Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Mit einem um 3 Autos auf 41 Mannschaften gewachsenen feld präsentiert sich die Europäischen Le Mans Serie beim Finale am kommenden Wochenende im portugiesischen Portimao. Jeweils ein LMP2, LMP3 und GTE-Team kommen im Vergleich zur letzten Runde in Spa-Francorchamps hinzu. In der LMP2 gibt die in Belgien pausierende Graff Racing -Mannschaft ihr Comeback. In der GTE wird mit dem #61 Ferrari der AF Corse Mannschaft ein neuer Kundenpilot (Franck Dezoteux) für die kommende Saison ausgetestet. Und in der LMP3 kommt mit dem Ligier des Sainteloc Junior Teams eine neue Mannschaft hinzu. Warum das französische Team den Michelin Le Mans Cup überspringen und mit seinem Pilotenduo gleich in der Europäischen Le Mans Serie antreten darf, kann wahrscheinlich nur der ACO beantworten.
Umbesetzungen gibt es zum Finale jede Menge zu vermelden. Sophia Flörsch wird im Algarve Pro Oreca den mexikanischen Stammpilot Diego Menchaca ersetzen. Die zweite in der LMP2 betrifft den Ultimate Oreca auf dem Gianluca Giraudi den dritten Sitz übernimmt. In der LMP3 kommt die Eurointernational-Mannschaft mit einer komplett neuen Crew an die Algarve, in der auch das deutsche Talent Finn Gehrsitz an der Seite von Mattia Drudi und Antoine Doquin zu seinem ELMS-Debüt startet. Bei Inter-Europol Competition dreht sich erneut das Fahrerkarussell: Hippe/de Wilde bekommen den Franzosen Adam Eteki als Sekundanten hinzu. Auf der #14 wird Mattia Paisini durch den Polen Patrick Krupinski ersetzt.
2 Umbesetzungen in der GTE gibt es zu vermelden: Gianmaria Bruni steigt wieder auf dem #77 Weather Tech porsche von Proton Competition an Bord und auf dem #66 JMW-Motorsport Ferrari wird Andrea Fontana duch den aus Hong Kong stammenden Shaun Thong Wei Fung ersetzt.
Das Qualifying für die Finalrunde steigt am Samstag gegen 15 Uhr, während das Rennen am Sonntag um 14 Uhr auf den Weg geschickt wird.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in DMV-GTC
Das GT3-Förderprogramm der GTC-Serie hat seinen ersten Förderpiloten bestimmt. Unter den 4 Finalisten der GT4-Klasse - Denis Bulatov (22), Leon Koslowski (19), Luca Arnold (18) und Finn Zulauf (17) – wurde der 17 jährige Cayman-Pilot Finn Zulauf als aussichtsrichster Kandidat von einer 3-köpfigen Jury bestehend aus Jörg van Ommen, Kenneth Heyer und Daniel Schwerfeld gekürt. Der 17-jährige W&S Motorsport Pilot, der in der GTC-Saison mit einem Porsche Cayman in der GT4-Klasse der Sportwagenserie angetreten war, erhält somit ein kostenfreies Cockpit in einem GT3 für die nächstjährige Saison der GTC Race 2022.
Der letzte Auswahltest unter den 4 besten GT4-Piloten der Saison 2021 wurde am 12. Oktober 2021 durchgeführt. Als Team stand Car-Collection Motorsport mit zwei Audi R8 LMS GT3 sowie Referenzpilot dennis Marschall zur Verfügung. Die 4 Kandidaten mussten sich bei welchselnden Wetterverhältnissen bewähren. Am Ende gab es dennoch einen klaren Sieger mit Finn Zulauf. Der 17-jährige überzeugte nicht nur die Jury, sondern auch das Team und die Dateningenieure. Der Gymnasiast aus Königstein im Taunus erhält in der nächsten Saison ein GT3-Cockpit komplett kostenfrei und startet im GTC Race sowohl bei den 60 Minuten-Rennen, als auch bei den 30-minütigen Sprints. Dort soll er sich auf weitere Karriereschritte vorbereiten.
