Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Porsche hat im Rahmen der „Porsche Night of Champions“ die neueste Version des Porsche 911 GT3 Cup vorgestellt. Der ab der Saison 2021 für den Porsche Mobil1 Supercup , den Porsche Carrera Cup Deutschland sowie die Carrera Cups in Frankreich, BeNeLux, Asien und Nordamerika vorgesehene Einsatzwagen ist die erste Rennversion auf Basis der aktuellen Neunelfer-Generation 992 und das erste Markenpokalauto des Sportwagenherstellers, das mit einer turbobreiten Karosserie auftritt. Die Auslieferung an die Teams beginnt im Februar 2021. Porsche bietet den neuen 911 GT3 Cup ab sofort zum Preis von 225.000 Euro zuzüglich länderspezifischer Mehrwertsteuer an. Damit wird der Wagen noch einmal 35.000 Euro teurer als sein 2016 vorgestelltes Vorgängermodell.
Im Jahr 1990 hatte Porsche das erste 911 Cup-Fahrzeug vorgestellt. Es fußte auf der Generation 964 und ging in der Debütsaison des deutschen Porsche Carrera Cup mit 260 PS an den Start. Ab 1993 kam es auch im neu gegründeten Porsche Mobil1 Supercup im Rahmenprogramm der Formel 1 zum Einsatz. Im Laufe der Jahre folgten 5 weitere Generationen mit einer bis heute produzierten Stückzahl von 4.251 Exemplaren. Damit hat man seit der Vorstellung der letzten Version, des im September 2016 vorgestellten 991 Gen2, 1220 zusätzliche Exemplare an den Mann bringen können. Mit dem neuen Modell hofft der deutsche Hersteller nun die 5000.er Marke in naher Zukunft erreichen zu können.
Die konkrete Entwicklung des neuen Modells begann Anfang 2019. Zentrale Entwicklungsziele waren neben der weiter verbesserten Performance auch ein aggressiveres Design, ein einfacheres Handling und eine höhere Dauerhaltbarkeit bei geringerem Aufwand für Einsatz und Wartung. Mit einer Leistung von rund 375 kW (510 PS – und damit nun fast doppelt so viel wie beim Ur-964) übertrifft es seinen direkten Vorgänger um 25 PS. Der neue GT3 Cup ist zudem für den Betrieb mit synthetischen Kraftstoffen ausgelegt, die eine signifikante CO2-Reduzierung im Rennbetrieb ermöglichen. Die Rundenzeiten sollen sich je nach Streckenprofil um gut 1% verbessern.
Zu den markantesten Besonderheiten des neuen 911 GT3 Cup zählen seine optimierte Aerodynamik und der insgesamt prägnantere Auftritt – er tritt schon auf den ersten Blick noch überzeugender auf. Dies beruht zum einen auf der turbobreiten Leichtbaukarosserie, die beim Cup-Auto erstmals zum Einsatz kommt. Mit einer Gesamtbreite von 1,902m übertrifft sie das Vorgängermodell an der Hinterachse um 28mm und zeichnet sich durch einen zusätzlichen Kühllufteinlass vor den Rädern aus. Die Generation 992 des Elfers steuert eine deutlich breitere Vorderachse bei. Dank zusätzlicher Kotflügelverbreiterungen misst der neue 911 GT3 Cup an der Vorderachse jetzt 1,920m. Dies macht den Weg frei für eine Rad-Reifen-Kombination mit 12 Zoll breiten Felgen an der Vorder- und 13-Zoll-Rädern an der Hinterachse.
Zeitgleich generiert die 7.Generation des Cup-Fahrzeugs mehr aerodynamischen Abtrieb. Er resultiert aus der Kombination des Heckbürzels mit dem größeren Heckflügel und der Frontschürze, die mittels einer Bugspoilerlippe sowie gezielt platzierten Abrisskanten spezifisch an den Rennbetrieb angepasst wurde. Die elffach verstellbare Schwanenhals-Aufhängung des Heckflügels sorgt für eine ungestörte Unterströmung. Die gesteigerte aerodynamische Effizienz bewirkt auch ein nochmals stabileres Fahrverhalten, vor allem in schnellen Kurven.
