Ein zweiter Lambo für die GTC-Serie 2020

Inhansch mcchip dkr lambo der nächsten Saison des DMV-GTC darf man sich auf einen weiteren Lamborghini Huracán GT3 evo freuen. Pilot Mike Hansch will den italienischen Sportwagen in der im Rahmenprogramm der DTM startenden Serie einsetzen.

„In Oschersleben bin ich im August erstmals im DMV-GTC und DUNLOP 60 mit einem Porsche gestartet und das Format hat mir sofort gut gefallen“, so Hansch. „Wir bereiten uns schon im Dezember mit Testfahrten intensiv auf die Saison vor und werden auch zu Beginn des neuen Jahres weitere Erkenntnisse sammeln, um uns optimal einzustellen.“

Schnell wurde klar, dass das der Unternehmer in der neuen Saison 2020 mit dabei sein wird. Dazu ließ er sich von seinem neuen Team mcchip-dkr-Racing um Danny Kubasik seinen Lamborghini Huracán GT3 evo vorbereiten, um erfolgreich in die etablierte Serie einzusteigen. Mike Hansch wird sowohl in den 30-Minuten-Rennen des GTC, als auch bei der 60 Minuten-Sonderwertung des nun Goodyear 60 genannten Langstreckenformats starten.

34 Starter für die ADAC GT4 Germany 2020

Nur 2 Tage nach dem ADAC GT-Masters vermeldet auch die ADAC GT4 Germany-Serie ein volles Feld für 2020. Innerhalb von nur 12 Tagen seit dem Beginn der Einschreibefrist Anfang Dezember haben 19 Teams ihre Chance genutzt und 34 Sportwagen für die 2. Saison der deutschen GT4-Meisterschaft genannt. Unter den insgesamt 19 Teams in der ADAC GT4 Germany 2020 finden sich bereits aus dem ADAC GT Masters bekannte GT4-Neueinsteiger wie IronForce Racing, HTP-Motorsport oder T3 Motorsport. Bisher wurden Sportwagen von 6 verschiedenen Herstellern eingeschrieben, einige Teams haben sich noch nicht auf ein Fahrzeugmodell festgelegt.

16 Mannschaften hatten in der vergangenen Auftaktsaison ein Engagement in der Premierensaison der Serie unternommen, die mit einer durchschnittlichen Feldgrösse von 25 Wagen in die Rennen starteten. Die 2019 engagierten Mannschaften waren  das Team GT, HP-Racing International, Dörr Motorsport, Felbermayr-Reiter, True Racing, racing one, MRS GT-Racing, Hofor-Bonk, Allied Racing, GetSpeed Performance, RN Vision STS, das KÜS Team 75 Bernhard, Leipert Motorsport, Bremotion, Schütz Motorsport und Propeak Performance. In der vergangenen Saison waren mit dem Porsche Cayman, dem Mercedes AMG GT4 , dem BMW M4-GT4, dem Audi R8 LMS GT4 , dem KTM X-Bow GT4, dem McLaren 570S GT4 sowie dem Aston Martin Vantage AMR GT4 zumindest 7 verschiedene Konstruktionen am Start. Ob Aston Martin angesichts des problembehafteten und letztlich nun beendeten Engagements von Propeak zurückkehrt dürfte fraglich sein. Daneben suchen derzeit auch die Hersteller Toyota , Camaro, Ford, Saleen , Ginetta, Alpine und SIN nach Einsatzteams für ihre Konstruktionen.

"Wir haben in diesem Jahr eine überzeugende Debütsaison der ADAC GT4 Germany erlebt. Das sehr hohe Interesse für die zweite Saison bestätigt, dass auch unsere Teilnehmer vom Konzept der Serie überzeugt sind. Mich freut es sehr, dass wir für das Jahr 2020 neue Teams für die Serie begeistern können und etablierte Teams aus dem ADAC GT Masters ihr Engagement auf die ADAC GT4 Germany ausweiten", wird ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk zitiert.

Carrie Schreiners Rennprogramm 2020

Diecarrieschreiner2 21-jährige Carrie Schreiner hat ihr Rennprogramm 2020 veröffentlicht: die gebürtige Völklingerin wird auch in der kommenden Saison mit dem amtierenden ADAC GT-Masters-Meisterteam HCB Rutronik Racing im Audi R8 LMS GT3 an den Start gehen. Ihr Teamkollege wird erneut der 23-jährige Dennis Marschall sein. Den beiden Junioren gelang mit ihrem Podiumsergebnis bei der GT-Masters-Runde in Hockenheim ein erster Erfolg der zudem einen wichtigen Beitrag zur Teammeisterschaft für HCB Rutronik Racing bedeutete.

