Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Silverstone ist ein gutes Pflaster für Martinet by Alméras-Pilot Ayhancan Güven. 2019 feierte er auf der britischen Traditionsrennstrecke seinen ersten Sieg im Porsche Mobil1 Supercup. Beim fünften Lauf der Saison 2020, ausgetragen im Rahmen des „70th Anniversary Grand Prix“ zu Ehren des 70. Geburtstags der Formel 1, war der mittlerweile zum Porsche-Junior avancierte Türke erneut ganz vorne. Güven siegte nach einem über beinahe die gesamte Renndistanz von 13 Runden dauernden Duell mit Larry ten Voorde im Team GP Elite-Porsche. Knapp dahinter kam BWT Lechner Racing-Pilot Dylan Pereira ins Ziel, der damit die Tabellenführung im internationalen Markenpokal mit dem 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup verteidigte.
„Ich habe anfangs jede Runde denselben Fehler gemacht, immer in der Kurvenkombination Maggotts-Becketts“, gab Güven zu. „Zum Glück konnte ich die Angriffe von Larry jedes Mal abwehren. Zur Rennhälfte hatte ich Maggotts-Beckets endlich im Griff, danach war es einfach.“ Güven, der am vergangenen Wochenende an gleicher Stelle mit Rang 8 zufrieden sein musste, widmete den ersten Saisonsieg seinen Technikern. „Wir haben von Rennen zu Rennen Fortschritte bei der Abstimmung meines Autos gemacht. In diese Richtung müssen wir weiterarbeiten.“
Im Rücken von Güven, Ten Voorde und Pereira lieferten sich die Rookies Max van Splunteren (Team GP Elite) und Jean-Baptiste Simmenauer (Lechner Racing Middle East) ein ebenso packendes Duell. Mehrfach kämpften sie Seite an Seite, Simmenauer musste aber stets zurückstecken. Drittbester Rookie war Güvens Teamkollege Marvin Klein auf Rang 6.
Schon in der ersten Runde war eine Safetycar-Phase ausgelöst worden, als gleich mehrere Fahrer in einer Schikane aneinander gerieten. Die Fahrzeuge von Jordan Love vom Team Fach Auto Tech und Dinamic Motorsport-Pilot Moritz Sager wurden dabei stark beschädigt, für beide war das Rennen nach wenigen hundert Metern bereits beendet.
Der Sieg in der ProAm-Wertung ging an Moritz Vater Philipp Sager (Österreich/Dinamic Motorsport), der knapp vor den beiden Martinet by Alméras-Fahrern Roar Lindland und Clément Mateu ins Ziel kam. „Ich hatte den richtigen Riecher, als vor mir mein Sohn Moritz in einen Unfall verwickelt wurde. In dem daraus resultierenden Durcheinander ging ich an Roar vorbei. Obwohl er alles versucht hat, konnte ich ihn hinter mir halten“, berichtete Sager.
Die Teams des Porsche Mobil1 Supercup reisen von Silverstone direkt nach Barcelona. Dort findet schon am kommenden Wochenende im Rahmen des Großen Preis von Spanien der 6. Lauf statt.
Verfasst von Hans-Dieter Schuda. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Von Zero.. to Hero… das passte in Spa-Francorchamps nun wirklich für die eidgenössische Cool Racing Mannschaft. Wurde doch deren #37 Ligier JS P320 LMP3 noch beim Michelin Le Mans Cup-Rennen in Le Castellet in der dritten Runde von einem übereifrigen Rinaldi Racing Piloten aus dem Rennen katapultiert und somit auf dem letzten Tabellen Platz verwiesen. Nun schafften es die beiden französischen Fahrer Nicolas Maulini und Edouard Cauhaupe in Spa zu einen ungefährdeten Start- und Ziel Sieg beim 2.Lauf der Serie. Im Laufe des 2 Stunden Rennens fuhren beide Piloten einen Vorsprung von über 25s auf die Zweitplatzierten heraus.
Unsere Serien-Sieger von DKR Engineering, Jean Glorieux & Laurents Hörr mussten sich auf ihrem Duqueine M30-D08 LMP3 mit dem zweiten Platz zufrieden geben, bauten aber ihren Vorsprung in der Punktetabelle aus. Endlich mal wieder auf dem Stockerl kamen die britischen Nielsen Racing-Piloten Anthony Wells und Colin Noble im #7 Duqueine M30-D08 LMP3. Die Schnellste Runde mit einer 2.14,949 drehte mal wieder der überragende Wayne Boyd auf dem #23 United Autosports Ligier JS P320 LMP3. Da sein Co-Pilot John Schauerman jedoch bei seinem Stint zu viel Zeit verloren hatte, reichte es am Ende für das Duo nur zum vierten Platz.
