Rutronik-Crews 2022 stehen fest

Innerhalb von nur 2 Tagen hat die Rutronik Racing Mannschaft nun die beiden Besatzungen ihres ADAC GT-Masters-Engagements 2022 bekannt gegeben. Neben dem bereits für eine zweite Saison engagierten Duo Dennis Marschall und Kim-Luis Schramm (letztes jahr nach einem 2. Platz am Red Bull Ring als bestes Saisonresulltat  Meisterschafts-Elfte der saison 2021) das heute für den Audi R8 LMS GT3 mit der #27 bestätigt wurde, wird ein R8 mit 2 Audi Werkspiloten in die deutsche GT3-Traditionsserie geschickt.

Patric Niederhauser, 2019 zusammen mit Kelvin van der Linde Meister in der Einstiegssaison des Teams von Teamchef Fabian Plentz ins Masters, wird zusammen mit Luca Engstler – einem der diesjährigen Neuzugänge im Audi-Kader - den zweiten R8 mit der Startnummer #15 bewegen.

rutronik15renderDer 22-jährige Engstler steigt mit 5 seit 2018 errungenen TCR-Meistertiteln - darunter zuletzt dem Titel in der ADAC TCR-Serie - in die GT3-Szene um. Engstler bringt dabei Liqui Moly als neuen Teampartner mit zur Remchinger Mannschaft, die sich nun von Ravenol als Sponsor verabschiedet.

Finale Winter Endurance Championship

Lediglich 18 Fahrzeuge hatten sich am Samstag zum Finale der Winter Endurance Championship 2021/2022 in Zandvoort eingefunden. Von einer großen Vorfreude auf das vierstündige Rennen auf dem Dünenkurs konnte also keine Rede sein. Im Zeittraining sicherte sich der Koopman Racing BMW M6 von Stef Dusseldorp und Bart Arendsen die Pole Position.

Im Rennen lief es hingegen deutlich schlechter für die beiden. Nach 41 Runden mussten sie ihren BMW abstellen. Dafür sprangen deren Markenkollegen Bas und Dirk Schouten in die Bresche. Nach 128 Runden gewannen sie im BMW M4 mit 10 Sekunden Vorsprung vor dem Porsche von Nicolas Vandierendonck und Jan Lauryssen. Die Porsche Piloten Remon Vos und Kevin Veltman komplettieren das Podest. Bernhard von Oranje eroberte zusammen mit Maxime Oosten im Mercedes AMG GT4 den vierten Platz und sicherte sich in der Division II den Klassensieg. In der Division III ging der Sieg an den BMW von Henk Maassen und Robin Vogel. Jacco Brummelhuis und Djurre Kleibeuker gewannen mit ihrem BMW die Division IV.

Ring Racing erneut Toyo-Entwicklungsteam

Ringracing car crewDie Ring-Racing Mannschaft hat heute die Fortsetzung des bereits seit 2 Jahren laufenden Engagements mit Toyo im Rahmen der Nürburgring Langstrecken Serie bekannt gegeben. Die Mannschaft aus Boxberg wird erneut einen Toyota Supra GT4 bei den 8 Saisonläufen der NLS auf der Nürburgring Nordschleife einsetzen. Als Piloten werden die Nordschleifenspezialisten Andreas Gülden, Michael Tischner und Heiko Tönges den erstmals komplett im Toyo-Branding antretenden Toyota GR Supra GT4 pilotieren.

„Wir haben für die anstehende Saison ein gutes Paket geschnürt. Das Team kennt den Supra inzwischen sehr gut und auch die Reifenentwicklung mit Toyo Tires schreitet immer weiter voran. Mit drei erfahrenen und schnellen Piloten auf dem Auto, die gemeinsam die gesamte Saison bestreiten, werden wir sicherlich ein Wörtchen im Kampf um Klassensiege mitzureden haben“, wird Teamchef Uwe Kleen in der Team PR zitiert.

Update am Toyota GR010

gr010testaToyota hat heute erste Bilder des GR010 der kommenden aktuellen saison veröffentlicht. In der zweiten Einsatzsaison hat man die Dimensionen der Räder und Reifen geändert statt 13 Zoll Felgen an beiden Achsen setzt man nun auf 12,5 * 18 Zoll-Räder vorne und 14 * 18 Zoll an der Hinterachse. Dafür mussten die Radhäuser entsprechend aerodynamisch optimiert werden.. Zudem hat man andere Kennfelder für den 3,5l V6 Biturbo Motor des Hybrid-Wagens erarbeitet, die den neuen Treibstoff der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft, der einen erhöhten Anteil an nachhaltigen Quellen (Restabfälle aus dem Weinbau und sonstige landwirtschaftliche Abfälle) aufweist, berücksichtigen.

