Nur 118 Autos beim NLS-Finale

Mit einem voraussichtlichen Feld von 118 Teilnehmern startet die Nürburgring Langstrecken Serie am kommenden Wochenende in ihr traditionelles Finale. Der 45. DMV Münsterlandpokal – im letzten Jahr noch ein Opfer des Pandemieverlaufs – wird damit knapp 50 Teilnehmer weniger wie bei seiner letzten Ausgabe 2019 verzeichnen müssen. Und auch sonst hat sich im Feld einiges geändert.

Angesichts der Terminüberschneidung mit dem Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS)-Finale in Barcelona schrumpft das Feld in der Top-Klasse der SP9/GT3-Fahrzeuge auf 13 Teilnehmer. 6 Porsche (2*Falken, Black Falcon, Huber Sport, Frikadelli Racing Team & Dinamic Racing) treffen auf 4 Audi (2* Phoenix, Lionspeed, èquipe vitesse) und je einen BMW (Junior Team), AMG (Mann Filter) und Lamborghini Huracán GT3 evo (Konrad Motorsport). Die „Mamba“ bekommt dabei mittels eines 0,5mm grösseren Restriktors etwas mehr Atemluft für zusätzliche 8 Bonus-PS zugestanden. Ob das etwas an der verharzten Saisonbilanz der AMG ändern wird ist eher fraglich. Teams wie das Haupt Racing Team, Walkenhorst Motorsport und GetSpeed Performance fehlen zugunsten des Langstreckenfinales in Katalonien.

Da auch der BMW M4 GT3 und der neue Audi evo den Gaststart auf der iberischen Halbinsel dem vermutlich eher nasskalten Ring vorziehen, ist die SPX-Klasse lediglich mit dem neuen Cup-Porsche besetzt. Der SP-Pro-Porsche von Black Falcon startet erneut beim Finale. 7 Wagen (6 Porsche und ein BMW) sind in der SP7(&4) engagiert, während die SP8/8T/5-Klasse erstmals ganz ohne Nennungen auskommen muss. 6 GT4/SP10 bereichern hingegen das Feld, wobei 2 Prosport Racing Aston Martin, 2 M4 und je ein AMG und Cayman die GT4-Klasse komplettieren. In der SP3 finden sich zum Finale mit dem Dacia und dem Manta 2 der publikumslieblinge wieder ein, die von 2 Toyota GT 86 und einem Clio flankiert werden. Die SP3T ist mit 7 Autos, darunter 6 TCR erneut stärker besetzt als die eigentliche TCR Klasse.

In den V-Klassen fällt auf den ersten Blick ein eklatanter Schwund bei den V4-Teams auf. Die einstmals mit 20 Teams besetzte Klasse weist für das Finale nur noch 5 Starter auf. Neue Top-Kategorie ist hier die VT2 die 19 Starter aufweist. Zusammen mit den V6 (2), V5 (5), VT3 (1) kommen die Produktionsserienwagen nun auf nur noch 33 Starter. In den Cup-Klassen kommen 36 Teams (14 CUP3, 5 CUPX, 8 CUP5, 1 OPC, 2 TCR, 6 M240i) zusammen. Ein AT-Mustang und 8 Gruppe H Mannschaften komplettieren das Feld.

In der Meisterschaft läuft es auf einen Dreikampf von 3 Crews hinaus: Tabellenführer sind derzeit die Titelverteidiger Danny Brink und Philipp Leisen (66,59 Punkte) vom Adrenalin Motorsport Team Alzner Automotive, die mit Christopher Rink im V4-BMW fahren. Den Titel dürften sie dennoch aufgrund von nur 5 Nennungen in der V4 nur verteidigen können, falls bei den beiden anderen Aspiranten einiges schief geht. Daniel Blickle, Tim Scheerbarth und Max Kronberg aus der Cup 3-Cayman-Klasse sind auf ihrem W&S Motorsport Auto mit 66,04 Punkten derzeit Zweite. In der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing haben 14 Autos genannt. Die besten Karten besitzen Christopher Rink, Philipp Stahlschmidt und Daniel Zils, die in der Klasse VT2 an den Start gehen. Sie liegen zwar derzeit mit 57,59 Punkten Gesamt nur auf Platz drei im BMW 330i von Adrenalin Motorsport Team Alzner Automotive, haben aber bereits ihr Streichresultat mit eingerechnet. Gewinnt das Trio die mit 19 Startern am besten besetzten Klasse, haben sie ihren Matchball verwandelt und sind neben dem bereits sicheren Triumph in der Nimex Team-Trophäe in der Klasse VT2 auch Gesamtmeister der NLS.