Finn Zulauf: „Ich war sehr überrascht, als die Jurymitglieder bei der offiziellen Verkündung meinen Namen sagten. Natürlich hofft man immer und hat ein Ziel aber die Rennen im GTC Race waren in diesem Jahr sehr hart umkämpft. Und bei dem GT3 Sichtungstest gab es ein sehr hohes Niveau. Da hätte es jeder verdient gehabt. Jetzt bin ich erster GT3 Förderpilot und möchte das Vertrauen der Jury in der neuen Saison bestätigen. Es steht noch nicht fest, welches Auto oder welches Team es wird. Dies werden wir nun in Ruhe analysieren und dann eine Entscheidung finden.“
Im nächsten Jahr wird der GT4 Kader im GTC Race erneut gebildet und im Herbst 2022 will man den nächsten GT3 Förderpiloten suchen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Dempsey Proton Racing hat zumindest eine Besatzung für die beiden Finalläufe der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in Bahrain fixieren können. Auf der #88 stösst neben Stammpilot Julien Andlauer der aus dem Emiraten stammende Khaled AlQubaisi für beide Läufe am Arabischen Golf wieder zum Team hinzu. Der dritte Pilot hingegen wechselt noch zwischen den beiden Läufen. Bei den 6h von Bahrain am 30.Oktober wird Adrian de Leener das Lineup kmplettieren. Beim Finale der 8h von Bahrain eine Woche später greift an seiner Stelle der aus Simbabwe stammende GT-Pilot Axcil Jeffries ins Lenkrad.
Beide Läufe waren nach der Absage der japanischen Runde in Fuji aus Corona-Gründen auf die arabische Strecke verlegt worden, wobei bei beiden Rennen nun die GP-Variante zum Einsatz kommen wird.
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Spezial Tourenwagen Trophy ( STT )
Mit einem Doppelsieg beim Finale der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Nürburgring sicherte sich Uwe Alzen im Audi R8 LMS GT3 Evo den Meistertitel 2021. Im ersten Durchgang siegte Alzen vor seinem Bruder Jürgen im Ford GT Turbo. Das zweite Rennen entschied der neue Champion vor Jürgen Bender in der Corvette C7 GT3-R) für sich.
Beim Finallauf gab sich Uwe Alzen keine Blöße. Zweimal sicherte sich der Audi-Pilot einen souveränen Start- und Zielsieg. Nur beim Start zum zweiten Rennen hatte Jürgen Alzen im brachialen Ford GT Turbo einmal die Nase ganz kurz vorne. Ansonsten war es aber eine Stärkedemonstration des neuen und alten STT Meisters. „Das ganze Wochenende war wie immer problemlos. Die Jungs haben super gearbeitet. Das Wetter hat mitgespielt. Ich freue mich jetzt riesig, dass ich die Meisterschaft eingefahren habe. Das zweite Mal angetreten, das zweite Mal gewonnen. Mehr kann man nicht erreichen“, befand Uwe Alzen.
Spannung war vor allem auf den Verfolgerplätzen geboten. Das erste Rennen war geprägt vom Duell zwischen Jürgen Alzen und Porsche 991 GT3 R-Pilot Ulrich Becker. Die Anfangsphase gehörte allerdings Stefan Wieninger im Audi R8 GT3 Evo. Der Audi-Pilot fuhr gleich auf den ersten Metern eine Lücke von knapp 5s heraus. Dahinter duellierten sich Alzen und Becker, wobei der Porsche-Pilot einen kleinen Quersteher von Alzen ausgangs Mercedes-Arena zum Überholen nutzte. Das packende Duell ging weiter, wobei der Ford GT auf den langen Geraden seine Power ausspielte. Den ersten Versuch konnte Becker noch kontern, beim zweiten Versuch war Alzen vorbei. Gerade als die beiden Duellanten auf Stefan Wieninger aufliefen, wurde das Safety-Car auf die Piste geschickt. Beim folgenden Restart war Wieninger zu spät auf der Bremse, wodurch Alzen und Becker vorbeikamen. Nach engem Zweikampf setzte sich Jürgen Alzen mit 0,6s Vorsprung knapp zu P2 durch. Für Wieninger reichte es nach seinem starken Auftakt wegen einer zusätzlichen 35s Strafe nur zum siebten Gesamtplatz. Bender in der Corvette und die starken Porsche 991.2 GT3 Cup Piloten Michael Tischner und Tim Hendrikx waren noch vorbeigekommen.