Die Karosserie des Cup-Fahrzeugs aus der Generation 991.2 bestand zu 70 Prozent aus Stahl und zu 30 Prozent aus Aluminium. Beim Nachfolger hat sich dieses Verhältnis umgekehrt. Dass er mit einem Leergewicht von 1.260 Kg dennoch rund 35 Kg mehr auf die Waage bringt, ist beispielsweise der nochmals um zusätzliche Streben erweiterten Sicherheitszelle aus Stahl geschuldet. Die abnehmbare Rettungsluke im Dach entspricht dem aktuellen FIA-Standard. Alle Scheiben des GT3 Cup werden aus leichtem Polycarbonat hergestellt und erhalten eine kratzunempfindliche Hard-Coat-Versiegelung. Türen, Motorabdeckung und Heckflügel werden aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen gefertigt. Die Fronthaube besteht wie beim 911 Carrera aus Aluminium – dies senkt nach einem Fremdkontakt die Reparaturkosten.
Großes Augenmerk widmeten die Entwickler der Ergonomie rund um den Fahrer. Außer in der Neigung lässt sich der neue Rennsitz nun auch in der Höhe zweifach anpassen. Verschiedene Polsterstärken erhöhen die individuellen Einstellmöglichkeiten zusätzlich. Das neu gestaltete, oben offene Motorsport-Multifunktions-Lenkrad aus Kohlefaser ist eine Weiterentwicklung aus dem 911 GT3 R. Seine beleuchteten Tasten wurden auf Anregung der Fahrer neu angeordnet. Auch die Einstellung der Bremsbalance erfolgt über ein Drehrad am Lenkrad in oder entgegen der Fahrtrichtung – je nachdem, ob der Vorderachse mehr oder weniger Bremswirkung zugeordnet werden soll. Den mittig platzierten, 10,3 Zoll Farbmonitor haben die Entwickler neu aufgesetzt. Er priorisiert fortan die Anzeige jener Daten und Informationen, die dem Fahrer im Rennbetrieb nutzen. Neben der Motordrehzahl zum Beispiel Wasser- und Öltemperatur, der aktuell eingelegte Gang und Fehlermeldungen oder Hinweise auf wichtige Grundeinstellungen wie etwa „wet“ für regennasse Rennstrecken. Rund 700 Diagnose-Möglichkeiten stehen bei der Fahrzeugelektronik der Fehlerbehebung zur Verfügung. Eine spezifische Software fasst alle Informationen besser verständlich und noch übersichtlicher zusammen. Optionale Fahrzeugfunktionen wie ABS oder Traktionskontrolle sind im System bereits hinterlegt. Sie lassen sich mittels eines digitalen Codes freischalten. Im Porsche Mobil1 Supercup und den meisten Carrera Cups bleiben diese Fahrhilfen auch weiterhin deaktiviert: Hier soll allein das fahrerische Talent der Teilnehmer den Ausschlag geben.
Motorsport-Steuergeräte und Daten-Logger rückten aus dem Beifahrer-Fußraum zurück in den hinteren rechten Fondbereich. So stehen sie nicht länger dem Einbau eines zweiten Sitzes im Wege, wie er etwa für Renntaxifahrten zum Einsatz kommt. Die Schaltwalze des Getriebes wird von einem elektrischen Stellmotor statt wie bisher pneumatisch bedient. Vorteile sind noch schnellere Gangwechsel, die Möglichkeit der Live-Diagnose und ein reduziertes Schadensrisiko, zum Beispiel bei einer Fehlschaltung.
Beim Fahrwerk werden die Vorderräder fortan von Doppelquerlenkern und spielfreien Uniball-Lagern geführt – wie beim 911 RSR. Hierdurch nehmen die Dämpfer keine lateralen, sondern nur noch axiale Kräfte auf. Dies ermöglicht ein präziseres Einlenkverhalten und vermittelt ein besseres Gefühl für die Vorderachse. Die Stoßdämpfer erhalten darüber hinaus eine aus dem 919 Hybrid und 911 RSR abgeleitete Ventiltechnologie. Neu für den 911 GT3 Cup ist auch die rein elektro-mechanische Servolenkung. Sie ermöglicht den Entfall der Hydraulikpumpe und entsprechender Hydraulikleitungen.