Das Rennen startet wie gewohnt am Samstag um 12 Uhr nach dem Qualifying das zwischen halb 9 und 10 Uhr abläuft. Der Stream und das Live-Tiing gibt’s auf den gewohnten Kanälen auf der Nürburgring Langstrecken Serien-Website.

Alpine LMDh kommt 2024

alpine centrepompidouAlpine hat gestern abend den lang erwarteten Einstieg in die LMDh-Klasse offiziell bekannt gegeben. Der französische Hersteller aus dem Renault-Konzern will damit sein seit der offiziellen Wiederbelebung der Marke 2017 begonnenes Langstreckenengagement im Prototypen-Bereich mit einem Top-Programm krönen. Die Fakten zum Programm - und auch einige sich daraus ergebende offene Fragen - wurden gestern abend im Rahmen einer offiziellen Präsentation am Pariser Centre Pompidou (Foto) bekannt gemacht.

Der Plan sieht vor das man 2024 – ein Jahr nach der Einführung der LMDh-Klasse in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft , der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship und beim 24 Stunden Rennen von Le Mans - mit 2 neu entwickelten Werkswagen in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und damit auch beim französischen 24h-Klassiker in der neuen preiswerteren Top-Kategorie antreten will. Die Autos sollen, wie bereits lange spekuliert, auf einem Basischassis des langjährigen Chassis-Partners Oreca aufgebaut werden, der auch das Chassis für LMDh-Konkurrent Acura/Honda konstruiert. Entwicklungsteam bleibt die französische Signatech-Einsatzmannschaft. Die Motoren und die Aerodynamik werden in Zusammenarbeit mit dem Alpine-Renault Formel 1-Team entwickelt, das sowohl in Frankreich als auch in England basiert ist. Langfristig sollen neben den Werkswagen auch Kundenautos für interessierte Privatteams Bestandteil des Geschäftskonzepts werden.

Alpine ist damit nach Porsche, Audi, Honda/Acura, Cadillac und BMW der sechste Hersteller der sich im ACO-Umfeld zur neuen LMDh-Formel mit einem konkreten Rennprogramm bekennt. Zusammen mit der Hypercar-Kategorie in der Toyota, Peugeot, Ferrari und Glickenhaus für 2024 ebenfalls Programme angekündigt haben, könnte dies zu einem Aufeinandertreffen von bis zu 10 Herstellern beim französischen Langstreckenklassiker an der Sarthe führen. Dies würde dann in 3 jahren mindestens 20 Autos für die Top-Klasse bedeuten, die bei der Ausgabe in diesem Jahr mit gerade mal 5 Wagen besetzt war. Nicht eingerechnet ist dabei das ebenfalls angekündigte ByKolles Racing-Programm, das in den letzten Jahren mehr durch Ankündigungen statt durch konkrete Renneinsätze von sich Reden macht.

Der für 2024 angekündigte Start wirft freilich noch einige Fragen auf. Derzeit ist Alpine mit einem Oreca-LMP1 – dem ehemaligen Rebellion Racing R13 – als einziger „Grandfathered LMP1“ in der Hypercar-Top-Klasse der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft involviert. Hinter den Kulissen versucht man dieses Engagement für ein weiteres Jahr zu verlängern. Doch wie will man für das Übergangsjahr 2023 dann weiter im Sport involviert bleiben? Mit dem auf 4 Jahre Laufzeit festgelegten Programm das der weiteren Bekanntmachung der Marke Alpine dienen soll, wäre man zudem bis 2028 im Prototypen-Langstreckensport vertreten. Zudem wäre man nach eigenen Bekundungen neben Ferrari der zweite Hersteller der sowohl in Le Mans als auch in der Formel 1 aktiv wäre.