Zu Rennbeginn im zweiten Umlauf fand sich Bender noch hinter Jürgen Alzen und Stefan Wieninger. Während Jürgen Alzen Ende Start und Ziel mit Bremsproblemen ausrollte, kassierte Bender nur wenige Meter später Wieninger in der Mercedes Arena. Erst einmal vorbei baute der Corvette-Pilot den Abstand kontinuierlich aus. Mit 8,694 Sekunden Vorsprung sah Bender das schwarz-weiß karierte Tuch. Zufrieden mit seinem dritten Gesamtrang zeigte sich Stefan Wieninger dennoch. Den vierten Gesamtrang schnappte sich Mercedes AMG GT3-Pilot Josef Klüber, der sich im ersten Rennen auf der noch feuchten Piste bereits in der ersten Runde einen Dreher geleistet hatte und damit chancenlos war. Diesmal setzte sich der Mercedes-Pilot gleich hinter Becker und Henk Thuis (Pumaxs RT). Doch beim Gesamtdritten des Vortags lief es nicht rund. Erst ging Thuis vorbei, zwei Runden später hatte auch Klüber den 911er beim Anbremsen der Veedol-Schikane kassiert. Kurz darauf war für den Porsche von Becker das Rennen gelaufen. In der Box tauschte man noch einmal die Räder, aber der Zug war längst abgefahren. Lange hielt Henk Thuis dem Druck von Klüber nicht stand, der in der achten Runde den Niederländer kassierte. Kurz darauf war auch Martin Zander im Mercedes AMG GT3 vorbei. Seinen Teamkollegen konnte Klüber nicht abschütteln. Am Ende trennten die beiden Mercedes-Piloten nur 0,698s.
In der Division 2 feierte Audi TCR-Pilot Max Frederik Gruhn im ersten Rennen einen wichtigen Sieg. Der Audi-Pilot setzte sich gegen Dauerrivale Stefan Schäfer im VW Golf GTI Cup durch. Die Anfangsphase gehörte dagegen noch Thomas König im Porsche 991.1 GT3 Cup, der bis zur fünften Runde vorne lag. Dann zog Gruhn vorbei. Den Sieg im zweiten Heat holte sich dagegen Thomas König. Der Porsche-Pilot, der seinen zweiten Sieg in dieser Saison einfuhr, setzte sich nach rundenlangem Zweikampf gegenüber Thomas Kramwinkel im Seat Leon TCR durch. Der Leon-Pilot war immer dicht dran, musste aber gegen Ende den Porsche ziehen lassen.
Die Safety-Car Phase im ersten Rennen hatte Ralf Glatzel (Ford Fiesta ST) ausgelöst. Der Schwabe hatte im Kiesbett geparkt. Mehr als der dritte Platz in der Division 3 war für den zweimaligen STT Meister nicht mehr möglich. Für Glatzel besonders schmerzhaft – beim Finale gibt es die doppelte Punktzahl. Den Sieg holte sich Lucas Baude im Mini R50 Cooper S, der sich gegen Dirk Ehelbracht (Ford Fiesta ST) durchsetzte.
Das zweite Rennen beendete Ralf Glatzel dagegen wie in den Rennen davor. Auf dem ersten Platz sah Glatzel das Ziel vor Dirk Ehlebracht und Lucas Baude.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in US-Sport ( US-Sport )
Das Audi Sport Team Sainteloc hat die 2. 8h von Indianapolis nach einem turbulenten Rennen für sich entscheiden können. Die deutschsprachige Besatzung um Christopher Haase, Markus Winkelhock und Patric Niederhauser hielt sich am Besten aus allen Unwägbarkeiten und Scherereien heraus und querte nach 265 Runden die Ziellinie mit einem Vorsprung von 11,958s auf den AKKA ASP Mercedes AMG GT3 von Daniel Juncadella, Timor Boguslavski und Raffaele Marciello. Platz 3 belegte am Ende mit weiteren 11s Rückstand der Lamborghini Huracán GT3 evo der amerikanischen K-Pax-Mannschaft, der von Jordan Pepper, Andrea Caldarelli und Mirko Bortolotti gesteuert wurde.