Wie bereits im Vorbericht notiert, fehlten der Ferrari Truppe bei den GT3 die „Gegner“.. und so kam es wie es kommen musste, dass Duell Iron Lynx vs. Kessel Racing führten einige Fahrer mit dem berühmten Messer zwischen den Zähnen. In der Einführungsrunde und beim aufwärmen der Reifen, wedelte Claudio Schiavoni (Iron Lynx) so heftig auf der Strecke, dass der überholende Michael Broniszewski den Iron Lynx Piloten seinen Ferrari F488 GT3 vor Schreck in die Streckenbegrenzung steuern liess. Das Fahrzeug war heftig beschädigt und ein Start nicht mehr möglich, somit 1:0 für Kessel Racing.
Im Rennen drehte die #8 der Iron Lynx Fahrer und Klassen Sieger in Le Castellet, Rino Mastronardi (ITA) & Giacomo Piccini (ITA) ungestört ihren Runden bis Davis Perel (ZSA) das Steuer von Michael Broniszewski (POL) übernahm. Scheinbar wollte der Kessel Pilot auf 2:0 erhöhen und versuchte alles um den Führenden zu überholen. Das gelang aber nur mit Hilfe der Brechstange und Schiedsrichter… sorry Rennleiter Eduardo Freitas entschied auf Foulspiel und eine 30 Sekunden Strafe für Perel.
Somit hatten wir dann folgendes Ergebnis in der GT3 Ferrari Klasse: die #8 von Iron Lynx gewann vor der #74 von Kessel Racing. Sich klug aus dem Hauen & Stechen raus haltend fuhren Murod Sultanov (RUS) und Paolo Ruberti (ITA) auf dem #67 Kessel Racing Ferrari auf Platz drei.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
MRS GT-Racing hat nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der ADAC GT-Masters-Auftaktrunde auf dem Eurospeedway Lausitzring reagiert. Anstelle des bei der ersten Saisonrunde in der Lausitz noch an der Seite des frisch von seinen Handgelenksbrüchen genesenen Jens Klingmann agierenden Nicolaj Sylvest wird nun BMW-Werkspilot Erik Johansson den zweiten Sitz im BMW M6-GT3 bekommen.
Damit bleibt es bei der skandinavischen Connection der BMW-Teams. Der 24-jährige Schwede Johansson, letztes Jahr Vizemeister in der Italienischen GT-Meisterschaft und 2013 schwedischer Formel Renault 1.6 Meister, ersetzt den Dänen Sylvest. Auch das zweite BMW-Team – Schubert Motorsport - setzt mit Hendric Skoog und Joel Eriksson 2 Schweden in seinen M6 ein.
Mit nun 2 Werkspiloten aus dem BMW-Kader hofft Teamchef Karsten Molitor bei der 2. Runde der Meisterschaft am Nürburgring auf nun bessere Resultate. Danaben wird am kommenden Wochenende auch das Debüt der beiden Kreuzpointner Zwillingsschwestern im BMW M4-GT4 des Teams beim Saisonstart der ADAC GT4 Germany im Fokus stehen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Der ACO hat nach langen Überlegungen und Gesprächen mit der Präfektur und den Gesundheitsbehörden der Region La Sarthe die vor 6 Wochen angekündigte limitierte Zulassung von Zuschauern zum 24 Stunden Rennen von Le Mans 2020 nun doch wiederrufen. Damit findet die 88.Ausgabe des Langstreckenklassikers am 19-20 September zum ersten Mal in seiner 93. jährigen Geschichte ohne Zuschauer statt. Angesichts einer nach den Lockerungen in Frankreich zunehmenden Zahl von COVID19-Fällen in der Region, sei die Sicherheit der Fans, Organisatoren und aktiven Motorsportler nicht mehr gewährleistet. Daher habe der ACO nun schweren Herzens den Ausschluss der Zuschauer als Massnahme beschlossen. Als Ausgleich dafür soll deutete man an, das ein freier und erweiterter Livestream den Fans den Event dennoch nahe bringen soll.
