Sports Car Challenge: Vor dem Finale
Nach dem turbulenten Wochenende in Monza, das auch die endgültige Entscheidung in der österreichischen Sportwagen-Meisterschaft brachte, ist die Situation auch in der Punktewertung der SCC klarer geworden.
Der Sieg in der Division 1 geht nach Österreich: Wolfgang Payr führt die Tabelle der Division 1 mit 338 Punkten vor Gerd Beisel (275 Zähler); damit ist er nach Punkten bereits uneinholbar. Auf dem dritten Platz gewertet ist Tony Sinclair, der sich leider mit einem schweren Unfall in Monza aus dem Titelrennen verabschiedete; er ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung und befasst sich bereits wieder mit Comeback-Plänen. Zuerst hat er aber eine langwierige Heilungsphase vor sich. Diese drei sind auf ihren Positionen bereits „einzementiert“.
In der Division 2 führt Wolfgang Payrs PRC-Teamkollege Pius Truffer aus der Schweiz ebenfalls recht deutlich mit 294 Punkten vor Gerd Beisels deutschem RWT-Teamkollegen Gerhard Münch (257). Letzterer hat
Truffer den österreichischen Pokalsieg weggeschnappt, das Team von Pedrazza Racing Cars könnte also hier Revanche üben. Allerdings darf sich Truffer am letzten Wochenende keine Blöße geben, es geht ja nicht nur um den Disivionstitel: Bei 30 Punkten für einen Laufsieg ist auch der Gesamtsieg in der Sports Car Challenge 2006 für den Mann aus Vals noch in Reichweite.
Es gibt um diesen Gesamtsieg also wieder ein Fernduell zwischen den Führenden der Divisionen 1 und 2; voriges Jahr war mit „Tessitore“ ein Fahrer aus der Klasse der Lights erfolgreich. Um Platz 3 in der Divisionswertung geht es zwischen Peter Kormann und Karl-Heinz Matzinger ebenfalls noch knapp zu, der Punktestand ist 144 zu 137. Bei den GT-Fahrzeugen haben einige Teilnehmer für das parallel stattfindende 6-Stunden-Rennen in Brno genannt; der Schweizer Kurt Peter führt hier mit 109 Zählern die Wertung an.
Die beiden letzten Läufe der Sports Car Challenge entscheiden also über den Gesamtsieger; diese Entscheidung fällt am 21. Oktober in Hockenheim.
Punktestand der Sports Car Challenge 2006 vor den letzten beiden Rennen in Hockenheim am 21. Oktober
Division 1 – Sports Car Challenge Sportprototypen:
1. Wolfgang Payr/A, PRC-Cosworth, 338 Punkte
2. Gerd Beisel/D, PRC-BMW, 275
3. Tony Sinclair/GB, Jade-IES, 264
4. Sabrina Hungerbühler/CH, Osella-BMW, 142
5. Adi Gärtner/CH, Martini-Alfa, 124
6. Emanuel Pedrazza/A, PRC-BMW, 62
7. Jeff Davies/GB, Juno-Jaguar, 52
8. Neill Briggs/GB, Juno-Jaguar, 41
9. Gregor Fischer/CH, PRC-BMW, 40
10. Renzo Meneghetti/I, Lucchini-Alfa, 36
11. Mike Roberts/GB, Juno-Nissan, 34
12. Mauro Prospero/I, Lucchini-Alfa, 19
Division 2 - Sports Car Challenge Sportprototypen-Light:
1. Pius Truffer/CH, PRC-BMW, 294 Punkte
2. Gerhard Münch/D, Norma M20, 294
3. Peter Kormann/D, PRC-BMW, 144
4. Karl-Heinz Matzinger/A, PRC-Opel, 137
5. Thomas Wolfert/D, MRP-Opel, 115
6. Henry Uhlig/D, PRC-Opel, 102
7. Jörg Peham/A, PRC-Honda, 96
8. Georg Hallau/D, MRP-Honda 64
9. Mirco Schultis/D, PRC-Honda, 63
10. Emanuel Pedrazza/A, PRC-Honda, 63
11. Burkhard Stricker/CH, PRC-Honda, 33
12. Paul Pfefferkorn/A, PRC-Opel, 33
13. Rudi Hämmerle/A, PRC-Opel, 30
14. Gregor Fischer/A, PRC-Honda, 28
15. Johann Pauer/A, PRC-Opel, 25
16. Otto Dragoun/A, PRC-Opel, 22
17. Herbert Hunziker/CH, Radical SR3, 13
18. Norbert Groer/A, PRC-Honda, 13
19. Carlo M. Bermes/D, PRC-Opel, 0
Division 4 – SCC GT-Trophy:
1. Kurt Peter/CH, Porsche 996, 109 Punkte
2. Otto Dragoun/A, Porsche 996, 66
3. Martin Brückl/A, Porsche 997, 61
4. Martin Sagmeister/A, Porsche 996, 34
5. Klaus Stanek/A, Porsche 996, 33
6. Josef Strobl/A, Porsche 997, 31
7. Peter Bernhard/CH, Porsche 996, 28
8. Patrick Ortlieb/A, Porsche 996, 24
9. Philipp Zumstein/CH, Porsche 996, 24
10. Paul Pfefferkorn/A, Porsche 996, 21
