Zytek ist auch bei Acura an Bord

Wenn das Acura-Projekt nach seinem Beginn nur halb so viel Schlagzeilen macht wie vor seinem Start, dann dürfte sich in der ALMS ab Sebring 2007 so einiges ändern. Jedenfalls hat man nun eine weitere Partnerschaft bekannt gegeben: Zytek wird mit dem amerikanischen Honda-Vertriebspartner ebenfalls ab 2007 zusammenarbeiten. Dies betrifft allerdings nicht die Chassis-Seite, auf der man bereits an 3 Fronten (Courage- & Lola-Kundenchassis ab nächstem Jahr, eigenes Chassis bei Wirth-Research für 2008/9 in Entwicklung) aktiv ist. Zytek wird die Motorelektronik liefern, die an den Honda-Treibsätzen zum Einsatz kommen soll. Dasselbe System befindet sich schon bei sämtlichen A1-GP-Rennern und im Zytek-Prototyp im Einsatz und kann daher als rennerprobt gelten. Man kann spekulieren, ob sich Acura nebenbei eine Option auf eine eventuelle Chassis-Zusammenarbeit offen hält.

Trans-Am: neuer Anlauf im Heartland

Im Vorjahr hat der Verfasser dieser Zeilen einen Nachruf auf die Trans-Am-Serie ins Volk geschleudert, das dürfte etwas voreilig gewesen sein. Eine Gruppe Enthusiasten versucht recht überraschend ein Revival und hat dafür die Unterstützung des Sports Car Club of America, der die Namensrechte hält.

„Die Trans-Am-Serie ist momentan ganz offensichtlich in einer Übergangsphase“, meint der SCCA-Präsident Jim Julow dazu, „Der Name Trans-Am nicht nur für die SCCA-Geschichte bedeutsam, sondern für die Motorsportgeschichte als solche. Wir freuen uns sehr, dass Raymond Irwin eingesprungen ist, damit wir die Tradition der ältesten Straßenrennserie Nordamerikas auch 2006 weiterführen können.“

topeka.jpgDer angesprochene Raymond Irwin ist Eigentümer des Heartland Park in Kansas, einer Rennstrecke mit Sportwagentradition. Die diversen IMSA-Serien waren dort oft zu Gast, Trans-Am gab nur ein einziges Gastspiel im Jahr 1989, dem Eröffnungsjahr der Anlage. Die Verbindung zum SCCA ergibt sich aus den National Runoffs, dem großen Finale der SCCA-Amateursaison, das im Heartland Park stattfindet.

Zwei Rennen in Topeka sind für den Herbst geplant, zugelassen sind die typischen Trans-Am-Boliden mit Rohrrahmen und V8 sowie die recht ähnlichen Autos der SCCA-GT1-Klasse, und daneben auch NASCAR- und ähnliche Stockcar-Chassis im Straßenrenntrim. Gerade von diesen gibt es in der amerikanischen Clubszene immer mehr.

Die Trans-American Road Racing Series geht also doch noch in ihre 41. Saison, die Geburtstagsparties gibts am 4. September und während des Runoffs-Wochenendes am 8. Oktober unter dem Motto “Trans-Am Thunder in the Heartland” – hoffentlich wird es nicht nur Theaterdonner.

32 Wagen in Paul Ricard?

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Für das FIA-GT-Rennen auf dem HTTT in Paul Ricard in 9 Tagen ist nun eine erste Nennliste veröffentlicht worden. Glaubt man dieser, dann dürften sich die Nennungen in der FIA-GT nun wieder auf dem aufsteigenden Ast befinden. 12 GT1, 15 GT2, ein G2-Entry (der Vertigo) und erstmalig 4 GT3 ergeben insgesamt ein recht ansehnliches Feld von 32 Wagen, die auf der französischen Strecke an den Start gehen werden.

In der GT1-Klasse soll B-Racing nach dem Auslassen des Saisonhöhepunktes wieder in die Serie zurückkehren. Aus der französischen Meisterschaft wird der Lister Storm des Red Racing Teams noch einmal wehmütige Erinnerungen an alte Tage hervorrufen, als Lister eine ernst zu nehmende Kraft im Championnat war. Laurence Pearce hat ja bereits eine Rückkehr in die GT1-Klasse angekündigt. Die mit ACO-Homologierung versehene PSI-Corvette C6R wird ebenfalls auf der Strecke im französischen Süden erwartet.
In der GT2-Klasse will die spanische RSV-Motorsport-Mannschaft gleich 2 F430 bei der 5. Runde der FIA-GT einsetzen.  Der deutsche Pilot Roland Severin ist hier auf einem der Wagen als Fahrer vorgesehen.

Je zwei F430 Challenge von JMB und Riverside-Corvettes ergänzen das Feld in der GT3-Klasse. Hier zieht erstmalig das Konzept, Piloten aus dem 2. Glied der Serie (der FIA-GT3-EM) über Gastauftritte in das Hauptchampionnat einzubinden.

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