Rhinos GT am Eurospeedway

V8STARDie Anreise zum Rennen wurde für Promoter Hartmann und seine Gattin zur Hochleistungstortur. Neun Absagen von Fahrern und Teams per Handy zwangen zum Umdisponieren. Samstag fuhren die rhino’s-Piloten allein. Pierre von Mentlen, Robert Wallenborn und Kurt Thiim machten zunächst die Pace. Dann flog Thiim als Folge eines Radnabenbruches ab. Van Mentlen hatte Aussetzer und Wallenborns Porsche 996 GT2 sprang nach dem Pflichtstopp an der Box nicht gleich wieder an. So wurde EGT2-Pilot Brugman (NL) im Auftaktrennen der knappe aber glückliche Gesamt- und Divisionssieger. Polemann Pierre von Mentlen gewann die große Klasse. Volle Punkte also für den Schweizer. Robert Wallenborn konnte als 2. in der Division 1 seine Tabellenführung in der EGT1 sichern. Klaus Hackl als Gaststarter auf einem 3. V8Star war begeistert. „Für mich als Neuling ein perfekter GT-Rundsteckeneinstand“.

Gemeinsam mit der Belcar,  separat aber zeitgleich dahinter gestartet, nahm sich die rhino’s-GT-Boys für das Rennen am Sonntag einiges vor. Die  rhino’s-Belcar-Fete am Samstag hatte für viele neue Freundschaften gesorgt. Und so ging man am Sonntag hart aber eben doch sehr fair mit einander um. Mit einem Wunderstart katapultierte sich der Tessiner Pierre von Mentlen durch das Feld. Von der „rhino’s-Pole“ drosch er seinen 7L-V8SuperStar bis zur ersten Ecke an 14 Belcars vorbei auf Platz 7. Auch Chikhani, Thiim, Brugman und Hackl starteten perfekt. Von Mentlen arbeitete sich bis Runde 7 um weitere 4 Positionen direkt hinter die beiden Corvetten von Kumpen und Hezemans vor. Chikhani auf seinem RS-Porsche-993-GT2 zwängte sich in weiteren 5 Runden direkt hinter v. Mentlen. „Aber dann ging der Ärger mit dem ABS an meinem Auto wieder los“, so v. Mentlen später im Fahrerlager. Bis hin zu Rauchwolken an den Reifen versuchte er Chikhanis Angriffe abzuwehren. Das ABS war im Eimer. Der Libanese ging vorbei und konnte mit persönlichen Bestzeiten das separat abgewinkte rhino’s-GT-Rennen klar gewinnen. EGT2-Divisionssieger wurde Kurt Thiim. Dahinter holte sich v. Mentlen Platz 2 in der Division EGT1. Wallenborn konnte wegen Wasserverlusten gar nicht erst starten.

24h von Spa - das Feld

psispa.jpgAm kommenden Wochenende stehen die 24h von Spa als Höhepunkt der GT-Rennsaison auf der Agenda. 11 GT1, 17 GT2, 7 Wagen der Klasse G2 und 10 GT3 sorgen für ein Grid das mit 45 Wagen ein hochklassiges Rennen auf der Ardennenachterbahn verspricht.

Erstmalig starten 4 Corvettes bei einem FIA-GT-Lauf. PSI bringt seine C6R und die C5R an den Start. Zusätzlich zur Corvette von GLPK Carsport startet eine weitere C5R unter der Nennung von Renstal Excelsior mit David Hart, Goffrey Horion, Maxime Soulet und dem Briten Chris Buncombe. In der GT2-Klasse wird ein Spyker C8 Spyder etwas Farbe in die übliche „Ferrari-Porsche-Challenge“ bringen. Hier gilt es den deutschsprachigen Teams von Proton/Felbermayr & Renauer Motorsport die Daumen zu drücken.  