„Ich bin froh, dass es wieder geklappt hat und danke vor allem unserem Hauptsponsor Rutronik und Teamchef Fabian Plentz für das Vertrauen in mich. Mit Dennis verstehe ich mich inzwischen blind und auch alle Teammitglieder sind mir ans Herz gewachsen. Meine Rennpace hat 2019 in der zweiten Saisonhälfte bereits gepasst, im Qualifying werde ich mich deutlich steigern. Unser Ziel ist in der hartumkämpften Junior Wertung möglichst weit vorne zu landen. Ein Sieg ist uns ja letztes Jahr bereits geglückt. Zudem wollen wir regelmäßig in die Punkte fahren,“ so  Schreiner.

Auch das „Girls only“-Team auf der Nürburgring Nordschleife geht ins zweite Jahr. Carrie wird als Mentor dieses einzigartigen Projekts beim legendären 24h Rennen und bei wahrscheinlich sechs NLS-Läufen an den Start gehen. Mit einem veränderten Fahrerinnen-Line-up, das unter anderem die Österreicherin Laura Kraihamer und die Französin Celia Martin umfasst, carrieschreinerwollen die drei jungen Damen mit dem bewährten VW Golf GTI mit ca. 350 PS in der Klasse SP3T um Klassensiege kämpfen. Carrie schaffte mit dem GITI Golf von WS-Racing, bereits beim letzten VLN-Rennen 2019 einen Klassensieg.

Daneben sind noch weitere Gaststarts in anderen Serien für Schreiner in Planung. „Mein Rennplan wird wieder sehr kompakt und voll sein. Nach über 3 Monaten Winterpause freue ich mich jetzt schon auf die ersten Tests im Februar. Ich möchte mich als Fahrerin nochmals weiterentwickeln, um meine Ziele zu erreichen“.

Job van Uitert wechselt zu United Autosports

United Autosports hat sich den Niederländerjobvanuitert Job van Uitert als dritten Piloten für den zweiten LMP2 Oreca in der Europäischen Le Mans Serie gesichert. Der 21 jährige Vizemeister der letztjährigen Saison kommt vom G-Drive-Team zur anglo-amerikanischen Mannschaft und wird an der Seite der beiden bekannt gegebenen Piloten Alex Brundle und Will Owen den #32 Oreca der Mannschaft nach Willen der Mannschaft nicht nur in den 6 Rennen der europäischen Serie sondern nach Möglichkeit auch in Le Mans an den Start bringen.

Nach dem LMP3-Meistertitel in der Europäischen Le Mans Serie 2018 - seinem Debütjahr – mit der britischen RLR Motorsport Truppe war van Uitert als frisch ausgezeichneter Rookie des Jahres-Fahrer der Serie 2019 in das 3-fache LMP2-Meisterteam G-Drive berufen worden, wo ihm an der Seite von Stammpilot Roman Rusinov und Jean-Eric Vergne 2 Siege gelangen. Beim Finale in Portimao unterlief dem Niederländer jedoch ein Fehler, weswegen die Mannschaft den vierten Titel in Folge verpasste.

Mit der Verpflichtung von van Uitert hat die in England stationierte Mannschaft ihren LMP2-Fahrerkader für die Europäischen Le Mans Serie komplettiert. Weitere Mannschaften für die LMP3-Autos des Teams und den Michelin Le Mans Cup sollen Beginn des kommenden Jahres bekannt gegeben werden.

GT-Masters meldet volles Feld für 2020

Das ADAC GT-Masters tritt 2020 mit einem vollen Feld an. Laut einer aktuellen Bekanntmachung der Serie haben 23 Teams die Gelegenheit genutzt, sich vorzeitig einen Startplatz für die kommende Saison zu sichern und haben haben dabei 39 GT3 für die Saison 2020 genannt. Das wird nun einen Selektionsprozess nach sich ziehen, denn die Serie hatte gemäß Reglement maximal 34 Fahrzeuge zum Start zugelassen.

Die 23 Teams haben bisher GT3-Modelle von 6 verschiedenen Herstellern genannt. Einige Teilnehmer haben sich noch nicht auf ein Fahrzeugmodell festgelegt. Insgesamt stehen gemäß dem Reglement 34 Startplätze zur Verfügung. 28 Plätze werden nach dem Eingang des Nenngeldes vergeben, sechs weitere Startplätze vergibt der ADAC.