gr010testbDamit hat Toyota den ersten der 5 erlaubten Evo-Joker während der Homologationsperiode des Fahrzeugs gezogen. Zudem gibt es eine kleine Anpassung innerhalb der Fahrercrew. Kazuki Nakajima hat nach seinem Karriereende seinen Platz für seinen Landsmann Ryo Hirakawa geräumt, der mit 3 japanischen Meister- und 6 Vizemeistertiteln (davon einer bzw. 3 in der japanischen Super GT-Serie) mit besten Referenzen in das LMH-Programm einsteigt. Hirakawa wird gemeinsam mit Brendon Hartley und Sebastian Buemi auf der #8 starten, während Mike Conway, José Maria Lopez zusammen mit Kamui Kobayshi weiter auf der #7 starten werden.

G-Drive Racing stoppt ACO-Programme

G-Drive Racing wird die Saison 2022 in den diversen ACO-Serien und Veranstaltungen auslassen und sich auf ein rein nationales Pilotenförderprogramm konzentrieren. Das hat G-Drives Stammpilot und Rennprogramm-Manager Roman Rusinov heute in einem Satement auf Instagramm bestätigt. Demnach sieht Rusinov der das vom russischen Gazprom-Konzern finanzierte Rennprogramm mittlerweile auch leitet, sich nicht in der Lage die Bedingungen der FIA, der IMSA und des ACO erfüllen zu können.

In seinem Statement bezog Rusinov, desssen Mannschaft Engagements in der Asiatischen Le Mans Serie, der Europäischen Le Mans Serie, Le Mans und der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship in Planung hatte klar Position gegen die Vorgaben der FIA : „Heute weigere ich mich als Fahrer des russischen G-Drive Racing Teams, die diskriminierenden Bedingungen der FIA zu akzeptieren. Das Ziel eines jeden Sportlers ist es, die Hymne seines Landes auf dem Podium zu hören. In 10 Jahren internationaler Erfahrung hat unser Team dies schon viele Male getan. Wir haben die russische Flagge gehisst, wir haben die russische [National-]Hymne gehört und gesungen. Meinen Fans, meinen Teamkollegen und der sportlichen Ehre zuliebe werde ich diese Vorgaben nicht akzeptieren. Es ist besser, gar nicht zu fahren... Wir erwägen bereits jetzt verschiedene Optionen für Projekte zur Entwicklung des Motorsports in unserem Land."

Wie gestern vermeldet hatte die FIA Russischen und weissrussischen Motorsportlern ein weiteres Antreten nur unter strikten Auflagen (Verzicht auf sämtliche Nationalsymbole & Antreten unter neutraler Flagge) erlaubt, wohingegen fast alle anderen Sportverbände russische und belarussische Sportler aus leider all zu bekannten Gründen kategorisch ausgeschlossen hatte. Zur Rusinovs „Verteidigung“ liesse sich vielleicht anführen das von ihm als Profiteur von Sponsorgeldern eines rusischen Staatskonzerns vielleicht kein anderes Statement zu erwarten war. Enttäuschenderweise war - ebenfalls wie erwartet – zusätzlich keine Silbe zu den tragischen Vorgängen in der Ukraine von ihm zu vernehmen.

2-schneidige Empfehlung der FIA

gdrivebarcelonapoleDie aktuellen tragischen Weltpolitischen Entwicklungen im Russland-Ukraine Konflikt lassen niemanden unberührt. Auch im sportlichen Bereich bleiben die Ereignisse nicht ohne Widerspruch. Reihenweise werden Mitglieder russischer Sportverbände von den aktuellen Wettbewerben ausgeschlossen. Lediglich ein Sportverband tanzt dabei aus der Reihe und kann sich nicht zu einer klaren Linie durchringen.

Die FIA hatte am Mittwoch nach einer ausserordentlichen Sitzung am Dienstag erklärt das russische und weissrussische Piloten unter gewissen Voraussetzungen für Rennen zugelassen werden können, wenn sie unter neutraler Nationalität antreten und auf das Zeigen und Tragen ihrer Nationalsymbole und Flaggen sowie auf die entsprechenden Nationalhymnen verzichten. Ferner wird es Fahrern beider Nationen untersagt Teamwettbewerbe bei denen sie als Nationalmannschaften antreten können – wie etwa die geplanten FIA-Motorsport-Games – zu bestreiten. Zusätzlich sind alle geplanten FIA-unterstützten Wettbewerbe in Russland und Weissrussland bis auf weiteres abgesagt worden.