Freilich schwebt noch ein zusätzliches Damoklesschwert über dem Motorsport-Engagement – denn Alpine hatte just Pläne bekannt gegeben sich in 2-3 Jahren als komplett vollelektrische Sportwagen-Marke auf die zukünftigen Anforderungen des Markes vorbereiten zu wollen. Inwieweit das konzerninterne Marketing dann noch Motorsport-Engagements mit weitestgehend Verbrennungsmotoren-basierten Antrieben mit Hybrid-Deckmäntelchen unterstützen wird, dürfte eine spannende Frage für die nächsten Jahre sein.

Alzen auch am Ring unschlagbar

Alzen nringBei schwierigen Witterungsbedingungen erzielte Uwe Alzen auf seinem Audi R8 LMS GT3 evo beim vierten Meeting der Spezial Tourenwagen Trophy einen Doppelsieg. Im ersten Rennen siegte der Audi-Pilot vor Jürgen Bender auf der Corvette C7 GT3-R, während am Nachmittag Josef Klüber in einem Mercedes AMG GT3 Rang 2 belegte.

An der Spitze schlug Uwe Alzen gleich zu Beginn des ersten Rennens ein hohes Tempo an. Der Spitzenreiter setzte sich sofort vom restlichen Feld ab und brachte das Rennen souverän über die Bühne. Nachdem Jürgen Alzen bereits in der Einführungsrunde seinen Ford GT mit defekter Antriebswelle abstellen musste, fuhr Jürgen Bender gleich nach der Startfreigabe auf Platz zwei nach vorne. Der Neckarsulmer festigte vor Josef Klüber seine Position. Mit 8,76 Sekunden Vorsprung auf den Mercedes AMG GT3 überquerte Bender die Ziellinie.

Die schwierigen Wetterverhältnisse spielte den Teilnehmern mit den kleineren Fahrzeugen in die Karten. Edy Kamm (Seat Leon TCR) knallte gleich mit der Startfreigabe schnelle Zeiten in den nassen Asphalt. Die schnelle Gangart auf den ersten Runden war für Kamm der Schlüssel zum starken Endresultat. Ein überragender vierter Gesamtrang bedeutete den Sieg in der Division 2.

bender nringDas zweite Rennen war gerade 5 Runden alt, da fing es plötzlich an zu schütten. Der Großteil des Feldes hatte auf Slicks gesetzt. Zumindest auf den ersten Runden nicht die falsche Wahl. Denn die anfangs feuchte Strecke wurde zunehmend trockener. Als einer der ersten stoppte Josef Klüber, kurz darauf folgten Uwe Alzen, Jürgen Bender und Jürgen Alzen auf seinem Ford GT Turbo aus der Spitzengruppe. Wie schon am Morgen waren die Verhältnisse für Uwe Alzen ideal. Nach 14 Runden gab es den zweiten Sieg an diesem Wochenende zu feiern. Dahinter entbrannte ein enger Zweikampf zwischen Jürgen Alzen und Jürgen Bender. Der Ford GT Pilot hatte den Start gewonnen, musste sich aber wieder hinter seinem Bruder einreihen. Jürgen Bender drückte mächtig von hinten, doch Alzen hielt dem Druck stand. Als der Regen einsetzte, wurde das Feld gehörig durcheinandergewirbelt. Profiteur war Josef Klüber, der eine Runde früher zum Reifenwechsel an die Box gekommen war. Der Mercedes-Pilot setzte sich 10 Minuten vor Rennende auf Rang zwei fest. Dahinter fuhr Jürgen Bender als Gesamtdritter aufs Treppchen. Der Neckarsulmer konnte damit Jürgen Alzen auf Rang vier verweisen.