Seit Anfang Dezember hatten Teams 12 Tage die Möglichkeit, sich im Rahmen der Voreinschreibung frühzeitig einen Startplatz für die Saison 2020 zu sichern. Die Teams, die 2019 an allen Veranstaltungen am Start standen, haben auch für 2020 wieder eine Nennung abgegeben – dies waren in der aktuell abgelaufenen Saison die 19 Mannschaften von Callaway Competition, HCB Rutronik Racing, BWT Mücke Motorsport, Land Motorsport, Schütz Motorsport, Herberth Motorsport, RWT-Racing, HTP-Motorsport, HB-Racing, EFP by TECE, das KÜS Team 75 Bernhard, das Grasser Racing Team, MRS GT-Racing, BKK Mobil Racing, Iron Force by Ring Police, Aust Motorsport, das Team ISR, T3-Motorsport und Propeak Performance. Zu den Neuzugängen im Feld zählt unter anderen das belgische Belgian Audi Club Team WRT, eines der erfolgreichsten Audi-GT3-Teams der vergangenen Jahre, und die Mannschaften von Toksport-WRT (AMG - Foto oben) und SSR Performance (Porsche - Bild rechts), die 2019 bereits Gasteinsätze im Rahmen des GT-Masters absolviert haben.

"Wir freuen uns über den sehr guten Zuspruch und das ungebremst hohe Interesse der Teilnehmer. Das Feld setzt sich im kommenden Jahr aus vielen langjährigen Teilnehmern, aber auch aus neuen oder in die Serie zurückkehrenden Teams zusammen. Das unterstreicht die weiterhin hohe Attraktivität des ADAC GT Masters. Schon vier Monate vor dem Saisonstart in Oschersleben Ende April dürfen wir uns auf eine spektakuläre Saison freuen", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Iron Lynx ELMS-Rennprogramm 2020

In ironlynxferrari 2der kommenden Saison der Europäischen Le Mans Serie wird das bislang von Kessel Racing an den Start gebrachte Ferrari-Team von Deborah Meyer und Claudio Schiavioni unter neuem Namen an den Start gehen. Die italienische Mannschaft nennt sich ab sofort Iron Lynx und will ab dem kommenden Jahr die 2 GTE- und beiden GT3-Ferraris der Mannschaft in Eigenregie einsetzen. Wie schon dieses Jahr plant Iron Lynx dabei einen Doppeleinsatz bei den 6 Rennen der Europäischen Le Mans Serie . Zusätlich sollen auch die beiden GT3-Ferrari der Mannschaft im Rahmen des Michelin Le Mans Cup unter dem neuen Label an den Start gebracht werden.

Teammitbesitzer Sergio Pianezzola erläuterte uns bei den vergangenen Gulf 12 hours diese Pläne „Das Team hat mit mir, Deborah, Claudio und Andrea Picchini 4 gleichberechtigte Teilhaber. Zusätzlich wird Andreas Bruder Giacomo Picchini als Teammanager fungieren. Hier bei den 9. Gulf 12h nutzen wir noch einmal Teile der Kessel Racing Mannschaft als Einsatzteam ehe wir im kommenden Jahr komplett in Eigenregie an den Start gehen wollen.“

Das ironlynxferrari 1Projekt mit dem von Rahel Frey, Michelle Gatting und Manuela Gostner bewegten Damenauto wird auch 2020 in der ELMS mit unveränderter Besetzung fortgesetzt. Leicht ändern wird sich dabei wohlmöglich die Lackierung des zweiten, von den männlichen Kollegen bewegten F488 GT3, der in Abu Dhabi schon im gelb-schwarzen Streifendesign in der Box zu besichtigen war.

Leider kam der Wagen dort nicht zum Einsatz da das Ehepaar Schiavioni und Meyer aus persönlichen Gründen im Vorfeld des Rennens abreisen und dieses auslassen mussten. Der Ferrari von Frey/Gatting/Gostner wurde daraufhin von der Pro-Am in die Pro-Klasse umgestuft und war zum Beginn der zweiten Rennhälfte in Richtung eines Gesamtpodiumplatzes unterwegs. Leider verunfallte Gatting an P3 liegend beim Überrunden und musste den Wagen mit einer abgerissenen Hinterradaufhängung aufgeben.

GT-Masters Statistiken zur 13.Saison

Auch vanderlinde niederhauserdie 13. Saison des ADAC GT-Masters lieferte wieder spannende und interessante Zahlen und Fakten. Der Blick in die Statistik macht deutlich, warum das HCB Rutronik Racing-Duo Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser das Maß der Dinge war. Aber auch andere Piloten und Teams setzten 2019 Highlights.