Das Vorgehen der FIA steht dabei entgegen der Aussagen von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem nicht im Einklang mit der Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees IOC das russische und weissrussische Sportler generell von allen Wettbewerben ausgeschlossen hat. Stattdessen dürfen die vereinzelt engagierten russischen Piloten nun auf Ausnahmegenehmigungen der FIA, der SRO oder des ACO hoffen. Ob angesichts voller Sportwagenfelder wirklich unter den aussergewöhnlichen Umständen jedes Engagement – auch aus den nun sanktionierten Staaten - ermöglicht werden muss ist eine möglicherweise nur moralische Frage die aber durchaus gestellt werden darf. Denn die russischen Piloten bringen in diesem Zusammenhang immer noch Sponsorengelder unter die teilnehmenden Teams an den Mann, die aus einschlägigen Quellen stammen.

Als Beispiel dürfte hier das Engagement der von russischen Gasprom Staats-Konzern finanzierten G-Drive-Marke genannt sein das in Le Mans, in der ELMS und der IMSA Engagements mit teils mehreren Wagen plant. Auch wenn voraussichtlich die Sponsorenlogos hier von den Orecas (letztes Jahr noch unter dem Label der russischen Luxusmarke Aurus firmierend) verschwinden dürften, wäre es für FIA, SRO und den ACO ein Leichtes auch hier eine klare Linie zu fahren und die entgangenen Einnahmen zu verschmerzen. Statt dessen läuft man Gefahr das die Engagements und eventuellen Erfolge  der dort agierenden russischen Sportler PR-mässig im Rahmen der verdrehten Kriegspropaganda in deren Heimat ausgeschlachtet werden könnten. Wie man es richtig macht zeigen dagegen die nationalen Verbände in Grossbritannien und Deutschland die sich der IOC-Empfehlung vorbehaltslos angeschlossen haben und mit dem Ausschluss von Sportlern aus den betreffenden Nationen Moral vor Geld gestellt haben.

zvo Racing stockt auf

zvo bwt renderDie Anzahl bestätigter AMG-Fahrzeuge im ADAC GT-Masters steigt auf 3. Das neu formierte zvo Racing Team steigt noch vor dem Absolvieren seines ersten Rennens in den Rang eines AMG Performance Teams auf und wird einen zweiten Mercedes AMG GT3 für den letztjährigen DTM-Piloten Daniel Juncadella und Nachwuchspilot Jan Marschalkowski an den Start bringen. Das Fahrzeug wird in den Farben von AMG-Hauptsponsor BWT an den Start gehen, der auch im ADAC GT-Masters als Hauptsponsor präsent ist.

Juncadella gehört zum Kader der AMG-Performance Fahrer und war letztes Jahr neben weiteren Engagements vornehmlich im Gruppe M-Mercedes in der DTM engagiert. Marschalkowski fuhr letzte Saison im BKK Mobil Mercedes AMG GT4 in der ADAC GT4 Germany und errang dort den Vizemeistertitel.

Neben dem neuen Fahrzeug hatte das Team von Jörg van Ommern und Philipp Zakowski bereits einen GT3 AMG für Jules Gounon und Fabian Schiller gemeldet, die beide ebenfalls Teil des AMG-Werkskaders sind. Die Mannschaft ist damit fahrerisch bestens aufgestellt – und dürfte auch um Gesamtsiege im Masters ein gewichtiges Wort mitreden.

CD Sport beim LM-Debüt mit Ligier

CD Sport AslmsDie französische CD Sport Mannschaft hat im Rahmen der Asiatischen Le Mans Serie durch den Sieg der LMP3-Wertung einen Autoentry für das 24 Stunden Rennen von Le Mans errungen. Wie mehrere Quellen jetzt übereinstimmend melden wird die Mannschaft allerdings für die damit verbundene LMP2-Nennung nicht den „Oreca Cup“ verstärken, sondern einen Ligier JS P217 LMP2 an den Start bringen. Damit wird die Mannschaft von Teamchef Claude Degremont aus Périgueux den einzigen „Nicht-Oreca“ beim diesjährigen Klassiker an den Start bringen.

Die beiden Ligier JS P320 LMP3 von CD Sport dominierten bei den 4 Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Konkurrenz und standen bei jedem der vier Rennen auf dem Podium. Die Besatzung des Ligier JS P217 ist noch nicht offiziell bekannt, allerdings soll laut unseren französischen Kollegen von Endurance-Info.com CD Sport einen Stammfahrer für Le Mans genannt haben.