In der Division 2 hatte sich Stefan Schäfer zu Beginn des zweiten Rennens hinter Thomas König festgebissen. Als es zu regnen anfing, blieb Schäfer im Gegensatz zum Großteil der Konkurrenz draußen. Der Mut sollte belohnt werden. Auch wenn es denkbar knapp wurde. Nicht nur der Sieg in der Division 2, sondern auch der fünfte Platz im Gesamtklassement rundete die Leistung am Wochenende ab.

Bereits in 2 Wochen geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy erneut in die Eifel. Vom 15.-17. Oktober wird bei der ADAC Westfalen Trophy auf dem Nürburgring das Finale ausgefahren.

AF Corse auf IGTC angesetzt

afcorsesFerrari hat nach dem Sieg bei den 24h von Spa-Francorchamps, der ersten Runde der in diesem Jahr nur 3 Rennen umfassenden Saison der Intercontinental GT Challenge durch das Iron Lynx Team ein Engagement mit 2 werksunterstützten AF Corse Ferrari F488 GT3 für die beiden restlichen Rennen in Indianapolis und Kyalami beschlossen. Schon am nächsten Wochenende (15.10) in Indianapolis werden die Spa-Sieger Alessandro Pierguidi, Nicklas Nielsen und Come Ledogar zusammen mit dem Trio Antonio Fucco, Alessio Rovera und Callum Illott auf den beiden Wagen mit den traditionellen Nummern 51 und 71 für den italienischen Hersteller ins Lenkrad greifen.

Das italienische Quasi-Werksteam wird damit versuchen zum ersten mal den Titel in der prestigeträchtigen SRO-Serie einem deutschen Hersteller zu entreissen. Bislang hatten nur Audi (2016-2018) und Porsche (2019 & 2020) Herstellertitel in der bislang 5 mal abgehaltenen Saison der inoffiziellen GT3 Weltmeisterschaft der SRO gewinnen können. in Reminiszenz an den just eingefahrenen Sieg beim Klassiker sind beide Ferrari dabei in belgischen Nationalfarben und mit einem Branding von Francorchamps Motors als Hauptsponsor unterwegs.

GT-Masters Kalender 2022

Im Rahmen des ADAC GT-Masters-Weekends am Sachsenring (hier geht’s zum noch in Arbeit befindlichen Rennbericht des Rennens) hat die deutsche GT Meisterschaft den nächstjährigen Kalender der 16.Saison des deutschen GT3-Top-Championnats bekannt gegeben. Dieser enthält gewohnheitsmässig keine Überraschungen. Auch weiterhin gilt Kontinuität. Die ADAC Top-Serie wird auch im kommenden Jahr erneut auf allen 5 grossen deutschen Rennstrecken (Nürburgring, Hockenheim , Oschersleben , Saschenring und Lausitzring) antreten und erneut die beiden Auslandsgastspiele in Zandvoort und am Red Bull Ring absolvieren. Als neues Highlight soll das Wochenende am vergleichsweise abgelegenen Lausitzring als „Family & Friends“-Festival mit zahlreichen Sonderaktionen aufgewertet werden. Bei den Wochenenden bleibt es beim ursprünglich geplanten Kalender dieses Jahres.

Der Kalender 2022 lautet demnach wie folgt:
22.04. – 24.04.2022 Motorsport Arena Oschersleben
20.05. – 22.05.2022 Red Bull Ring / A
24.06. – 26.06.2022 Circuit Zandvoort / NL
05.08. – 07.08.2022 Nürburgring
19.08. – 21.08.2022 Family & Friends Festival Dekra Lausitzring
23.09. – 25.09.2022 Sachsenring
21.10. – 23.10.2022 Hockenheimring Baden-Württemberg

Vorschau auf die 7. 12h von Budapest

cpracingbudapest

Als Ersatzrunde für das verlegte Coppa Florio Rennen in Enna Pergusa hatte die Creventic Serie die siebte Ausgabe der 12h von Budapest angesetzt, die an diesem Wochenende parallel zum ADAC GT-Masters-Wochenende abgehalten wird. In Bezug auf die Grösse des Feldes hat sich die Verlegung allerdings nicht gelohnt: Nur 16 Wagen werden für das in 2 Abschnitten am Samstag und Sonntag ausgefahrene Rennen erwartet. Das sind allerdings nur 3 weniger wie bei der letzten Ausgabe 2014.