Auf der Motorenseite bleibt der 911 GT3 Cup beim Saugerprinzip. In der Rennversion entwickelt der 4,0 Liter große, wassergekühlte Sechszylinderboxer 375 kW (510 PS). Seinen Leistungszenit erreicht das trockensumpfgeschmierte Aggregat bei 8.400/min. Zuvor waren es 7.500/min. Die Maximaldrehzahl liegt bei 8.750 Touren und das maximale Drehmoment von 470 Newtonmetern fällt bei 6.150/min an. Je nach Rennserie, Reglement und Strecke stehen drei verschiedene Abgasanlagen zur Wahl. Das elektronische Motormanagement MS 6.6 stammt von Bosch.
Wie bei seinem direkten Vorgänger steht für den 6-Zylinder erst nach 100 Stunden im Rennstreckeneinsatz eine Revision an. Der Motor ist über ein Einmassen-Schwungrad und eine Dreischeiben-Sintermetall-Rennkupplung mit dem sequenziellen, 72kg schweren Sechsgang-Klauengetriebe verbunden. Es lässt sich über Wippen am Lenkrad schalten und muss nach 60 Rennstunden zur „kleinen Inspektion“ – dies entspricht ungefähr der Laufzeit von 2 Jahren im Supercup oder zwei 24h Rennen in Folge. Die große Überholung steht erst nach 120 Betriebsstunden an.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Nach 6 Jahren Partnerschaft mit dem deutschen Sportsender Sport1 wechselt das ADAC GT-Masters für 2021 den TV-Partner. Die Mediengruppe RTL Deutschland hat sich langfristig die Fernsehrechte der im kommenden Jahr unter dem Prädikat der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft startenden deutschen GT3-Serie gesichert. Ab dem Saisonstart im kommenden Jahr überträgt RTL NITRO die Rennen des ADAC GT Masters im Free-TV.
Wie bisher werden alle Rennen live und in voller Länge zu sehen sein. Darüber hinaus informieren zukünftig der Nachrichtensender n-tv und die Online-Plattformen der Mediengruppe RTL Deutschland über die Serie. Der TV-Vertrag zwischen der Mediengruppe RTL Deutschland und dem ADAC umfasst die exklusiven Live-Übertragungen des ADAC GT Masters und sieht eine umfangreiche begleitende Berichterstattung vor.
"... Wir freuen uns, dass der Sender NITRO zukünftig die neue TV-Heimat des ADAC GT Masters ist. Gemeinsam werden wir das ADAC GT Masters weiter entwickeln und auf ein neues mediales Level heben. Die Serie war in diesem Jahr so hart umkämpft wie nie zuvor und hat uns mit abwechslungsreichen Rennen begeistert. Die Liveübertragungen bei NITRO und die Berichterstattung bei n-tv werden dazu beitragen, noch mehr Zuschauer vom ADAC GT Masters zu begeistern", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.
Die Rahmenrennserien des ADAC GT-Masters, die ADAC GT4 Germany, ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4, sind ebenfalls Bestandteil der Vereinbarung mit der Mediengruppe RTL und werden auch im kommenden Jahr live abgebildet. Daneben soll die bislang übliche Live-Stream-Coverage auf den diversen Kanälen des ADAC weiter fortgeführt werden. Die Besetzung der Moderation der TV-Sendungen ist zur Zeit noch Bestandteil laufender Verhandlungen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Die ARC Bratislava Mannschaft hat sich ein Jahr nach der Vorstellung des neuen Ginetta G61-LT-P3 LMP3-Evo Modells als erstes Kundenteam der britischen LMP3-Konstruktion 2 Wagen zugelegt die nun das offizielle internationale Renndebüt der britischen Firma geben sollen. Demnach plant Teamchef Miro Konopka nach Angaben unserer Kollegen von Dailysportscar.com einen der Wagen in der Asiatischen Le Mans Serie-Saison 2021 bei den 4 Rennen in Abu Dhabi an den Start zu bringen. Danach soll in der kommenden Saison angeblich ein Programm entweder in der Europäischen Le Mans Serie oder im Michelin Le Mans Cup folgen. Informationen über die Crew, die mit Sicherheit auf Teamchefund Fahrer Miro Konopka umfassen wird, werden in den folgenden Tagen erwartet.
