Finale der FIA-GT findet in Baku statt

bakuparade.jpgDie FIA-GT-Serie hat nun ihre noch vakante Endrunde fixieren können. Die letzte Runde der Serie wird 2013 in Baku in Aserbaidschan ausgefahren. Der Stadtkurs hatte schon im letzten Jahr eine nicht zur Meisterschaft gehörende Runde der City Challenge – eines vom Deutschen Veranstalter Hartmut Bayer geplanten Pilotevents für eine eventuelle Stadtrennserie 2013/14 – beherbergt. Nun wird angesichts des Terminnotstands der FIA-GT-Serie der schon bestehende Vertrag der Veranstalter mit den lokalen Behörden einfach wieder in die FIA-GT-Serie eingebunden.

Dabei will man nun in Baku ein Feld von 30 Autos an den Start bringen, dieses soll neben den den Teilnehmern der SRO-Sprintserie auch einige Einladungsnennungen umfassen, welche die besten 6 Teams aus der Blancpain Endurance Serie - die besten 2 aus jeder Klasse -, den Sieger der Britischen GT-Serie und 2 Einladungsnennungen des Veranstalters umfassen soll.

Als Zeitpunkt des Rennwochenendes wurde der 18.-20. Oktober festgelegt. Die vorletzte Runde der FIA-GT-Serie in Navarra rutscht dabei auf den 28.-29. September.

RSCS - Nachlese Barber & Road Atlanta

An diesem Wochenende findet der fünfte Lauf der Rolex Sports Car Series im "Leitplanken-Kanal" von Detroit statt.
 
Noch immer hat sich hinsichtlich des Zusammenschlusses der ALMS und GrandAm nicht viel getan. Auch nach einem gemeinsamen Meeting in Road Atlanta, zu dem das technische Komitee die Teambesitzer eingeladen hatte, fand man keinen gemeinsamen Nenner um die Lücke zwischen LMP und der DP zu schließen. Am liebsten wäre es den Teamchefs, die LMP einzubremsen, als die DP's mit einem beträchtlichen Kostenaufwand zu beschleunigen. Mit Ausnahme des November-Test von Conquest Racing fand bis dato aber immer noch kein gemeinsamer Test statt. Scott Tucker möchte daher beim Kansas-Rennen Mitte August außer Konkurrenz mit seinem LMP2-Auto teilnehmen - noch steht die Zusage seitens der GrandAm-Verantwortlichen aus.
 
Nach den beiden vergangenen Läufen auf dem Barber Motorsports Park und in Road Atlanta werden wir das alteingesessene Brumos Racing Team wohl erst im kommenden Jahr erst wieder sehen. Bereits seit längerem fehlte dem Team ein Hauptsponsor und man zog nun - nach vorheriger Ansage - den Stecker. Dafür wird das DP-Feld in kürze Zuwachs durch einen zweiten 8Star-Corvette-DP bekommen.

Green GT startet nicht in Le Mans

greengt.jpgDer Green GT wird in diesem Jahr nicht beim 24 Stunden Rennen von Le Mans antreten. Das haben die Green-GT-Projektgruppe und der ACO am heutigen Samstag bekannt gegeben. Das über die „Garage 56“ für Experimentalfahrzeuge qualifizierte Gefährt sollte als Nachfolger des Deltawing die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie beim Rennklassiker in Le Mans debütieren lassen. Wie die jetzt herausgegebene Pressemitteilung zwischen den Zeilen offenbart, gab es wohl Schwierigkeiten bei den ersten Tests den Energie-Output der Brennstoffzelle in den Griff zu bekommen. Offensichtlich hatte man die Komplexität der Brennstoffzellen-Technologie bei hohen Leistungen unterschätzt. Zu vermuten ist, dass das Team einen frühen Ausfall des von Welter Racing entworfenen Chassis gleich zu Rennbeginn befürchten musste und daher nun die Reissleine zog, um die Technologie nicht aufgrund einer zu hastigen Vorbereitung beim Rennen in einem schlechten Licht dastehen zu lassen.