Das geplante Konzept der geschlossenen Fanbereiche - innerhalb derer die deutlich limitierte Zuschauerzahl ohne Möglichkeit diese zu verlassen das Rennen verfolgen sollten - hatte sich wohl im Endeffekt als nicht durchführbar erwiesen. Laut ACO-Chef Pierre Fillon waren zu viele Fragezeichen offen geblieben. Neben den gestiegenen Kosten für Überwachungspersonal, die solch ein Konzept mit sich gebracht hätte, gebot wohl auch die Vernunft die Zusammenkunft von möglicherweise feierfreudigen Rennsportfans aus allen Teilen Europas in diesem Jahr aussen vor zu lassen. Somit kann sich die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der ACO nun auf die reine organisatorische Durchführung des Events konzentrieren.
Der Zuschauerausschluss in Le Mans lässt nun auch erahnen, das auch die beiden grossen Klassiker am Nürburgring - hier fährt man eine Woche später wie in Frankreich - sowie in Spa-Francorchamps wohl dieses Jahr ebenfalls ohne Zuschauer über die Bühne gehen werden. Zwar ist in Deutschland die Zunahme der COVID-19 Infektionen deutlich geringer als in Frankreich oder Belgien, angesichts der gesellschaftlichen Sensibilität des Themas und der gesamtwirtschaftlichen Relevanz von Motorsport-Fanevents gegenüber einem Regelschulbetrieb oder gar Wirtschaftseinschränkungen aufgrund lokaler Lockdownszenarien sollte man sich hier allerdings keinen Illusionen hingeben. Wie schon vor 5 Monaten auf diesen Seiten hier erläutert lässt auch das gottlob wahr gewordene, dort prognostizierte optimistische Szenario der Wiederaufnahme des Rennbetriebes keine grossen Zuschauerevents in näherer Zeit zu.
Verfasst von Frank Bresinski. Veröffentlicht in BeNeLux-GT
Nach langem hin und her, mehrfachen Verschiebungen, einer Absage und dann doch noch einer kurzfristigen neuen Ansetzung fand Sonntag am Circuit Zolder der Saisonstart in der Belcar Endurance Championship 2020 unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Feld war mit 20 Fahrzeugen leider sehr schwach besetzt. Die Corona Pandemie und das Termin Chaos haben an dem Teilnehmerschwund sicherlich einen großen Anteil.
Der #2 Russell Racing by PK Carsport Norma sicherte sich im verregneten Qualifying am Sonntag Morgen die Pole Position. Auch der Rennstart fand im Regen hinter dem Safty Car statt. Dieser hörte aber nach einer halben Stunde auf und die Strecke trocknete im weiteren Rennverlauf ab.
In der Belcar 1 Klasse duellierten sich die vier Norma M20 an der Spitze während der Art Racing Wolf GB08 mit Problemen zu kämpfen hatte und weit zurück viel. Ein Unfall von Tim Joosen im Deldiche Racing Norma in der Jacky Ickx Schikane 20 Minuten vor dem Ende löste eine Safty Car Phase und eine interessante Schlussphase aus. Nach 107 Runden gewann der #2 Russell Racing Norma von Hans Thiers, Jeffrey van Hooydonk und Gilles Magnus den Saisonauftakt vor dem #11 Krafft Racing Norma von Bert und Stienes Longin sowie Christoff Corten. Als dritte komplettierten Thomas Piessens und Tim Verbergt im Deldiche Racing Norma das Podest.
Als Gesamt vierte gewannen Dylan Derdaele und Nicolas Saelens im Belgium Racing Lamborghini die Belcar 3 Klasse. John und Ugo de Wilde siegten im Speedlover Porsche als gesamt fünfte in der Belcar 2 Division vor dem Belgium Racing Porsche von Kris und Koen Wauters sowie dem RED ANT Racing Porsche von Bert, Yannick und Ayrton Redant. In der Belcar 4 siegte Koen de Wit im KDW Racing BMW. Dieses war als einziger Starter in dieser Klasse allerdings auch kein Kunststück. Der QSR Racingschool Audi war in der Belcar 5 erfolgreich. In der Belcar 6 gewann der Simtag Racing BMW.