Die als Meisterschaftsführenden in die Runde gegangenen Polesetter des AF Corse Teams, das Trio Pierguidi/Ledogar/Nielsen, erlebte trotz eines über des Rennens überzeugenden Speeds ein Rennen zum Vergessen. Zuerst kollidierte man beim Überrunden mit einem GT4-Toyota den diese Karambolage wenig später zur Aufgabe veranlasste. Daraufhin bekam die #51 eine Zeitstrafe die dem Team eine Runde Rückstand einhandelte. Nun übernahm das Schwesterauto trotz einer Durchfahrtsstrafe die Spitze im Rennen – bis Pilot Calum Illot ein Überrundungsmanöver gegen einen GT4-Aston völlig vergeigte und er den Ferrari Ende der Start-Ziel-Gerade in eine nicht vorhandene Lücke zwischen dem besagten Vantage und der Betonmauer zu quetschen versuchte.
Nachdem das Rennen für die #71 an Ort und Stelle beendet war hatte sich zumindest die #51 im Rahmen der insgesamt 11 Safetycar-Phasen wieder in Schlagweite zu den Podiumplätzen nach vorne runden können – bis Alessandro Pierguidi auf der Jagd nach der Führungsgruppe in der letzten halben Stunde ausgerechnet den führenden Audi in der Silber-Klasse von der Strecke rempelte. Die folgende Durchfahrtsstrafe betonierte den 4.Platz der Ferrari-Crew, die damit sowohl die Spitze in der Fahrer als auch der Herstellerwertung der Intercontinental GT Challenge an Audi verlor.
Aber auch Audi blieb nicht ungerupft. Den potentiellen Doppelsieg vergeigte die Audi Sport Team WRT-Truppe als die zweitplazierte #32 sich wegen eines Vergehens unter Gelb eine Durchfahrtsstrafe einhandelte. Das Schwesterauto war bereits zu Rennbeginn nach einer Kollision mit dem Optimum Motorsport McLaren 720 S GT3 hoffnungslos um mehrere Runden zurück gefallen. Der ebenfalls starke Craft Bamboo-AMG von Maro Engel Luca Stolz und Jules Gounon wurde ein spätes Opfer einer Kollision mit dem zweiten McLaren des Crucial Motorsports Teams. Die zweitplazierte AKKA ASP-Mannschaft haderte mit den zahlreichen Unterbrechungen des Rennens während die drittplazierte Lambo-Crew von K-Pax über fast das gesamte Rennen sich mit einem eingeschränkten Handling nach einer Karambolage mit einem GT4-Team durch das Rennen quälen musste.
In der Silverklasse gewann am Ende der Compass Racing Acura von Mario Farnbacher , Matt McMurry und Ashton Harrison, nachdem die ursprünglich erstplazierte Sainteloc-Crew Panis/Legeret/Baert eine Zeitstrafe von 53s wegen Einfahrt in eine geschlossene Boxengasse kassiert hatte. Die Pro-Am-Wertung gewann der Sun-Energy Mercedes AMG GT3 von Kenny Habul, Mikael Greiner und Martin Konrad. Den GT4-Sieg holte sich der Bimmer World Racing BMW M4-GT4 von Bill Auberleen, Chandler Hull und James Clay.
24 von 39 gestarteten Wagen querten am Ende nach 8h die Ziellinie wobei 7 Wagen am Ende noch in der Führungsrunde lagen. Hätte Audi einen Doppelsieg eingefahren, wäre der Herstellertitel schon jetzt an Audi gegangen. So gehen die Ingolstädter mit einem Vorsprung von 38 Punkten auf Ferrari in die letzte Runde in Kyalami, die am 4.Dezember in Südafrika ausgetragen wird.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in US-Sport ( US-Sport )
Beim Qualifying zu den zweiten 8h von Indianapolis, der zweiten und damit vorletzten Runde der Intercontinental GT Challenge 2021 hat AF Corse Pilot Alessandro Pierguidi mit einer 1:33,456 min die Poleposition erzielen können. Der italienische Werkspilot, der zusammen mit seinen beiden Teamkollegen Come Ledogar und Nicklas Nielsen die erste Meisterschaftsrunde, das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps, auf einem Iron Lynx-Ferrari F488 GT3 gewinnen konnte, setzte sich in einem spannenden Qualifying mit nur 58 bzw. 59 Tausendstel Sekunden Vorsprung gegen Audi Sport Team Sainteloc Pilot Christopher Haase bzw. Mercedes AMG Team Craft Bambbo Racing-Fahrer Jules Gounon durch.