Allerdings werden die Zuschauer an der Sarthe nun nicht auf ein Fahrzeug verzichten müssen. Der ACO hat bereits bekannt gegeben in der Box 56 das Prospeed Competition GTE-Am-Team von der Reserveliste unterzubringen. Der Green GT soll hingegen bei den kommenden WEC-Läufen präsentiert werden und – wenn das Team sich reif dafür fühlt – an einem der Läufe ausserhalb der Wertung teilnehmen dürfen. Ob noch ein Auftritt im Rahmen der „Garage 56“ in Le Mans geplant ist, ist hingegen offen. Für 2014 hat ja bereits Nissan angekündigt, einen Elektro-LMP als Vorbereitung des eigenen LMP1-Programms zur Sarthe zu bringen.

V de V Historic Endurance - Le Castellet - Qualifying

Nur 13 Fahrzeuge - fünf Prototypen, sechs GT und zwei Tourenwagen - kamen beim Qualifying für das samstägliche zwei-Stunden-Rennen der VdeV Historic Endurance auf den HTTT Paul Ricard zum Einsatz. Die überlegene Bestzeit erzielten David Ferrer / "Mr. John of B" (Dagefruti-Lola T70 Spyder / Baujahr 1966; 2:13,592) vor David Gathercole / Jamie Brashaw (Gathercole-Lola T210 / 1970; 2:19,704), schnellster GT-Pilot war Serge Kriknoff (Scuderia Cubana-Porsche 911 2,8 RSR / 1973; 2:30,637) als Gesamt-Vierter.

STT vor 2. Saisonrunde am Nürburgring

Nach dem Saisonauftakt der Spezial Tourenwagen Trophy in Hockenheim kann die Serie auch beim zweiten Lauf mit einem großen Starterfeld auftrumpfen. Auf dem Nürburgring werden ab morgen erneut an die 40 GT und Tourenwagen erwartet - dementsprechend lang ist die Liste der Favoriten auf den Gesamtsieg.

sttkuisviper.jpgEinige Leckerbissen hat die Klasse 1 der GT und Tourenwagen über 6000 ccm zu bieten. Gleich neun Piloten werden in der Klasse von Vorjahresmeister Pertti Kuismanen antreten. Der Finne ist dieses Jahr noch ohne Gesamtsieg. Die Konkurrenz dürfte es dem Viper-Piloten nicht gerade leichter machen. Neben Daniel Schrey wird zudem Timo Scheibner eine Chrysler Viper GTS-R in die Eifel bringen. Timo Scheibner war in den letzten Jahren vor allem im historischen Motorsport aktiv, wo er unter anderem eine Chevrolet Corvette C3 und einen CanAm Lola T222 bewegte. Ebenfalls auf ein US-Produkt setzt Karl-Heinz Dalemans. Mit einem spektakulären Chevrolet Impala kehrt der Routinier nun in die Spezial Tourenwagen Trophy zurück. Starke Konkurrenz kommt auch aus dem Porsche-Lager. Neben Jörg Lorenz (Porsche dp 935) und Jan van Es (Porsche 993 GT2) werden mit René Snel und Rolf Rummel (beide Porsche 996 GT2) weitere Porsche-Asse erwartet. Allerdings könnte auch ein Gaststarter durchaus das Zünglein an der Waage sein. Mario Plachutta wird einen Mercedes SLS AMG GT3 von Lechner Racing pilotieren, mit dem der Österreicher dieses Jahr schon einige Male zu überzeugen wusste.

sttbesaplast.jpgIn der Klasse 2 der GT und Tourenwagen bis 6000 ccm setzte Ulrich Becker seine Siegesserie aus dem Vorjahr auch beim Saisonstart fort. Der Porsche 997 GT3 RSR-Pilot holte sich in Hockenheim sogar den Gesamtsieg. Doch leicht wird es nicht werden, denn mit René Aeberhardt im BMW Z4 GT3 hat der Marler einen ganz starken Konkurrenten bekommen. Das Besaplast Racing Team wird gleich zwei Fahrzeuge in die Eifel bringen. Neben dem Audi TT RS werden Franjo Kovac und Martin Tschornia sich zudem das Cockpit eines spektakulären BMW E46 V10 teilen. Das Team kommt außerdem als frischgebackener Klassensieger vom 24h-Rennen zum Nürburgring. Slobodan Cvetkovic wird außerdem erstmals auf einem Audi R8 LMS ultra des Prosperia C. Abt Racing Team antreten.

