Verfasst von Oliver Müller. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Dunkle Wolken breiten sich über der ALMS (American Le Mans Series) aus. Nachdem es in letzter Zeit fast nur Positives über die zukünftigen Starterfelder der ALMS zu berichten gab, und die Motorsportszene sich schon auf eine Super Saison 2007 gefreut hatte, gab Audi Motorsport bekannt, dass der Verbleib in der ALMS nicht mehr gesichert sei.
Schuld daran sei der ALMS Ausrichter IMSA, der durch neue Einstufungen in der LMP1-Klasse den Ärger Audis auf sich zog. Laut Audi würden diese neuen Einstufungen den Audi R10 TDI zu stark benachteiligen. Sogar das Wort „Willkür“ wurde seitens Audi in den Mund genommen. Ab dem nächsten Rennen in Road America dürfen Audis größte Konkurrenten in der großen Prototypen Klasse, die beiden Dyson Lola, 65 kg weniger wiegen als die Ingolstädter Boliden. Außerdem soll die Dysons zum übernächsten Lauf noch eine Tankvergrößerung von 5 Litern erfahren. Mit diesen Änderungen möchte die IMSA den Wettbewerb in der Klasse verbessern, doch Audi geht dies zu weit. So haben Audi Ingenieure berechnet, dass zum Beispiel in Road America bereits 10 kg Gewicht einen Nachteil von 0,2 Sekunden pro Runde ausmachen. Auch Audi Motorsport Chef Dr. Wolfgang Ullrich kommentierte die neue Ausgangslage nicht wirklich positiv: “Dass uns das Leben nun künstlich schwergemacht werden soll, können wir nicht akzeptieren. Audi, der Hersteller, der die ALMS seit Jahren trägt und mit zu dem gemacht hat, was sie heute ist, wird sein Engagement in der American Le Mans-Serie nur fortsetzen, wenn es in Zukunft wieder stabile und berechenbare Regeln wie in Le Mans gibt, die für einen Hersteller das Engagement und die Aufwendungen auch rechtfertigen."
Bleibt zu hoffen, dass sich alle Beteiligten noch mal in Ruhe zusammen setzen, um eine Lösung zu finden mit der alle glücklich sind. (Foto: Audi AG)
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Britische GT
23 Autos nahmen die Trainings zu den Läufen der Britischen GT-Meisterschaft in Rockingham auf. Für ein Team war das Rennwochenende bereits vor den Qualifyings zu Ende: Am Eclipse-Mosler MT900R trat ein Motordefekt auf, der vor Ort nicht zu reparieren war - Fahrer Phil Keen fand in der GTC-Klasse bei Trackspeed-Porsche kurzfristig ein Ersatz-Cockpit, das Teilnehmerfeld der GT2 schrumpfte ohne den Mosler auf bescheidene drei Fahrzeuge. Perfekt verlief der Samstag hingegen für Chris Niarchos / Tim Mullen (Scuderia Ecosse-Ferrari F430), die von der überlegen errungenen Pole-Position aus das erste Rennen gewannen. Die Besatzung des LNT-Panoz Esperante vermochte einigermaßen mitzuhalten, ehe Tom Kimber-Smith das Auto sechs Runden vor Schluss auf einer Ölspur verlor und im Kiesbett der Tarzan-Kurve versenkte. Glück im Unglück für Hines / Kimber-Smith – sie wurden hinter Hyde / Mott (Vauxhall Monaro, Gesamt-14.) noch als GT2-Klassendritte gewertet und konnten die Meisterschaftsführung um einen Punkt behaupten. Das Podium der Lauf-Gesamtwertung komplettierten mit Machitski / Cocker (Tech 9-Porsche 997, Kategorie GT3) sowie Allison / Lang (Trackspeed-Porsche 996GT3 Cup, Kat. GTC) die weiteren Klassensieger.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Michel Lecomte, Teammanager des Barazi-Epsilon-Teams, hat sich in Spa noch einmal gegenüber unseren Kollegen von Endurance-Info.com über den Stand des Epsilon Euskadi LMP-Projektes geäussert. Seine Epsilon-Gruppe betreibt neben dem LMP2- und einem Formel-Renault-Rennteam auch ein Rennsport-Entwicklungszentrum in Spanien und hat weitgehende Studien für einen geschlossenen LMP1 in der kommenden Saison angestellt, die derzeit in der Phase sind dass erste Windkanal-Modelle und 1:1 Cockpit-Modelle gefertigt werden. Allerdings macht Epsilon den Fortgang des Projektes von der Verpflichtung eines Werks- oder Sponsorenpartners abhängig, die derzeit noch nicht erfolgt ist. Daher ist noch völlig offen, ob ein Renndebüt des ersten LMP aus spanischer Herstellung, das frühestens 2007 erfolgen könnte, überhaupt stattfinden wird.
Als Motor des ersten Chassis ist derzeit ein Judd GV5S2 vorgesehen. Man plant für den Fall eines zustande kommenden Projektes den Aufbau von mindestens 5 Chassis von denen 2 als Werkswagen für die weitere Entwicklung in der LMS und in LeMans eingesetzt werden sollen und 3 weitere als Kundenwagen bereitstehen könnten. Daher sollen auch verschiedene Motoreninstallationen vorgesehen werden und auch eine LMP2-Version soll sich in der Entwicklung befinden. Derzeit werden die ersten Holz- und Windkanalmodelle erstellt, um erste Tests bezüglich Ergononie und Aerodynamik vornehmen zu können.