Konopka hatte zuletzt vor einem Jahr mit der alten Version des Ginetta LMP3 (Bild) den Sieg bei den Gulf 12 hours 2019 in der LMP3-Klasse einfahren können. Schon damals spekulierte er GT-Eins gegenüber über die Anschaffung der neuen Konstruktion der britischen Firma. Mit Ginetta würde ein nicht nur optischer Farbtupfer das Feld der LMP3 in den ACO-Serien bereichern.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Mit D'Station Racing hat nun nach Absolute Racing eine weitere asiatische Crew die Teilnahme an der Asiatischen Le Mans Serie 2021 bestätigt. Die japanische Truppe wird bei den 4 geplanten Rennen auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi erneut einen Aston Martin Vantage AMR GT3 bei den vier Meetings der Saison 2020/2021 einsetzen. Teamchef Satoshi Hoshino wird dabei von seinem Landsmann Tomonobu Fujii und dem britischen Piloten Tom Gamble unterstützt. Der Aston Martin von D´Station ist der zweite Vertreter der Marke nachdem bereits das TF Sport-Team eine Teilnahme an der Serie mit 2 Aston Martin - davon einer unter dem Banner von Oman Racing - angekündigt hatte.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Peugeot hat erste technische Details seines für 2022 geplanten Hypercars für die LMH-Klasse der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft veröffentlicht. Der noch ohne Bezeichnung versehene Wagen wird auf Seiten des Verbrennungsantriebs von einem 2,6l Biturbo-V6 Motor befeuert der 670 PS Leistung an die Hinterräder bringen und ein Gewicht des Motorblocks von 165kg aufweisen soll. An der Frontachse wird der Wagen durch einen 200kW Elektromotor unterstützt der von einer unter dem Tank untergebrachten 900V Batterie gespeist wird.
Das Hybrid-Vehikel weist ferner ein 7-Ganggetriebe für die Hinterachse auf, das durch Schaltwippen am Lenkrad angesteuert wird. Die Batterie wird von Peugeot´s Entwicklungspartner Total-SAFT geliefert. Ein Starter-Generator ist dabei zentraler Bestandteil des Energierückgewinnungssystems das sowohl die Batterie lädt als auch die Vorderräder im Bereich unterhalb von 120-160 kmh (je nach Streckenzustand; trocken-nass) antreibt.
Die Wahl auf einen Bi-Turbo fiel nach Aussagen von Peugeot wegen des damit verbundenen niedrigeren Schwerpunktes der sich so realisieren liesse. Ein grosses Augenmerk wird bei der Entwicklung des Wagens auf die von Peugeot zu entwickelnde Motorsteuerungssoftware gelegt. Denn diese darf dem Reglement zur Folge zu keinem Zeitpunkt Leistungswerte von mehr als 500kW zulassen, egal ob das Hybridsystem aktiviert ist oder nicht. Somit muss die Leistung des Verbrennungsmotors auf 300kW abgeregelt werden wenn das Elektro-System seinen vollen Output abgibt – und wieder auf 500kW gesteigert werden wenn das System den Betrieb einstellt.