Die Klasse 3 der GT und Tourenwagen bis 4000 ccm sah beim Saisonauftakt mit den beiden Porsche Cup-Piloten Christian Franck und Serienneuling Jorma Vanhanen gleich zwei verschiedene Sieger. Neben etlichen Konkurrenten aus dem Porsche-Lager wird von Lechner Racing ein Lotus Evora GT4 für den jungen Österreicher Fabian Lauda in der Klasse eingesetzt.

Los geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy am Samstag um 08:30 Uhr mit dem ersten Qualifying. Der zweite Trainingsdurchgang steht um 12:10 Uhr auf dem Programm. Das erste Rennen wird am Sonntag um 10:30 Uhr ausgetragen, während Rennen Nummer 2 um 17:05 Uhr gestartet wird.

Porsche GT3 Cup Challenge Benelux - Zandvoort

2013_hln_dvb_zandvoort.jpgNachträglich liefern wir hier einen Rückblick auf das 2. Rennwochenende der Porsche GT3 Cup Challenge Benelux in Zandvoort: Im Vergleich zum Saisonauftakt im Rahmen der WEC in Spa schrumpfte das Feld noch weiter auf 7 Fahrzeuge zusammen.

Sieger des ersten Sprint-Rennens wurde Jeffrey van Hooydonck auf dem DVB Racing-Porsche, der von einem Reifenschaden von Melroy Heemskerk (NGT) profitierte. Zweiter wurde Bert Longin, der somit sein erstes vernünftiges Resultat für First Motorsport einfuhr, Platz 3 sicherte sich Paul van Splunteren.

Das zweite Sprintrennen, das jeweils der zweite Pilot bestreitet, gewann Max van Splunteren (Porsche Groep Zuid) vor dem Engländer Hunter Abbott (DVB-Racing; Foto) und Carlos Rivas (Speedlover). Das 50-minütige Hauptrennen konnten die beiden van Splunteren-Piloten vor Abbott / van Hooydonck und dem Solisten Carlos Rivas gewinnen.

In der Pro Meisterschaft führt nun Hunter Abbott vor Jeffrey van Hooydonk und Paul van Splunteren. Das dritte Rennwochenende findet bereits vom 7. bis 9. Juni in Assen statt.

CER - Spa - Barth / Martin siegen auf Porsche

cerspapole.jpgSeit 2004 wird die Classic Endurance Rennserie für Prototypen der Baujahre 1972-1979 und für GT-Fahrzeuge der Baujahre 1975-1979 ausgetragen. Nach dem endgültigen Aus des Supersports-Cup (ex Orwell Supersports Cup) und neben der nur noch sporadisch auftreteten HSCC Martini Trophy ist sie die einzig noch verbliebene Rennserie mit einer internationalen Meisterschaft für die historischen Sport-Prototypen.

Bei kühlen aber trockenen Streckenverhältnissen nahmen 35 Fahrzeuge (14 GT2 und 21 Prototypen) am Qualifying teil. Schnellster in der GT2-Klasse war die Fahrerpaarung J. Belleteste / E. Jamar auf einem Porsche 935 (Foto) vor ihren Markenkollegen S. Meyers / M. De Siebenthal und C. Traber / M. Devis . Auf den weiteren Plätzen konnte sich der Lancia Beta von F. Valle / A. Valle gegen den schnellsten Ferrari 512 BB-LM von D. Ferrer durchsetzen.

certojsc302.jpgBei den Prototypen gab es die größte Markenvielfalt, angefangen beim PS-Monster Porsche 908-4 mit KKK Doppelturbolader bis hin zum kleinen 2 Ltr.-Lolas, -Chevron, -GRD und -March. Die Top-10-Platzierungen gingen allesamt an die Sportprototypen-Piloten. Schnellster war P. Lafargue auf einem Lola T298-BMW mit einer Zeit von 2:25,161 (= 173,7 km/h). Dahinter die beiden March von Doug Hart und P. Knapfield, dessen 76S mit einem V8-Cosworth befeuert war.