- Ein Erfolgsgeheimnis von van der Linde und Niederhauser war ihre Konstanz. 7x in 14 Saisonrennen fuhr das Duo auf das Podium - Bestmarke 2019. Zum Vergleich: Ihre engsten Verfolger, die Vizechampions Mirko Bortolotti und Christian Engelhart schafften 4x den Sprung unter die ersten 3. Insgesamt standen 36 Pilotinnen und Piloten auf dem Podium

- 3 Fahrercrews gelangen jeweils 3 Saisonsiege. Neben den Meistern waren dies Bortolotti und Engelhart sowie das Corvette-Duo Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer.

- Mit einem durchschnittlichen Startplatz von 5,14 startete keine Fahrercrew über die Saison gesehen von so weit vorn wie van der Linde und Niederhauser - auch dies ist eines der Erfolgsgeheimnisse der neuen Champions

- Mit 114 Führungsrunden bei insgesamt 538 Umläufen führten Bortolotti und Engelhart das ADAC GT-Masters-Feld am häufigsten an. Die Champions van der Linde und Engelhart kamen auf 111 Runden

- Die Tabellenführung wechselte während der Saison zwischen 3 Fahrerpaarungen. Nach dem ersten Rennen in Oschersleben führten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer, nach dem Sonntagsdurchgang in der Magdeburger Börde lagen Titelverteidiger Robert Renauer und Thomas Preining vorn. Im dritten Saisonrennen in Most übernahmen die späteren Meister die Spitzenposition, die sie bis zum Saisonfinale nicht mehr hergaben.

- Kelvin van der Linde ist der zweite Zweifach-Champion im ADAC GT-Masters. Der Südafrikaner hatte bereits 2014 als bisher jüngster Fahrer überhaupt seinen ersten Titel im Masters gewonnen. Damit zieht van der Linde mit Sebastian Asch gleich, der 2012 und 2015 Meister wurde

- Indy Dontje und Maximilian Götz holten am Samstag auf dem Sachsenring den dominantesten Sieg der Saison: Der Vorsprung der Mercedes AMG GT3-Piloten betrug 31,684s. Die knappste Entscheidung fiel dagegen im ersten Rennen auf dem Red Bull Ring. Jens Klingmann und Nicolai Sylvest setzten sich im BMW M6-GT3 mit nur 0,289s Vorsprung durch

- 16 Piloten von 8 Teams fuhren in dieser Saison mindestens einen Sieg ein. Meister Patric Niederhauser, Thomas Preining, Nicolai Sylvest, Timo Bernhard sowie Ricardo Feller und Dries Vanthoor gelang dabei ihr Premierenerfolg

- Audi holte 2019 4 Siege - so viele wie keine andere Marke

- In Deutschland, Österreich und der Schweiz war das ADAC GT-Masters in insgesamt 937 Sendungen über 400 Stunden lang im TV zu sehen. Weltweit haben TV-Zuseher in 182 Ländern das ADAC GT Masters verfolgt

- Der Österreicher Max Hofer holte sich den Titel in der Pirelli-Junior-Wertung. Mit 4 Klassensiegen war der Audi-Fahrer auch in den Rennen der Erfolgreichste

- Corvette -Pilot Sven Barth war das Maß der Dinge in der Pirelli-Trophy-Wertung. Der Champion der Kategorie für nicht professionelle Piloten holte in den Rennen 9 Klassensiege, 5 gingen an Lamborghini-Fahrer Rolf Ineichen

- Mit 3 Pole-Positions war Lamborghini-Ass Mirko Bortolotti der stärkste Fahrer im Qualifying. Dahinter folgten sein Orange1 by Grasser Racing Team-Teamkollege Franck Perera und Meister Kelvin van der Linde mit jeweils zwei Poles

- 79 Piloten aus 15 Nationen von insgesamt 22 Teams traten in diesem Jahr bei den 7 Saisonläufen an

- Jüngster Pilot war zum dritten Mal hintereinander der Schweizer Ricardo Feller. Der Audi-Pilot wurde am 1. Juni 19 Jahre alt. Senior im Feld war mit 58 Jahren Gaststarter Klaus Abbelen auf dem Nürburgring

Toyota-Doppelsieg bei den 8h von Bahrain

Trotz startbahraineines erneut fast maximalen Handicapballasts hat Toyota auch die 4. Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Saison 2019/20, die erstmals ausgetragenen 8h von Bahrain gewonnen. Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez querten am Samstag abend nach 257 absolvierten Runden die Ziellinie mit einer Runde Vorsprung auf die Teamkollegen Sebastian Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley sowie 3 Runden Vorsprung auf den von der Pole gestarteten Rebellion Racing R13 von Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato. Rebellion hatte zu Rennmitte die 3 Runden bei der Reparatur eines Schaltsensors verloren, nachdem man die Pole schon in der ersten Kurve durch eine Kollision mit einem der Ginetta verlor . Die beiden Ginetta LMP1 kamen wegen technischer Probleme nicht ins Ziel.