Ausblick auf die GT4 Germany 2022

aviasorgFür die vierte Saison der ADAC GT4 Germany deutet sich erstmals ein volleres Feld an wie in der Hauptserie des ADAC GT-Masters. Während letztere wie vor 2 Tagen erläutert wohl mit einem Feld von um die 24 Wagen vorlieb nehmen muss hat die kleinere GT4-Serie schon 27 eingeschriebene Teams vorzuweisen, was eine neue Rekordmarke für die Meisterschaft darstellen würde. Bemerkenswert ist auch das wohl erstmals das stärkste Kontingent nicht von einem deutschen Fabrikat gestellt wird.

astonmartin vantage gt4Aston Martin scheint bei der Aquirierung neuer Kundenteams in Deutschland ganze Arbeit geleistet zu haben: Gleich 4 Teams mit insgesamt 10 Vantage AMR GT4 scheinen sich 2022 in der Meisterschaft einzufinden. An der Spitze steht die Truppe von Dörr Motorsport die 4 Aston Martin an den Start bringen wollen und schon 7 der 8 Pilotensitze besetzt haben. Daneben planen auch die Mannschaften von racing one, Speed Monkeys und Prosport Racing jeweils ein 2-Wagen-Programm.

Porsche stellt nach derzeitigem Stand mit 8 Cayman das zweitgrösste Kontingent. Hier sind 4 Mannschaften bislang gemeldet. Die Hälfte aller dieser Wagen stellt eine Mannschaft: das ex-Meisterteam Allied Racing von Teamchef Jan Kasperlik will nicht weniger als 4 Cayman an den Start bringen, wobei 5 der 8 Sitze schon bemannt sind. W&S Motorsport plant 2 Cayman zu unterstützen, wobei man mit ex-Champion Nicolai Moller-Madsen einen starken Neuzugang auf einem der Autos vorweisen kann

pirosport toyota5 Mercedes AMG GT4 der Teams Bremotion , Drago-Racing zvo und Schnitzelalm Racing ergänzen das Feld wobei derzeit lediglich die beiden AMG der Newcomer-Mannschaft um Jörg van Ommen und Philipp Zakowski voll bemannt sind. Hinzu kommen derzeit nur 2 BMW M4-GT4 der Hofor Racing by Bonk Motorsport der amtierenden Meister Gabriele Piana und Michael Schrey sowie von Schubert Motorsport und je ein Audi R8 LMS GT4 von T3 Motorsport und ein Toyota Supra GT4 der saarländischen Piro Sport -Truppe die damit ihren Ginetta aufs Abstellgleis schiebt.

Negativ zu vermelden ist bislang das noch keine KTM-Einsatzmannschaft sich zur Meisterschaft bekannt hat, nachdem die österreichisch-süddeutsche Koproduktion 2019 immerhin die erste Meisterschaft in der damals neuen deutschen GT4-Serie erringen konnte. Auch McLaren hat alle bisherigen Einsatzteams an andere Hersteller verloren. Exoten wie Camaro, Alpine und Ford sucht man ebenfalls bislang vergebens.

Auf der anderen Seite sind erst 18 der geplanten 27 Teams mit Pilotennamen hinterlegt und nur 12 Teams sind vollständig besetzt. Insofern und angesichts der Tatsache das auch hier noch Überraschungen möglich sind, darf auf das endgültige Feld der preiswerteren kleinen GT-Kategorie mit Spannung gewartet werden.

ELMS-Kalender 2022 modifiziert

Die Europäische Le Mans Serie hat eine Änderung im Kalender bekannt gegeben. Statt einem Comeback an den Hungaroring steht am 3.Juli eine Rückkehr nach Monza an. Dort wird man eine Woche vor der WEC-Runde am 10.7 nun ein 4h-Rennen absolvieren. Ursprünglich hatte die Serie einen dritten Auftritt auf dem ungarischen F1-Kurs nach der Premiere 2010 und einem 3h Rennen in 2013 geplant. Jedoch hatte das Streckenmanagement nun mitgeteilt das lokale Vorgaben der Behörden die mit der Serie getroffenen Absprachen nicht mehr realisierbar erscheinen lassen. Sowohl die Serie als auch die Strecke präzisierten dabei nicht um welche Absprachen und Regulierungen es sich dabei handeln würde. Die COVID19-Vorgaben können es nicht sein denn diese werden in Ungarn vergleichsweise liberal gehandhabt.

Damit wird die europäische ACO-Serie zum 10.Male auf der italienischen F1-Strecke antreten. Mit Imola und Monza stehen somit zum ersten mal 2 italienische Strecken im Kalender der Serie.

Der ELMS-Kalender 2022 lautet somit wie folgt:
12. April Testtag Le Castellet
17. April 4h von Le Castellet
15. Mai 4h von Imola
3. Juli 4h von Monza
28. August 4h von Barcelona
25 September 4h von Spa-Francorchamps
16 Oktober 4h von Portimao

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