Das nächste Belcar Rennen findet am 6. September in Assen im Rahmen der DTM statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Wir schulden euch noch eine kurze Zusammenfassung des 4. Nürburgring Langstrecken Serien-Rennens, des 43. RCM DMV Grenzlandrennens, (der Link führt zum Rennbericht incl. Ergebnis auf unseren Seiten) das vor einer Woche auf der Nordschleife stattfand:
Dort gewann das ROWE Racing Team mit dem BMW M6-GT3 von Nicky Catsburg und Stef Dusseldorp den Lauf der gleichzeitig die erste saisonhälfte der corona-bedingt verkürzten Saison der Nordschleifenserie abschloss. Am Ende des unter wechselnden Wetterverhältnissen absolvierten Rennens (Nass im Qualifying, dann ab Rennbeginn abtrocknend) betrug der Vorsprung des BMW-Duos auf den zweitplazierten Walkenhorst Motorsport M6 von Christian Krognes, David Pittard und Mikkel Jensen 21,8s. BMW konnte damit einen Doppelsieg und somit schon den 2. Saisonsieg in der Serie verbuchen.
Das Podium komplettierte der nur 2,4s hinter dem BMW einlaufende #6 Autoarena HRT-AMG von Patrick Assenheimer, Dominik Baumann und Dirk Müller , der im Schlussstint einen permanenten Druck auf den Yokohama-bereiften M6 von Mikkel Jensen aufrecht erhielt. Damit schaffte die Anfang des Jahres neu formierte AMG-Mannschaft des Haupt Racing Teams auch beim 4 Saisonlauf in Folge den Sprung auf das Podium.
138 Mannschaften hatten sich dem Qualifying zum Rennen gestellt, wobei 135 dann auch das Rennen aufnahmen, das 104 der Mannschaften dann auch beenden konnten. Als nächster Lauf soll am 29. August das 41.te ROWE 6h-ADAC Ruhrpokal Rennen als 5. Saisonlauf über die Bühne gehen.
Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Vor knapp einer Woche fand die 4. Runde des Porsche Mobil1 Supercup im britischen Silverstone statt. Larry ten Voorde distanzierte dabei die Konkurrenz um sage und schreibe 12s. „Ich hatte noch nie ein so gut abgestimmtes Auto, das war heute wirklich einfach“, jubelte der 23-Jährige aus Enschede nach seiner Solofahrt. „Aber ich habe natürlich auch davon profitiert, dass ich an der Spitze immer auf der Ideallinie fahren konnte, während meine Verfolger in Positionskämpfe verstrickt waren und Zeit verloren.“ Sein niederländisches Team GP Elite verbuchte dank Ten Voordes Teamkollege und Landsmann Max van Splunteren sogar einen Doppelerfolg für sich. Dem Rookie gelang dabei das Kunststück, während des gesamten 13-Runden-Rennens den nach allen Regeln der Kunst, aber fair attackierenden Porsche-Junior Jaxon Evans vom Team BWT Lechner Racing hinter sich zu halten.
Der Neuseeländer konnte sich seinerseits erfolgreich der Angriffe von CLRT-Pilot Florian Latorre und Jaap van Lagen im Fach Auto Tech-Porsche erwehren, die als Vierter und Fünfter ins Ziel kamen. Schadensbegrenzung hieß das Ziel von Tabellenführer Dylan Pereira. Der Luxemburger war nach Problemen, die richtige Fahrwerksabstimmung für den Hochgeschwindigkeitskurs zu finden, nur vom siebten Startplatz ins Rennen gegangen. Rookie Marvin Klein (Frankreich/Martinet by Alméras) kam als Siebter vor seinem Teamkollegen, dem Porsche-Junior Ayhancan Güven (Türkei), ins Ziel. Hinter Güven komplettierten die Rookies Leon Köhler (Deutschland) und Jean-Baptiste Simmenauer (Frankreich/beide Lechner Racing Middle East) die Top 10.
Die ProAm-Wertung gewann Roar Lindland vor Clément Mateu und Philipp Sager.
Verfasst von Annette Laqua. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sind nahezu alle Lebensbereiche betroffen, da macht auch der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup keine Ausnahme. So stehen statt des geplanten Saisonstarts Ende April in Budapest nun an diesem Wochenende die ersten beiden Saisonrennen auf dem Programm. 6 weitere Läufe werden folgen. An der Gestaltung eines Rennwochenendes hingegen hat sich nichts geändert.