11. Matthias Schmitter/A, Porsche 996, 20
Der von Larbre Competition eingesetzte Care-Ferrari 550 der „neuen (Motor-)Generation“ wird – anderes als in den ersten Presseaussendungen angekündigt – in Le Mans von Gabriele Gardel / Olivier Dupard gefahren. Auch bei SRT gibt es – wie vor einigen Tagen in einer
Mit zwei 60-Minuten-Läufen am 15.10. in Vallelunga geht die diesjährige Italienische GT-Meisterschaft zu Ende: Bei den GT1 haben sich –
Die Katze ist aus dem Sack: Martin Shorts Rollcentre Team wird in der kommenden Saison mit Unterstützung seines Hauptsponsors Deutsche Bank X-Markets statt der zum Verkauf stehenden Radicals einen der neuen Pescarolo LMP1 in der Le Mans Serie und an der Sarthe einsetzen. Das haben Martin Short und Henri Pescarolo am gestrigen Donnerstag nach einem 2-tägigen Meeting beider Teamchefs offiziell bekannt gegeben. Damit ist klar, dass in der LMP1-Klasse zumindest zwei der neuen französischen Chassis antreten werden.
Im Vorfeld des letzten Laufes der diesjährigen ALMS-Saison in Laguna Seca hat Porsche Motorsport nun bestätigt, dass man auch die kommende Saison 2007 weiter mit Penske Motorsports bestreiten wird. Zum Einsatz kommen wird der neue, weiterentwickelte RS Spyder, welcher in Paris der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
9 GT1, 13 GT2 und der Vertigo in der G2-Klasse – daraus besteht die Nennliste für den vorletzten Lauf der FIA-GT-Meisterschaft auf dem Adria Circuit bei Venedig. Das Ende der europäischen Saison wird auf dem engen 2702m langen Kurs vor den Toren Venedigs ausgetragen. Schon im Vorfeld war über die Location, die als Ersatz für das abgesagte Stadtrennen in Bukarest in den Kalender rutschte, nichts Aufmunterndes von den Piloten zu erfahren – „zu eng und zu langsam für die GT1“, so lautet der einstimmige Tenor. Man wird sehen wie sich die PS-starken Boliden auf dem Kurs, der nicht einmal in der italienischen GT-Meisterschaft Verwendung findet, aussortieren werden.
Beim vergangenen Rennen in Spa konnte sich die Truppe von SRT Racing (Bild rechts, Quelle: SRT) durchsetzen und so die Tabellenführung in der Klasse 1 übernehmen. Die Corvette C5R von Heylen / Bouchut mit der Startnummer 19 gewann zwar das Rennen, war allerdings in der Klasse der Gaststarter unterwegs. Nun führt man mit einem Vorsprung von neun Punkten, wird aber höchstwahrscheinlich den Titel nicht verteidigen können: Wie vor kurzem aus einer Pressemitteilung bekannt wurde, wird das Team um Patrick Selleslagh statt in Zolder am Start zu sein, am Finale der FFSA-GT in Magny Cours teilnehmen. Somit müsste die Konkurrenz von GLPK schon ausfallen, damit SRT die Meisterschaft verteidigt.
Martin Shorts Rollcentre Team verabschiedet sich von den Radicals, um in der nächsten Saison wieder in die LMP1-Klasse aufzusteigen In einem offiziellen Statement hat Short dies nun bekannt gegeben und dabei recht versöhnliche Worte für die Trennung von Radical gefunden. „Die Wagen waren von Anfang an sensationell. Die Pace der Radicals braucht nicht hinterfragt zu werden. Unser erster Wagen hat bis auf ein Rennen alle, an denen er teilgenommen hat, mindestens ein Mal angeführt. Zwei Mal konnten wir damit vom Ende des Feldes bis nach ganz vorne stürmen. Der SR9 war sehr einfach abzustimmen, sehr reifenschonend zu fahren und mit der Judd-Motoren auch sehr sparsam beim Sprit. Die Haupthinderungsgründe, die in dieser Saison beim Anlasser und bei den Getriebeteilen zu suchen waren, haben wir eigentlich nun fixiert. Wir haben immer noch das Gefühl, hier nicht das volle Potential freigelegt zu haben, aber unsere Hauptsponsoren (Deutsche Bank X-Markets) wollen uns im nächsten Jahr gerne in der LMP1-Klasse aktiv sehen und hier haben sich einige aufregende Möglichkeiten ergeben. Daher wollen wir beide Wagen nun im Paket verkaufen.“