Peugeot erwartet erste Tests mit dem neuen Wagen zu Beginn der 2021´er Saison ausführen zu können. Zumindest bei der Vorstellung der technik ist Peugeot schon mal im Vorteil gegenüber Toyota , die gleichwohl die Testphase ihres LMH-Wagens schon vor einigen Wochen eingeleitet haben.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT
BMW hat mit den beiden Piloten Nicky Catsburg und Augusto Farfus die Pilotenwertung der Intercontinental GT Challenge 2020 gewonnen. Die beiden Walkenhorst Motorsport-Piloten gewannen am Samstag abend zusammen mit ihrem südafrikanischen Teamkollegen Sheldon van der Linde die 17.te Ausgabe der 9h von Kyalami. (Der Link führt zum momentan noch in Arbeit befindlichen Rennbericht auf unseren Seiten). Die nach sintflutartigen Regenfällen unter dem Safety Car die Ziellinie als erste kreuzende Mannschaft wurde vom Belgian Audi Club Team WRT- Audi R8 LMS GT3 von Mirko Bortolotti, Charles Weerts und Frederic Vervisch und dem GPX Racing Porsche von Matt Campbell, Patrick Pilet und Matthieu Jaminet gefolgt, die die siegreiche BMW-Mannschaft auf dem Podium flankierten.
Eigentlich hatte es das ganze Rennen über nach einem Start-Ziel Sieg des von der Pole gestarteten Honda-Trios Mario Farnbacher, Renger van der Zande und Bertrand Baguette ausgesehen die über fast 8h das Rennen vor der gleichwohl eng umkämpfen Spitze aus kontrollierten. Als jedoch kurz nach Einbruch der Dunkelheit wie schon im Vorjahr sintflutartige Regenfälle im Rahmen eines Gewitterschauers niedergingen absolvierte die Honda-Crew einen vollen Boxenstop inklusive Tankstopps. Einige Crews sparten sich jedoch das Auffüllen des Tanks sondern wechselten lediglich die Piloten und spekulierten damit darauf das das Rennen bis zum Ende nicht mehr freigegeben werden würde. Dieser Poker ging sowohl für das Walkenhorst-Team als auch für die WRT-Mannschaft und den GPX-Porsche auf. Der Honda-Truppe blieb am Ende nur der undankbare vierte Rang.
Schon zuvor hatte sich nach nur 2 Rennstunden der Bentley nach einem kapitalen Motorschaden mit Feuer als einigen Ausfall im 12 Wagen umfassenden Mini-Feld des Rennens aus der Riege der Titelanwärter verabschiedet. Die beiden Pro-Porsche von GPX und Dinamic Motorsport kämpften mit Schäden durch diverse Rangeleien, die im letzten Renndrittel das zuvor Meisterschaftsführende Porsche Duo Laurens Vanthoor und Earl Bamber mit einem Unterbodenschaden aus dem Kampf um den Rennsieg warfen. Audis bestplazierter Pilot Markus Winkelhock wurde schon nach einer Kollision in der ersten Runde aussichtslos ans Ende des Feldes zurückgeworfen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
Die beiden Bonk Motorsport Motorsport Piloten Gabriele Piana und Michael Schrey haben den ADAC GT4 Germany-Titel nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Motorsport Bundes verloren. Neue Meister sind die beiden Allied Racing-Piloten Jan Kasperlik und Nicolai Møller-Madsen.
Piana und Schrey verloren angesichts der engen Meisterschaftsentscheidung im Finallauf in Oschersleben nun aufgrund eines Verfahrens das gar nicht ihren Wagen betraf. Gegenstand der vom BKK Mobil-AMG-Team eingelegten Berufung war eine Entscheidung der Deutsche Motorsport Bund (DMSB)-Sportkommissare im Anschluss an den 9. Saisonlauf auf dem DEKRA Lausitzring. Der Berufung wurde stattgegeben und die in der Entscheidung Nr. 65 ausgesprochene Ersatzstrafe von 30s für eine urspünglich veranschlagte Durchfahrtsstrafe gegen die Startnummer #13 von Jan Marschalkowski und Hendrik Still zurückgenommen. Das Zakspeed-Duo wird damit für diesen Lauf wieder auf Rang 2 gewertet.
