letzten Podiumsrang gegen die direkten Meisterschaftskonkurrenten von Pro Sport Performance durchsetzen konnte. Dennoch übernahm Jörg Viebahn in Schweden die Führung in der Amateurklasse, während Ricardo van der Ende seine Meisterschaftsführung in der Pro-Klasse ausbauen konnte.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
In etwas weniger als zwei Wochen versammeln sich Rennteams aus der ganzen Welt auf dem Circuit de Catalunya, bekannt als Austragungsort des spanischen Formel-1-Grand-Prix, für das 24h Rennen von Barcelona. In diesem Jahr steht ein Feld mit Fahrern aus 27 Ländern und Teams mit 14 verschiedenen Nationalitäten am Start. Die vorläufige Nennliste umfasst 64 Teams mit einer großen Verschiedenheit an GTs, Tourenwagen und 24H Specials, was ein aktionsreiches Rennen verspricht.
Im Jahr 2011 starteten die spanischen Veranstalter des Circuit de Catalunya und des katalanischen Automobilclubs RACC eine Zusammenarbeit mit der niederländischen Agentur Creventic, die als Initiator und Ausrichter von Langstreckenrennen wie die 24 Stunden von Dubai und die 12h von Ungarn bekannt ist. Im gleichen Jahr wurden in Barcelona erstmals auch GT-Fahrzeuge zugelassen und so stieg die Popularität des Rennens schnell an. „Für uns passten die 24H BARCELONA sehr gut in das bestehende Paket, zusammen mit unseren Rennen in Dubai und Ungarn, während wir den spanischen Veranstaltern helfen konnten, mehr Teams von außerhalb Spaniens anzusprechen“, sagt Gerrie Willems von Creventic. „Die Entwicklung des Rennens ist vergleichbar mit jener in Dubai, eine Veranstaltung, die mittlerweile ein Fixpunkt im internationalen Motorsportkalender geworden ist. Es besteht kein Zweifel daran, dass die 24H BARCELONA den gleichen Weg gehen werden.“
Das Konzept mit verschiedenen Klassen kommt auch bei den 24H BARCELONA zum Einsatz. In der Klasse A6 gehen GT3-Fahrzeuge an den Start. Aktuell sind hier ein Aston Martin Vantage GT3 des Barwell Teams, ein Ferrari F430 GT3 Scuderia der dänischen Bremer Racing Mannschaft, ein Ferrari 458 GT3, ein Porsche 911 GT3 RSR von Stadler Motorsport – hier starten Norbert Siedler und Dominik Baumann - sowie drei Mercedes-Benz SLS AMG GT3 der Teams Car-Collection, De Lorenzi Racing und Hofor-Racing eingeschrieben. Hingegen fehlt die Siegermannschaft aus dem Vorjahr, der Lapidus Racing-McLaren MP4-12C GT3.
Es gibt eigene Klassen für Cup-Fahrzeuge der Porsche-Baureihen 997 und 996, während GT4-Autos, Silhouetten-Fahrzeuge und weitere spektakuläre Sportwagen in den Klassen SP2 und SP3 an den Start gehen. Die Klassen A2, A3T, A4 und A5 sind für Tourenwagen mit Benzinmotoren bestimmt. Autos mit Dieselmotoren fahren in der Klasse D1 oder D2. „Neben einer Vielzahl von europäischen Teams haben wir auch Mannschaften aus Australien, Neuseeland, Mexico und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Fahrer kommen ebenfalls aus der ganzen Welt, sogar aus Japan, Südafrika, Malaysia, den Vereinigten Staaten, Brasilien, Venezuela, Russland, ...“, zählt Gerrie Willems auf.