6 GT3 (plus ein noch nicht homologiertes GT3-Modell von Audi) je ein 991, GT4 und TCX, 4 TCR-Autos und 2 GTX kämpfen in Ungarn um die Punkte. Um den Gesamtsieg werden 2 Herberth Motorsport Porsche, 2 Mercedes AMG GT3 von CP Racing und MP Racing ein von der niederländischen JR Motorsport Mnnschaft eingesetzter BMW M6-GT3 und ein Audi der Rutronik Racing by TECE Truppe werden vom von Car-Collection eingesetzten Entwicklungsauto des Audi R8 LMS GT3 evo2 ergänzt. Diese 7 Teams werden sich somit den Kampf um das Gesamtpodium liefern, wobei alles andere als ein erneuter Herberth-Doppelsieg eine kleine Überraschung wäre.

In der GTX-Klasse duellieren sich die dank regelmässiger Teilnahme in der Gesamtmeisterschaft auf einem der Spitzenplätze liegende französische Vortex-Equipe und das litauische RD Signs Lamborghini Huracán Supertropheo Team um Klassensiegerehren. Der rumänische Willi Motorsports Porsche und der kanadische ST Racing BMW M4-GT4 starten in ihren Klassen ohne Konkurrenz. 3 Audi, 2 VW Golf und ein M4 GTR kommen auf Tourenwagenseite hinzu.

Das Rennen ist erstmals in 2 Abschnitte mit allerdings sehr ungewöhnlicher Aufteilung geteilt worden. Die ersten 2 3/4h werden am Samstag ab 16 Uhr ausgefahren. Die restlichen 9 1/4h folgen am Sonntag ab 8.30 Uhr. Das Rennen wird auf den üblichen Social-Media-Kanälen und der Website der 24 Stunden-Serie per Stream übertragen.

Änderungen in den Sachsenring-Lineups

t3sachsMit den ersten freien Trainings hat heute das 5. Rennwochenende des ADAC GT-Masters am Sachsenring begonnen. Im Vergleich zur vorangegangenen Runde am Lausitzring wächste das Feld wieder auf 27 Wagen an nachdem das Grasser Racing Team wieder den #82 Lamborghini Huracán GT3 evo für Junior Tim Zimmermann an den Start bringen kann. Dieser wird ab der Runde in Hohenstein-Ernsttal vom 17-jährigen Ascherslebener Hugo Sasse unterstützt. Der ADAC Stiftung Sport Pilot wechselt vom T3 Motorsport Lamborghini in das GRT-Team und wird in seinem bisherigen Cockpit von Werkspilot Marco Mapelli ersetzt, der Maximilian Paul im sächsischen Huracan unterstützen soll.

erikjohanssonDaneben gibt es noch in 3 weiteren Wagen Umbesetzungen im Vergleich zur letzten Runde. An Bord des #11 Rutronik Racing by TECE Audis fehlt Pierre Kaffer wegen der Terminüberschneidung mit der Creventic-Runde am Hungaroring, wo das Team auch mit einem weiteren Wagen engagiert ist. Daher unterstützt Audi-Werkspilot Mattia Drudi Stammpilot Elia Erhart.

Auf dem MRS GT-Racing Porsche 991 GT3 R wird der Schwede Erik Johansson (Bild) Max Wishofer ersetzen der aus finanziellen Gründen sein Engagement vorzeitig beenden muss. Johansson, der schon in der letzten Saison für die Mannschaft aus Lonsee im BMW M6-GT3 startete, ist aktuell auch im für dieses Jahr neuen Engagement der Mannschaft im nordamerikanischen Porsche Carrera Cup involviert. Die letzte Änderung betrifft das KÜS Team 75 Bernhard in dem Dylan Pereira in das Cockpit der #74 zurück kehrt.