Damit werden Michael Schrey und Gabriele Piana für dieses Rennen auf Rang 4 gewertet und verlieren 3 Meisterschaftspunkte. Damit rutschen Jan Kasperlik und Nicolaj Møller Madsen an der Spitze der Fahrerwertung und sind nachträglich die Champions der ADAC GT4 Germany. Schrey/Piana werden mit einem Punkt Rückstand als neue Tabellenzweite verzeichnet. Das Team Allied Racing gewinnt so nach der Teamwertung auch die Fahrerwertung. Die Ergebnisse in der Junior-Wertung und Trophy-Wertung bleiben unverändert.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Das amtierende Asiatische Le Mans Serie-Meisterteam Algarve Pro Racing hat die Besatzung für ihr Titelverteidigungs-Vorhaben präsentiert. Der Oreca 07-Gibson der portugiesischen Mannschaft wird für die 4 geplanten Rennen auf dem Yas Marina-Curcuit in Abu Dhabi mit dem US-Amerikaner John Falb, dem 21-jährigen unter angolanischer Nennung startenden Portugiesen Rui Andrade und dem 17 jährigen Argentinier Franco Colapinto in den Wettbewerb geschickt.
Der Sportwagenroutinier und die beiden jungen Formelpiloten ersetzen die Meistercrew Roman Rusinov, Leonard Hoogenboom und James Frensh, die in der vergangenen Saison bei den 4 Rennen der asiatischen Serie den Titel einfahren konnten. Der Oreca wird offensichtlich erneut in den Farben von G-Drive an den Start gehen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Das AF Corse Team hat in einem Instagram-Post die Besatzung für den geplanten GTD-Einsatz bei der 59.Ausgabe der 24h von Daytona bestätigt. Auf dem Ferrari F488 GT3 der italienischen Mannschaft werden die beiden Pro-Am-Champions der italienischen GT-Meisterschaft Simon Mann und Matteo Cressoni, sowie die beiden Ferrari-Werksfahrer Daniel Serra und Nicklas Nielsen in den Kampf um den Klassensieg in der „kleinen“ GT-Kategorie gehen. Damit ist zumindest ein Ferrari in der GTD-Klasse geplant, nachdem die Scuderia Corse für 2021 einen Aufstieg in die GTLM-Klasse anvisiert hat. Ob hingegen auch Risi Competitione wieder einen Einsatz beim Klassiker plant ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch offen.
Zuletzt hatte die italienische Semi-Werks-Mannschaft 2019 einen Doppel-Einsatz unter dem Spirit of Race-Banner sowie für ein weiteres Kundenteam (Via Italia-Racing) beim Klassiker in Florida absolviert.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT
IMSA-GTD-Champion Mario Farnbacher hat bei den 9h von Kyalami, dem Saisonabschluss der Intercontinental GT Challenge 2020 die Poleposition im Pole-Shootout erzielt. Mit einer 1:41,581 verbesserte er den letztjährigen GT3-Qualifyingrekord von Nick Tandy auf dem Frikadelli Racing Team-Porsche gegenüber dem vergangenen Jahr um satte 11,271s, was aber hauptsächlich daran lag, das das diesjährige Quali unter trockenen Bedingungen abgehalten wurde. Farnbacher und seine beiden Honda NSX GT3 -Teamkollegen Renger van der Zande und Bertrand Baguette werden somit die 17.te Ausgabe des südafrikanischen Traditionsrennens aus der Frontreihe angehen.
Neben dem Honda startet mit dem #7 Bentley Team M-Sport Continental GT3 ein britischer Bolide aus der Frontreihe. Der Südafrikaner Jordan Pepper musste sich beim letzten Auftritt der Bentley in der Meisterschaft mit lediglich 0.142s beim Kampf um die Pole geschlagen geben. In Startreihe 2 stehen der #34 Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 und der #44 Car-Collection Audi R8 LMS GT3 auf denen Sheldon van der Linde bzw. Christopher Haase den Shootout bestritten. Aus Startreihe 3 werden der GPX Racing Porsche und der zweite Walkenhorst M6 das Rennen in Angriff nehmen.
Die lediglich 12 startenden Teams werden morgen gegen 11 Uhr Ortszeit (= 10 Uhr MEZ! ) in das 9-stündige Rennen geschickt. Dieses kann als Live-Stream auf der Website der Intercontinental GT Challenge verfolgt werden.