„Ein neues Element für dieses Jahr ist die Ausstattung sämtlicher Fahrzeuge mit einem Fahrer-ID-Transponder, so dass zu jeder Zeit einfach festgestellt werden kann, welcher Fahrer sich hinter dem Lenkrad eines Autos befindet. Wir werden auch eine Live-Webseite mit Videobildern, Livetiming und aktuellen Meldungen haben. Darüber hinaus gibt es Fotos und regelmäßige Updates auf Facebook und Twitter.“
Auf dem Circuit de Catalunya wird am Freitag, den 6. September, von 16:30 bis 17:15 Uhr im freien Training erstmals gefahren. Danach folgen das Zeittraining von 17:45 bis 19:45 Uhr und das Abendtraining von 21:00 bis 23:00 Uhr. Das 24-Stunden-Rennen startet am Samstag, den 7. September, um 12:00 Uhr.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Japanische Super GT
Im Vorfeld der 1000km von Suzuka haben Lexus, Honda und Nissan ihre nächstjährigen Fahrzeuge für die GT500-Klasse vorgestellt. Statt auf einem eigenen Reglement basieren die neuen Autos auf dem DTM-Reglement. Die Organisatoren der Super-GT hatten anfangs des Jahres eine entsprechende Vereinbarung mit der ITR unterzeichnet, welche die Verwendung der Einheitschassis-Komponenten des deutschen Serie für die Top-Klasse der japanischen Serie, die ebenfalls auf eine starke Werksunterstüzung baut, für mindestens 4 Jahre vorsieht. Bei den Triebwerken bauen die Japaner auf 2l-Turbo-Motoren mit Hybridtechnik und sind damit dem DTM-Motorenreglement, das dieses Motorenformat erst für 2016 plant, um 2 Jahre voraus.
Bei 2 Herstellern gibt es anlässlich des Reglementschnitts einen Modellwechsel. Lexus setzt mit dem LF-CC - anstelle des bisher eingesetzten SC430 - eine Designstudie ohne konkreten Serienbezug ein. Honda wechselt von der bisher eingesetzten Designstudie HSV-010 zum NSX Concept, der 2. Modellgeneration des 2015 erscheinenden NSX, der zudem einen Mittelmotor anstelle eines Frontmotors besitzt. Lediglich Nissan wahrt mit der DTM-Version des GT-R einen Hauch von Serienbezug zu einem aktuellen Modell.
Auch wenn der Wechsel auf das bei Sportwagen-Puristen verpönte DTM-Reglement Diskussionspotential beinhaltet: Mit diesem Schritt öffnet sich die japanische Herstellerszene in ihrer Top-Klasse der internationalen Verwertung ihrer Autos. Die aufwendig präparierten GT500 haben aufgrund ihres auf die japanische Szene zugeschnittenen Reglements nie die weltweite Verbreitung geschafft, die für die Amortisierung ihrer Entwicklungskosten nötig gewesen wäre. Mit der Einführung der kostengünstigeren DTM-Chassis ist nun auch ein Einsatz der Autos in den Händen von Kundenteams in Europa und evtl. Amerika prinzipiell möglich, auch wenn dafür noch Grundzüge einer BoP der unterschiedlichen Motorenformeln zu klären wären. Die kleinere Super GT-Klasse der GT300 wird hingegen immer mehr zur GT3-Klasse, die damit schon eine immense Markenvielfalt aufweist, und die exotischen, aber aufwendigen japanischen Eigenkonstruktionen immer mehr verdrängt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Japanische Super GT
Die 42. te Ausgabe der 1000km von Suzuka ist am vergangenen Wochenende vom Honda HSV-010 GT von Frederic Makowiecki und Naoki Yamamoto gewonnen worden. Die beiden Piloten des Weider-Modulo-Teams querten bei der 5. Runde der japanischen Super-GT-Meisterschaft die Ziellinie nach 173 Runden mit 14,8s Vorsprung auf den Motul Autech-Nissan GT-R von Yanagida / Quintarelli. Weitere 37s dahinter plazierte sich das Petronas Tom´s Team mit dem Lexus SC430 von Nakajima / Rossiter.
In der kleinen GT300-Klasse, in der die japanischer Sonderkonstruktionen immer mehr von den aktuellen GT3-Autos verdrängt werden – nur noch 2 Honda,
ein Subaru BRZ, ein Toyota Prius und ein Taisan-Porsche fahren nach diesem Reglement – gewann der Werks-Subaru - das einzige Michelin-bereifte Fahrzeug in diesem Feld - nach 161 Runden mit einer Runde Vorsprung auf die beiden Mercedes SLS AMG GT3 der Teams Okinawa IMP und Leon SLS.
Beim 1000km Klassiker waren 15 GT500-Fahrzeuge sowie 23 GT300-Autos am Start. Die beiden einzigsten deutschen Piloten im Feld sahen leider nicht das karierte Tuch: Im GT500-Nissan schied Michael Krumm an der Seite von Hironobu Yasuda im D'station ADVAN-GT-R nach 106 Runden aus. Jörg Müller im GSR Hatsunemiku-BMW Z4 wurde nach dem Rennen, das er 1s hinter dem siegreichen Subaru beendete, aus der Wertung genommen.