Leider gab es nach dem Qualifying auch die ersten Ausfälle zu verzeichnen. K. Wilkins musste seinen TOJ SC302 (Foto) nach nur drei Runden mit einem kapitalen Getriebeschaden abstellen. G. Rattazzi und N. Galli kamen mit ihrem Lola T290 Cosworth nur zwei Runden weit.

cerspastart.jpgAm Rennsonntag gab es dann zum einstündigen Rennen auch noch Dauerregen, was es für die verbliebenen 31 Starter auf der schnellen Ardennen-Achterbahn auch nicht einfacher machte. Polesetter Patrice Lafargue (Foto oben) konnte beim Start seine Pole mit dem roten Lola vor den beiden Marchs von D. Hart und P. Knapfield behaupten. Dahinter kam das ganze Feld ohne großen Zwischenfälle um die La Source-Kurve herum.

Ende der ersten Runde hatten sich die drei Führenden Lafargue, Hart, und Knapfield schon einen kleinen Vorsprung auf die Verfolger C. Barbot , F. Da Rocha (beide Lola) und dem GRD vom Lokalmatador E. Mestdagh herausgefahren.

cerlanciaunfall.jpgIn der GT2-Klasse hatten die von Position 18 aus gestarteten Jürgen Barth und J.M. Martin ein besonders glückliches Händchen bei der Regenabstimmung an ihrem Porsche 934/5 getroffen. Schon nach wenigen Runden lagen sie in der GT2-Klasse hinter J. Belleteste und C. Traber (beide Porsche 935) an dritter Stelle. Derweilen wurde der Lancia Beta von F. Valle recht unsanft von dem Ferrari 512 BB-LM von D. Ferrer in der La Source herumgedreht und verlor dabei etliche Positionen. Auch die ersten Ausfälle waren auf die schlechten Sicht und Streckenverhältnissen zurückzuführen. Zuerst musste der an dritter Stelle liegende March 76S-Cosworth von P. Knapfield aufgeben und kurz danach der Turbobefeuerte Porsche 908-4 von J. Guikas. Dennoch gab es bis zu dem Pflichtboxenstopp relativ wenige Ausfälle im Feld zu vermelden.

cerspasaubers.jpgGegen Rennhälfte konnten die GT2 Fahrzeuge, allen voran der Porsche 934/5 von Barth / Martin, mächtig Boden auf die schnellen Prototypen gutmachen. Zumal einige Prototypen Piloten in heftige Zweikämpfe verwickelt waren, so wie Yves und Philippe Scemama auf ihren Sauber C5-BMW (Foto).

Zum Rennende wurde dann das Gesamtklassement noch einmal heftig durcheinander gewirbelt. Die Rennkommisare verteilten an P. Lafargue (Lola T298), Ph. Scemama (Sauber C5), G. Lauwers / H. Regout (Lola T297) und Ph. Hottinguer (Porsche 911 Turbo) jeweils einen 2-Runden-Penalty wegen eines Pit Stop-Vergehens. Weitere Strafen gingen an den schnellsten BMW M1-Piloten Luke Bullitt und an Fabio Spirgi  / Laurent Timonier auf einem Porsche 939 Turbo.

cerspasiegerauto.jpgAm Ende gewannen die beiden Routiniers Jürgen Barth und Jean-Michel Martin auf ihrem Porsche 934-5 mit einer Minute Vorsprung auf den schnellsten Prototypen von Doug Hart (March 75S-Ford) und Christian Traber / Marc Devis (Porsche 935) das Rennen in Spa-Francorchamps.

Nachzutragen bleibt noch die Klassenwertung der GT2 - hier lautet die Reihenfolge Barth / Martin vor Traber / Devis und Mr."John of B" (Ferrari 512 BB-LM). Bei den Prototypen gewann der Engländer Doug Hart (March 75S-Ford) vor den Franzosen Yvan Mahe (Chevron B21-Ford) und Michel Quiniou (Lola T280). Die schnellste Rennrunde ging an den Sieger Jean-Michel Martin (Porsche 934-5) mit einer Zeit von 2:57,240 min (= 142,3 km/h).