Die beiden Rennen des ADAC GT-Masters werden am Samstag und Sonntag ab 16.30 Uhr von TV-Partner Nitro übertragen.

Zusammenfassung des GTC-Finales in Hockenheim

Erstmals auf deutschem Boden waren beim ADAC Racing Weekend vor 2 Wochen Hockenheimring Zuschauer und Gäste zugelassen. Sie sahen bei der vom ADAC Nordbaden und dem MSC Weingarten e.V. organisierten Veranstaltung Motorsport in unterschiedlichsten Kategorien.

HeinemannDie GTC-Serie trug in Hockenheim ihr Saisonfinale mit einem diesjährigen Rekordstarterfeld von 32 Fahrzeugen aus, in dem die Champions der Sprintserie GTC Race und der Langstreckenserie Goodyear 60 ermittelt wurden. Tim Heinemann, der sich seinen Mercedes-AMG GT3 mit Patrick Assenheimer teilte, reichte Rang zwei im einstündigen Goodyear 60 zum Titelgewinn; der Rennsieg ging an Jules Gounon / Nicolas Schöll die ebenfalls auf einem Mercedes AMG GT3 starteten.

Für Heinemann kam es sogar noch besser: Hinter Schöll und Salman Owega im Audi R8 LMS GT3 Evo belegte er in seinem Sprintrennen Platz 3 und sicherte sich damit auch das Sprint-Championat der GTC Race. Den letzten Siegerpokal des Jahres eroberte Marvin Kirchhöfer im Mercedes AMG GT3 vor Schöll und Fabian Plenz, der einen Audi R8 LMS GT3 bewegte. Der Österreicher Schöll war mit zwei Siegen und einer zweiten Position der erfolgreichste Teilnehmer des ADAC Racing Weekend am Hockenheimring.

Die vier GT4-Förderpiloten für den kostenfreien GT3-Test wurden ebenfalls in Hockenheim bestimmt. Am Ende war es eine sehr knappe Entscheidung in einem starken GT4-Feld. Denis Bulatov (22), Leon Koslowski (19), Luca Arnold (18) und Finn Zulauf (16) sind die vier Förderpiloten, die nun die Chance auf das kostenfreie GT3-Cockpit in der Saison 2022 in der GTC-Serie haben. 2022 wird es erneut den GT4-Kader mit der Chance auf eine GT3-Saison 2023 geben.

Belcar - 24 Stunden von Zolder

20210926 24hzolder start copyZum ungewöhnlichen Termin Ende September fand am Wochenende die 37. Ausgabe der 24 Stunden von Zolder statt. Nach der Corona bedingten Absage im vergangenem Jahr stelle die diesjährige Ausgabe wieder das Saison Highlight der Belcar Endurance Championship da. Mit 33 Fahrzeugen stand leider das schwächste Feld seit vielen Jahren am Start. Im Qualifying am Donnerstag Abend stellte Gilles Magnus den Russell Racing Norma auf die Pole Position. Auch die Plätze 2 bis 4 gingen an Norma Piloten in Person von Stienes Longin, Sam Dejonghe und Pieder Decurtins. Auf Platz 5 folgte mit Ales Jirasek im Praga der schnellste Pilot der GTA Klasse. Dahinter folgten Ugo de Wilde im Norma, Cedric Wauters im Lamborghini, die Porsche Piloten Xavier Maassen und Glenn Van Parijs sowie Yehann de Wachter im Praga.