Hinter den beiden ex-ADAC GT-Masters Champions belegte der zweite von Antonio Fuoco pilotierte AF Corse Ferrari Platz 4 im Pole Shootout, das die 14 schnellsten Wagen des Qualifyings bestritten. Die dritte Startreihe belegten die beiden Audi Sport Team WRT-Audis.
Das Rennen, zu dem nach dem Rückzug des Turner Motorsport BMW M6-GT3 und des Ian Lacy Racing Aston Martin nunmehr 39 GT3 und GT4-Teams heute um 16 Uhr MEZ starten werden, wird auf den üblichen Kanälen der SRO und der Website der Intercontinental GT Challenge live übertragen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Im Rahmen des DTM-Finales am Norisring absolvierte auch die GT4-serie der DTM-Trophy ihre beiden letzten Saisonrennen. Die in der zweiten Saison ausgetragene Serie trat in den beiden Rennen mit 16 (Lauf 1) bzw. 14 Teams an. Am Ende stand die Meisterschaftsentscheidung.
Lauf 1 gewann Ring-Racing Pilot Nico Verdonck vor BMW M4-GT4 Pilot Ben Green der auf seinem FK Performance Motorsport M4 den Sieg am Ende nur um 0,581s gegen den Toyota Supra GT4-Piloten Verdonck verpasste. Der dritten Platz auf dem Podium holte sich Gaststarter Marc de Fulgencio im Leipert Motorsport Mercedes AMG GT4 während sich CV Performance AMG-Pilot William Tregurtha auf dem vierten Platz die Punkte für Platz 3 holte.
Ben Green war dann schliesslich in Lauf 2 am Sonntag erfolgreich. Der Brite schlug seinen Landsmann William Tregurtha um 1,1s. Nico Verdock holte sich nach seinem Samstagssieg Platz 3 im Finallauf.
In der Endwertung hatte dann BMW-Pilot Ben Green die Nase um 10 Punkte gegenüber seinem Landsmann und Vizemeister William Tregurtha vorne. Der 23-jährige FK Performance Motorsport BMW M4-GT4-Pilot aus Waltham Abbey holte sich somit mit insgesamt 5 Saisonsiegen seinen ersten GT4-Meistertitel nachdem er zuvor bislang schon 3 GT4-Vizemeistertitel (2018 Britische GT Serie , 2017 24 Stunden-Serie, 2017 Ginetta Supercup) erringen konnte. Für die kommende Saison peilt Green ein Cockpit in der DTM als erklärtes Ziel an.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Der FIA-Motorsport-Weltrat hat die Zulassung von alten LMP1-Wagen in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft für ein weiteres Jahr verlängert. Als „Grandfathered“ LMP1 eingestufte Chassis dürfen somit noch bis einschliesslich in der Saison 2022 eingesetzt werden. Offiziell waren diese Autos bislang nur für die laufende Saison 2021 neben den neuen LMH-Hypercars in der Top-Klasse der Langstrecken-WM zugelassen worden. Die Verlängerung der Zulassung erfolgt dabei offiziell aus Kosteneinsparungsgründen.
Inoffiziell fehlen der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft immer noch genügend durchgehend engagierte Top-Teams. Lediglich Toyota und der Kleinhersteller Glickenhaus hatten in diesem Jahr Autos für das neue Reglement aufgebaut, wobei lediglich die Japaner ein Vollengagement in der WM bestreiten und die beiden amerikanischen Hypercars von Glickenhaus zu den Finalrunden gar nicht mehr am Start stehen.
Die Reglementsänderung betrifft somit lediglich ein einziges Team: Alpine, die mit ihrem von Signatech eingesetzten ex Rebellion-R13 LMP1 auf Basis eines Oreca-Chassis mit einem leistungsreduzierten alten LMP1 an den Start gehen und somit als einzige „Alibi-Konkurrenten“ von Toyota am Start stehen.
Neben den Oreca-Rebellion-Chassis wären theoretisch auch vorangegangene Wagen von BR Engineering, By Kolles und Ginetta unter dieser Regel noch für ein Engagement in der WM zugelassen – mithin bis zu 9 weitere Autos! Da allerdings solch kostenintensive LMP1 Programme immer nur als Dreijahres-Programm ökonomisch Sinn machen und schon im letzten Jahr ACO und FIA nur eine Ein-Jahres-Zulassung in Aussicht stellten ist nicht davon auszugehen das sich über den Winter noch eine Privatmannschaft oder ein Werk findet das sich bereit erklärt eine nicht unerhebliche Summe Geld für einen Gebrauchtwagen mit recht übersichtlichen Erfolgschancen in der WM als Hinterherfahrer zu verpulvern.