Ginetta Cup in Deutschland abgesagt

ginettag40.jpg Veranstalter Christoph Bettag vom Aachener Westfield-Importeur Belecon hatte im vergangenen Jahr Interesse gezeigt, für 2013 einen Nachwuchscup mit Ginetta G40-Sportwagen ins Leben zu rufen. Gefahren werden sollte auf deutschen und belgischen Rennstrecken. Auf Nachfrage unserer Kollegen vom Motorsport-Guide erteilte Bettag dem Cup nun eine Absage. Zu wenig Interessenten und mangelnde Unterstützung des Motorsportverbandes hätten ihn dazu gebracht, die eigene Rennserie zu den Akten zu legen. „Es wird keinen G40 Junior Cup in Deutschland geben, weil weder Verbände noch die wenigen und zu teuren Rennstrecken dies ermöglichen.“ Seiner Meinung nach wird erst wieder dann ein Ginetta-Cup in Deutschland interessant, wenn der britische Kleinserienhersteller "in Deutschland zulassungsfähige Fahrzeuge mit Emissionsgutachten" baut.

BES auch in Silverstone mit beachtlichem Feld

bilstein.jpgAm kommenden Wochenende startet die Blancpain Endurance Serie in ihr zweites Rennen der Saison. Eine Woche nach den 500km von Silverstone - der Langstreckenrunde der Britischen GT - findet am Sonntag mit den 3h von Silverstone ein Rennen mit einem fast identischen Format auf dem "Home of British Motorracing" statt. Natürlich verstärkt deswegen ein starkes britisches Kontingent von 11 Teams und 31 einheimischen Piloten das Feld, das wieder an die 60 Autos umfassen soll.

Die prominenteste Verstärkung kommt von Aston Martin: Die Werksmannschaft bringt den Bilstein Aston Martin Vantage GT3 an den Start der vor zwei Wochen beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring 2013 das Feld gründlich aufmischte. Dabei wird zu beachten sein, wie die Piloten Stefan Mücke, Darren Turner und Fred Makowiecki mit den in der Blancpain Endurance Serie vorgeschriebenen Pirelli-Reifen statt der am Ring verwendeten Michelins zurecht kommen wird. Hauptkonkurrenten werden das in Monza siegreiche Team von Kessel Racing mit den Piloten Davide Rigon, Daniele Zampieri und Cesar Ramos, die WRT-Team Audi R8 LMS GT3, die belgischen Mannschaften von Marc VDS und Prospeed Competition sowie die einheimischen McLaren-Crews sein. Allerdings ist die Pro-Klasse mit 19 antretenden Mannschaften ausserordentlich gut besetzt.

startmonza.jpgMit 23 Teams ist die ProAm Klasse wieder einmal die am stärksten besetzte Kategorie. Das Siegerteam der 24h am Ring, Black Falcon, hat wiederum zwei Mercedes SLS AMG GT3 gemeldet. Die Mercedes-Crew wird als stärkste Kokurrenten die Ferraris von AF Corse bezwingen müssen. Allerdings ist die Leistungsdichte in der Kategorie so hoch, dass Vorhersagen über die Favoriten ein Ding der Unmöglichkeit sind. So haben auch Peter Kox und Mark Hayek im von Reiter Engineering betreuten Lamborghini Gallardo gute Chancen: Das Duo konnte schon beim vorjährigen Lauf in Silverstone mit einem vierten Platz brillieren. Auch die Nissan GT-Academy-Absolventen, darunter der Deutsche Peter Pyzera, die auf den beiden RJN-Motorsport Nissan GT-R Nismo GT3 an den Start gehen, haben auf ihrer Heimstrecke gute Chancen auf eine Podiumsposition.

Mit 11 Nenungen in der Gentleman Trophy zeigt auch die im Vorjahr noch etwas schwach besetzte Kategorie für die Herrenfahrer auf Vorjahresautos eine aufsteigende Tendenz. Neben den in Monza dominierenden Ferraris starten auch zwei Porsche sowie je ein Aston Martin, Audi, Mercedes und McLaren in der Klasse.