20210926 24hzolder atmoAm Samstag um 16 Uhr sprang die Startampel vor gut gefüllten Zuschauerrängen und sonnigem Wetter auf grün. In den ersten Rennstunden tobte ein Kampf zwischen den Norma´s um die Spitze der sich bis in die Dunkelheit hinein zog. Es ging ohne größere Zwischenfälle und Gelbphasen in die Nacht hinein. Dort änderte sich dieses Bild allerdings als eine Kollision zwischen dem Deldiche Racing Norma und dem Belgium Racing Porsche einen der Topfavoriten aus dem Rennen riss. Der Porsche konnte nach einer Reparatur die Fahrt fortsetzen. Die beiden Wolf GB08, die beiden Praga RX1 und der Radical fielen durch technische Probleme und Kollisionen weit zurück. Bis in die Morgenstunden hinein lieferten sich der Russell Racing Norma und der McDonalds Racing Norma einen spannenden Zweikampf um die Führung bis dem McDonalds Norma eine Kollision mit einem Lamborghini zum Verhängnis wurde und man viel Zeit in der Box verlor.

20210926 24htolder winnerNun war der Weg frei für Gilles Magnus, Jeffrey Van Hooydonk, Hans und Frank Thiers sowie Alon Day die im Russell Racing Norma die 24 Stunden von Zolder souverän gewannen und damit voraussichtlich den letzten Sieg eines CN Prototypen bei diesem Rennen erzielten da es diese Klasse in der Belcar nächstes Jahr leider nicht mehr geben soll. Nach 830 Runden auf der 4 Kilometer langen Rennstrecke betrug der Vorsprung 11 Runden auf den zweitplatzierten McDonalds Racing Norma von François Bouillon, Koen De Wit, Ugo De Wilde, Karlo Van Dosselaer und Adam Eteki. Dritter wurde der PK Carsport/Krafft Racing Norma mit Bert und Stienes Longin, Christoff Corten und Giorgio Maggi am Steuer. Mit dem vierten Gesamtplatz gewann der Red Ant Racing Porsche von Bert, Ayrton und Yannick Redant sowie Glenn Van Parijs die GTA Klasse. Dahinter folgten der T2 Racing Norma, der GHK Racing Norma und der Belgium Racing Porsche bei dem u.a. Kenneth Heyer ins Lenkrad griff und dabei mit half das seine beiden Teamkollegen Dylan Derdaele und Nicolas Saelens vorzeitig die Meisterschaft in ihrer Klasse feiern konnten. In der GTB Klasse war der Speedlover Porsche Cayman erfolgreich. Der Qvick Motorsport BMW gewann die Tourenwagen Kategorie.

Das Belcar Saisonfinale findet am 10. Oktober beim American Festival in Zolder statt.

Laurents Hörr vor WEC-Rookie-Test

laurentshoerr2Die FIA hat heute die beiden Kandidaten für den in Bahrain traditionell abgehaltenen Rookie Test in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft benannt. Darunter ist auch erstmals ein deutscher Pilot. Neben dem frisch gebackenen französischen Europäischen Le Mans Serie-Meister Charles Milesi, der just mit seinen Team WRT-Copiloten Yifei Ye und Robert Kubica vorzeitig den Titel in der europäischen ACO Serie einfahren konnte wird auch der 24-jährige Deutsche LMP3-Pilot und 2-fache Michelin Le Mans Cup-Champion Laurents Hörr eines der beiden Cockpits am Tag nach dem FIA Langstrecken Weltmeisterschaft Finale zu einem längeren Test bekommen.

Während Milesi einen der Toyota GR010 Hypercars ausfahren darf, wird Hörr das aktuelle Siegerauto der GTE-Pro-Klasse steuern dürfen. Da der Kampf zwischen Porsche und Ferrari noch nicht entschieden ist, ist auch noch offen welchen Wagen er am 7.November pilotieren darf. Zumindest den Vorgänger des Porsche kennt Hörr, der derzeit nach 3 LMP3-Klassensiegen in der Europäischen Le Mans Serie in der LMP3-Wertung auf Platz 2 liegt, bereits. In der Saison 2019-20 pilotierte er den Porsche GTE des Project 1 Teams in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft. Er dürfte sich damit einem interessierten Feld von Teamchefs für die kommende WEC-Saison empfehlen.

Meistgelesene Einzel-Artikel der letzten 2 Wochen