Vom 07. bis 09. August startet der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup im Rahmen des AvD Oldtimer-Grand-Prix in seine dritte Saison; die Vorfreude war beim offiziellen Pre-Season-Test vergangene Woche in Oschersleben bereits in jedem Winkel des Fahrerlagers zu spüren. Am Nürburgring sind dank eines überzeugenden Hygiene- und Zuschauerkonzepts sogar 5.000 Fans pro Tag zugelassen. Drei Wochen nach dem Gastspiel in der Eifel zieht der Audi R8 Cup ins tschechische Most, wo er wie im Vorjahr Teil des Czech Truck Prix ist. Ende September steht dann Assen auf der Reiseroute; die niederländische Rennstrecke ist Neuland für den Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup. Für die vierte Veranstaltung führen die Organisatoren zurzeit Gespräche mit einigen Veranstaltern und arbeiten an einer zeitnahen Entscheidung.
„Es ist natürlich schade, dass unser Kalender aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr nur 8 Rennen an 4 Wochenenden umfasst“, so Organisationsleiter Rüdiger Seyffarth. „Dennoch wollen wir das Beste aus der kurzen Saison machen, alle sind hochmotiviert.“
Die Auftaktveranstaltung erfolgt dabei mit DTM-Champion und Le-Mans-Sieger Frank Biela als Gaststarter. Gesucht wird der Nachfolger von Robin Rogalski, der im vergangenen Jahr den GT4-Markenpokal gewann und nun in die GT World Challenge Europe aufgestiegen ist. Im Team TokSport WRT teilt er sich zukünftig einen Mercedes AMG GT3 mit Kris Heidorn, der den Audi R8 Cup 2018 gewann.
Im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup setzt man weiterhin auf einen Zentraleinsatz und auch beim Format eines Rennwochenendes gibt es keine Änderungen. Die Piloten absolvieren nach wie vor jeweils ein oder zwei freie Trainings, zwei Qualifyings und zwei Rennen. Auch werden weiterhin eine Gesamt-, eine Pro-, eine Am- und eine Juniorwertung ausgeschrieben. Die Am-Wertung ist dabei für Starter mit wenig Motorsporterfahrung reserviert, während in der Juniorwertung alle Teilnehmer zusammengefasst werden, die im Jahr 1998 oder später geboren sind. In dieser Saison ist neben dem Audi R8 LMS GT4 in Vorjahres-Ausführung auch der R8 LMS GT4 mit dem Ende 2019 vorgestellten Upgrade-Kit zugelassen.
Verfasst von Hans-Dieter Schuda. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
An diesem Wochenende gastiert im Europäischen Le Mans Serie-Rahmenprogramm auch der Michelin Le Mans Cup auf der berühmten Ardennen Achterbahn in Spa-Francorchamps. Leider fehlen in der GT3 Klasse der IDEC Mercedes AMG GT3 und der Porsche 991 GT3 R der TFT Eidgenossen - letzterer startet bei den GT-Open. Somit kommt es in der GT3-Klasse zu einer Ferrari 488 GT3 Challenge von je 3 x Kessel Racing vs. 3 x Iron Lynx-Fahrzeugen. Wobei die Sieger von Le Castellet, Rino Mastronardi und Giacomo Piccini (beide Italia), auf dem #8 Ferrari 488 GT3 von Iron Lynx auch in Spa zu den Favoriten zählen sollten.
Zumindest in der LMP3 Klasse bleibt alles beim Alten... denn 9 Ligier JS P320 treffen wieder auf 8 Duqueine M30-D08 LMP3. Jedoch gibt es einen sehr interessanten Fahrerwechsel zu vermelden, bei der französischen MV2S RACING Mannschafft ersetzt der Blitzschnelle Fabien Lavergne seinen Landsmann Bruce Jouanny auf dem #27 Ligier JS P320 LMP3. Somit dürfte dieses Fahrzeug neben den üblichen Verdächtigen, z.B. dem DKR Engineering #3 Duqueine M30-D08 LMP3, mit Jean Glorieux (BEL) & Laurents Hörr (DEU), sowie den Marken Kollegen auf dem #7 Nielsen Racing , Anthony Wells (GBR) und Colin Noble (GBR) ein Kandidat für das Podium sein. Für die #21 von Mühlner Motorsport und
die #55 & #66 von Rinaldi Racing (Bild) - beide Teams vertrauen auf den Duqueine M30-D08 LMP3 - geht es in Spa bereits darum in Le Castellet verlorene Punkte aufzuholen um nicht bis an das Ende der Punktetabelle durchgereicht zu werden.