Deutsche Teams finden sich im Feld in Form der Mannschaften von Phoenix Racing, des Haribo Racing Teams, Black Falcon, MRS GT-Racing, der von Reiter unterstützten Blancpain Racing-Truppe und dem Grasser Racing Team aus Österreich. Das Qualifying findet am Sonntag um 9 Uhr MEZ statt. Das Rennen startet um 14:30 Uhr MEZ und kann über die Blancpain Endurance-Website als Stream live verfolgt werden.

Gruppe C - Mercedes C11 siegt in Spa

grcspa_pole.jpg16 Gruppe C-Autos waren in Spa gemeldet. Die beiden Qualifyings fanden bei trockenen Streckenverhältnissen statt. Gareth Evans im Mercedes C11 (Foto) sicherte sich mit einer Zeit von 2:09.816 = 194,2 km/h die Pole vor dem Spice-Piloten Peter Meyrick. Schnellster in der C2-Klasse war Mike Donovan in einem Spice SE88. Pech dagegen für den Franzosen Jean-Marc Merlin im Ex-Lloyd-Porsche 962 - nach 13 Trainingsrunden streikte die Technik. Einen weiteren Ausfall gab es auch vom Porsche 962 von P.-A. France zu vermelden.

grcspa_start.jpgDauerregen und sehr kühle Temperaturen gab es dann am Rennsonntag für das einstündige Rennen der Gruppe C Rennserie. Einen schlechten Start erwischte Polesitter G. Evans im Mercedes C11 - sowohl Meyrick als auch Thomas Dozin (Spice SE88) und der Kremer-Porsche von S. Verbeeck zogen am Mercedes Piloten vorbei.

grcspa_veskanda.jpgDie erste Rennhälfte wurde ganz klar von Peter Meyrick in seinem Spice SE90 dominiert. Bereits im zweiten Umlauf legte er die schnellste Rennrunde mit 2:33.857=163.9 Km/h auf die Ardennenbahn. Im Verfolgerfeld sorgte derweilen der Australier P. Stubber mit seinem Veskanda-Chevy mächtig für Furore. In der vierten Runde bremste er in der La Source den Mercedes von G. Evans aus und zog vorbei. Dicht dahinter folgten der Nissan R90 von Kent Abrahamsson, M. Donovan im Spice SE88 C2 und dem IMSA-Jaguar von R. Eyre. Weitere schöne Duelle und Positionskämpfe gab es zwischen dem Spice SE89 von P.-F. Rousselot und dem Porsche 962 von T. Dreelan sowie dem Lucky Strike-Argo JM19 von D. Brockdorff und dem Spice SE89 von C. Bjerglund.

grcspa_argo_spice.jpgKurz vor dem Pflicht-Boxenstopp gab es eine Reihe von Ausfällen: Zuerst erwischte es den Dänen Claus Bjerglund im gelben Spice SE89, nur eine Runde später kam das Aus für Kent Abrahamsson, der seinen Nissan R90 ohne Vortrieb (Elektronik) abstellen musste. Pech auch für den Lokalmatador Thomas Dozin, der mit seinem Spice SE88 in der Spitzengruppe liegend ausfiel. Auch der schöne Lucky Strike-Argo JM19 von dem Dänen Dan Brockdorff musste zur Rennhälfte aufgeben.

Eine viertel Stunde vor Rennende erwischte es dann den Australier P. Stubber mit seinem Veskanda-Chevy - Ausfall - und auch der bis dahin führende Spice mit A. Meyrick kam in der Anfahrt auf die Blanchimont-Kurve mit dem Cheetah des Schweizer E. Rickenbacher ins Gehege. Die Folge war dass sich beide ins Aus drehten und aufgeben mussten. Am Ende waren nur noch vier Fahrzeuge in der gleichen Runde.

grcspa_start2.jpgEs gewann schon wie in Barcelona und Donington zuvor die beiden Engländer G. Evans und B. Berridge auf ihrem Mercedes C11 auch das Rennen  auf der Ardennen-Achterbahn vor A. Watt auf einem Spice SE89 und dem Kremer-Porsche von Regout / Verbeeck. Auf dem vierten Platz kam der Engländer Mike Donovan mit dem schnellsten C2-Spice SE 88 ins Ziel.

Der nächste Gruppe C Rennserie-Lauf startet vom 14.-16. Juni beim ADAC-Eifelrennen auf dem Nürburgring.

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