Die Verlängerung der Zulassung ist auch unter dem Aspekt zu betrachten, das Alpine erst vor einer Woche ein LMDh-Programm für 2024 angekündigt hat und somit von der FIA für sein durchgehendes Engagement belohnt wird.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in US-Sport ( US-Sport )
An diesem Wochenende geht die 2. Runde der Intercontinental GT Challenge bei den 8h in In Indianapolis über die Bühne. Dort soll das bislang grösste Feld der Meisterschaft in den USA an den Start gehen. 41 Wagen – 28 GT3 und 13 GT4 – werden für das Rennen erwartet das gleich für 2 Meisterschaften gewertet wird. Das Ergebnis der ersten 3 Stunden wird auch als Finalrunde der Fanatec GT World Challenge America Powered by AWS gezählt. Lediglich 2 Wagen werden allerdings das Rennen nach diesen 3 Stunden beenden. Das Gros des Feldes wird jedoch die gesamten 8 Stunden absolvieren.
Die GT3 teilen sich auf in 11 Wagen für die Gesamtsieger (=Pro) Klasse, 5 Wagen im Silver-Cup, 9 Pro-Am-Fahrzeuge und ein Am-Auto sowie 2 Wagen die lediglich in der GTWCA-ProAm-Klasse antreten. Das Feld setzt sich aus 7 Mercedes AMG GT3, 5 Lamborghini Huracán GT3 evo 4 Audi R8 LMS GT3, 3 Porsche 991 GT3 R und Ferrari F488 GT3 je 2 McLaren 720 S GT3 und Acura NSX GT3 sowie je einen BMW M6-GT3 und Aston Martin Vantage AMR GT3 zusammen. Auf Seiten der GT4 kommen 5 BMW M4-GT4, 4 Porsche Cayman, 2 Aston Martin GT4, und je ein Audi R8 LMS GT4 und Toyota Supra GT4 hinzu.
Das Rennen startet am Sonntag um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ) und kann über die üblichen Kanäle der SRO verfolgt werden.
Verfasst von Frank Bresinski. Veröffentlicht in BeNeLux-GT
Im Rahmen der Euro Nascar fand in Zolder das Saisonfinale der Belcar Endurance Championship statt. Zum vorerst letzten Mal standen die CN Prototypen am Start. Diese Klasse soll es im kommenden Jahr in der Belcar nicht mehr geben. Dafür soll die GT2 Klasse die neue Top Kategorie werden. Wenn man sich allerdings die Teilnehmerzahlen in der GT2 European Serie von Stephane Ratel ansieht darf doch arg bezweifelt werden dass dieser Schritt von Erfolg gekrönt sein wird.
Für das letzte dreistündige Rennen des Jahres hatten sich gerade einmal 18 Fahrzeuge in Zolder eingefunden. Im Zeittraining sicherte sich der Krafft Racing Norma die Pole Position. Vor gut besetzten Zuschauerrängen siegte nach 118 Runden Koen de Wit im McDonalds Racing Norma mit 47 Sekunden Vorsprung vor dem Russell Racing Norma von Hans Thiers und Jeffrey van Hooydonk, dem GHK Racing Norma von Ian Gepts, Brent Verheyen und Pieder Decurtins sowie dem T2 Racing Norma. Pech hatte der von der Pole aus gestartete Krafft Racing Norma der wegen eines defekten Sensors ausschied. Auch der ART Racing Wolf GB08 sah die Zielflagge leider nicht. Der Red Ant Racing Porsche der Familie Redant siegte in der GTA Klasse vor den Markenkollegen Q1 Trackracing mit Jaap van Lagen am Steuer und dem VR Racing MARKCARS II. Der Pricon Racing BMW M3 gewann die Tourenwagen Klasse.
Hans Thiers und Jeffrey van Hooydonk gewannen im Russell Racing Norma die Meisterschaft in der CN Prototypen Klasse. Dylan Derdaele und Nicolas Saelens sicherten sich im Belgium Racing Porsche den Titel in der GTA Division. In der GTB ging der Pokal an den Red Ant Porsche. Bei den Tourenwagen triumphierte die Mannschaft des QSR Racing Audi Teams.