Das Quali der GT3 & LMP3 startet am Samstag, 08. August ab 12.15h und das 2 Stunden Rennen am Nachmittag ab 15.55h. Das Rennen wird erneut auf der Website des Michelin Le Mans Cup sowie auf dessen Youtube-Kanal gestreamt.
Bei dieser Gelegenheit noch einen Satz zu den Verkäufen der neuen 2020er LMP3. Unsere Kollegen von Dailysportscar.com vermeldeten vor einigen Tagen das ein Adess 03/Evo an die Revere Lifestyle Racing Mannschaft nach Sydney verkauft wurde und das leider wegen Covid-19 pausierende 360° Racing Team (GB) je einen Ligier JS P320 LMP3 plus einen Ginetta G61-LT-P3 gekauft hat. Somit haben alle vier P3 Hersteller zumindest ein Fahrzeug an den Kunden gebracht.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
40 Wagen – 16 LMP2, 12 LMP3 und 12 GTE – bilden am kommenden Wochenende das Feld beim Europäischen Le Mans Serie-Rennen in Spa-Francorchamps. Damit stemmt sich auch die europäische Top-Serie des ACO mit einem fast ungebrochen starken Feld erfolgreich gegen die Einschränkungen der Corona-Pandemie. Wie vor einer Woche erläutert, kommen 4 zusätzliche Wagen gegenüber der Auftaktrunde am Circuit Paul Ricard hinzu. Damit dürfte ein spannendes und kurzweilig actionreiches Rennen auf der Ardennenachterbahn garantiert sein.
Im LMP2-Feld wird das aus der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft stammende Team Jota als Gaststarter die etablierten Crews verstärken. Da Richard Milles Pilotin Katherine Legge von ihrem Beinbruch den sie bei einem Unfall in Le Castellet erlitten hatte noch nicht genesen ist werden Tatjana Clalderons Teamkollegen in Spa-Francorchamps die aus dem BMW-Kader kommende Niederländerin Beitske Visser und der bereits in Frankreich als Ersatz ins Cockpit geholte André Negrao sein. Eigentlich stünde beim Rennen in Spa-Francorchamps das LMP-Debüt von Sophia Flörsch an, die die Runde in Frankreich wegen einer Terminüberschneidung mit der F3-Euroserie auslassen musste. Auch den angeblich nur für Frankreich pausierten Carlin Dallara sucht man hingegen sowohl auf der provisorischen Nennliste für Spa-Francorchamps als auch in den Ergebnislisten der ersten Testsessions am Mittwoch vergebens.
Die Nennliste listet in der LMP3 weiterhin 8 Ligier und 4 Duqueine-Boliden auf. Hier wird das deutsch-polnische Inter-Europol Competition-Duo Martin Hippe und Nigel Moore wieder ein gewichtiges Wörtchen an der Spitze mitsprechen wollen. Ebenso dürften die beiden anderen deutschsprachigen Piloten in der Klasse – Laurents Hörr und Wolfgang Triller im DKR Engineering Duqueine – auf ein besseres Resultat als noch beim LMP3-Comeback des Teams in Frankreich schielen.
Mit 9 Ferrari, 2 Porsche und einem Aston Martin steht das grösste GTE-Feld seit dem Comeback der Serie auf der Ardennenachterbahn 2016 am Start. Grössere Felder in der Klasse brachte bislang nur die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zustande. Auch wenn das Feld ziemlich Ferrari-lastig ist und in Punkto Markenvielfalt (mittlerweile ein wachsender Schwachpunkt der Serie) generell noch Luft nach oben ist, dürfte auch in dieser Klasse ein spannender Schlagabtausch bevorstehen. Die beiden Dempsey-Proton-Porsches und der Gaststarter-Werks-Aston von Paul Dalla Lana stemmen sich hier gegen die Ferrari-Streitmacht, die durch einen AF Corse- und den Red River Racing Ferrari (ebenfalls durch AF Corse betreut) aus der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft verstärkt werden.
Das Qualifying läuft am Samstag von 14.30 bis 15.30 während das Rennen am Sonntag von 11-15 Uhr über die Bühne geht. Die wieder hinter geschlossenen Türen abgehaltene Veranstaltung, bei der der Michelin Le Mans Cup und das Debüt der Ligier-European Series das Rahmenprogramm bilden, wird auf der Website und dem Youtubekanal der Europäischen Le Mans Serie live gestreamt.