In der G2-Klasse sind alle Augen auf die beiden von Manthey-Racing eingesetzten Porsche 997 GT2 gerichtet. Die Besatzungen mit Bernhard/Lieb/Lamy im Wagen #111 und Luhr/Maassen/Thiemann in der #197 sind für ein Top-10 Ergebnis gut. Bei den BMW-Fans in den Ardennen wird der Duller/Race Alliance-Entry (wir berichteten) für Interesse sorgen. 5 Porsche, 4 Viper und 1 Aston Martin gibt es in der GT3-Klasse zu vermelden. Abgesehen vom Engagement Toni Seilers (CH) auf dem BMS-Aston ist hier die deutschsprachige Beteiligung im Vergleich zu den Vorjahren aber sehr bescheiden.

Das Meeting startet am Mittwoch  mit einer Fahrzeugparade von Spa zum Circuit. Donnerstag finden dann die Trainings sowie ein Nacht-Qualifying statt. Freitag erfolgt die letzte Qualifying-Sitzung. Wie immer wird die doppelte Anzahl von Punkten vergeben (nach 6, 12 und 24 Stunden gibt es jeweils Teilpunkte). Alle Wagen starten ohne Handicap-gewichte (abgesehen von den Gewichten die zur Performance-Balance vom GT-Bureau  permanent vergeben worden sind). Die FIA-GT3 sorgt unter anderem für ein attraktives Rahmenprogramm, wobei die Veranstalter bestrebt sind die 120.000 Zuschauer aus dem vergangenen Jahr noch zu toppen.

ALMS: Porsche – viel Pech in Portland

porscheportland.jpgEin im Endeffekt unbefriedigendes Rennwochenende erlebte die Porsche LMP2 Mannschaft von Penske-Racing. Im Qualifying hatte man noch etwas Probleme mit dem Speed, was sich in den Startplätzen vier und sechs ausdrücke. Doch die nächtlichen Umbauarbeiten der Penske-Crew an den Weissachern LMP2-Boliden zeigten Wirkung, so dass man in der 2 h 45 min Jagd am Samstagabend mit bei der Musik war. „Mit den LMP1-Audis konnten wir nicht mithalten, aber unsere Rennstrategie hat uns vor alle anderen Prototypen gebracht“, berichtete Porsche-Werksfahrer Lucas Luhr nach dem Rennen. Jedoch konnte die gute Leistung nicht nach Hause gefahren werden, denn im Rennen waren die beiden Porsche RS Spyder nicht wirklich vom Glück verfolgt. Zuerst erwischte es das Fahrzeug von Bernhard/Dumas. Dumas versuchte mehrere Runden den AutoCon Lola B01/60 zu überrunden, fand im dichten Verkehr jedoch keinen Weg vorbei an dem etwas in die Jahre gekommenen Fahrzeug aus England. So schloss Duncan Dayton`s Highcroft Lola zu Dumas auf. In der Schikane nach Start und Ziel kollidieren beide - dies hatte für Dumas einen Besuch in der Box zur Folge. Ein Schaden am Kühlungs- und Auspuffsystem musste behoben werden, was den Wagen jeglicher Chancen beraubte.

Der Schwesterwagen von Luhr/Maassen hatte zunächst ein eher ruhiges Rennen. Souverän lag man auf dem dritten Gesamtrang (Erster in der Klasse), bis sich 15 Minuten vor Schluss der Motor ohne Vorankündigung verabschiedete. „Plötzlich hatte ich keine Power mehr. Der Motor ist hin, wir wissen aber noch nicht warum“, liess ein sichtlich enttäuschter Lucas Luhr verlauten.

Somit war es nichts mit dem vierten Klassensieg des Porsche RS Spyder in Folge. Der Intersport-Lola von Liz Halliday und Clint Field gewann die Klasse. Jedoch werden die Porsche bei dem nächsten Rennen in Elkhart Lake versuchen, die alte Hackordnung wieder herzustellen. (Photo ALMS Site)

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