In der winner7toyotaLMP2-Klasse gelang dem United Autosports Oreca von Paul Di Resta, Phil Hanson und Filipe Alburquerque auf Gesamtrang 4 mit 8 Runden Rückstand auf den siegreichen Toyota der erste Sieg in der Meisterschaft. Die Michelin-bereifte anglo-amerikanische Mannschaft setzte sich mit einem Vorsprung von 21,5s gegen den Goodyear-bereiften Team Jota Oreca und einer weiteren Runde auf den Jackie Chan DC Racing Oreca durch.

In der GTE-Pro-Klasse siegte der #95 Aston Martin Martin Vantage AMR GTE von Marco Soerensen und Nicki Thiim mit 13,7s Vorsprung vor dem AF Corse Ferrari F488 GTE von Davide Rigon und Miguel Molina. Sowie weiteren 8s auf die Aston-Martin-Teamkollegen Axel Lynn und Maxime Martin im #97 Vantage AMR.

Den Sieg in der GTE-Am-Klasse holte sich der Project 1 Porsche GTE von Ben Keating, Larry ten Voorde und Jeroen Bleekemolen mit 37,3s Vorsprung vor dem Paul Dalla Lana, Darren Turner und Ross Gunn sowie weiteren 22s auf den Gulf Racing Porsche von Michael Wainwright Andrew Watson und Ben Barker.

31 Wagen waren in das Rennen gestartet, 27 bekamen die Zielflagge zu sehen. Neben den beiden Ginetta fielen auch der #88 Dempsey-Proton-Porsche und der TF Sport Aston aus.

2 Neuzugänge im Ferrari-GT-Kader

Ferrari nimmt 2 weitere Piloten in seinen Fahrerkader auf: der 35 jährige Brasilianer Daniel Serra und der Däne Nicklas Nielsen werden 2020 neu in den GT-Werksfahrerkader der Marke aus dem italienischen Maranello neu aufgenommen. Daniel Serra – 2019 Le Mans- (Foto) und Petit Le Mans-Sieger für die „Roten und seit dem letzten Wochenende 3-facher Brasilianischer Stock Car Meister – sowie der 22 jährige Nielsen, der an Bord des Luzich Racing Ferraris den Europäischen Le Mans Serie-Titel in der GTE-Klasse der europäischen ACO-Serie gewann, werden damit 2020 als Werksfahrer für diverse Kundenteams und eventuell auch in den Werksprogrammen in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft bzw in anderen Meisterschaften eine Rolle spielen.

Bislang umfasste der Kader die Piloten James Calado, Alessandro Pierguidi, Davide Rigon, Sam Bird Giancarlo Fisichella und Miguel Molina. Ob alle 6 Piloten angesichts der 2 Neuzugänge beibehalten werden ist noch offen. Der Amerikaner Sam Bird wird sich wahrscheinlich aufgrund seiner Formel E-Engagements aus dem Kader der Roten verabschieden.

Erster Audi-Sieg bei den Gulf 12 Hours

Die 9. Gulf 12 hours sind am Samstag mit einem Doppelsieg für Audi zu Ende gegangen. Die beiden Audi R8 LMS GT3 der Langenhagener Attempto Racing-Mannschaft, der #66 Audi von Christopher Mies, Dries Vanthoor und Rinat Salikhov sowie der 90s dahinter einlaufende #55 Wagen von Nick Foster, Mattia Drudi und Murad Sultanov, querten nach einem vom Team afast makellos absolviertem Rennen die Ziellinie mit der neuen Rekorddistanz von 316 absolvierten Runden oder 1755km Renndistanz. Damit holte sich zum ersten Mal ein Audi den Sieg, nachdem in den bisherigen 8 Ausgaben Ferrari 7 Siege und Mercedes einen Sieg holen konnte.

Ferrari blieb bei dieser Ausgabe lediglich der dritte Platz auf dem Podium, den das beste Pro-Am-Team des Feldes errang. Der 9-fache Motorradweltmeister Valentino Rossi, sein Stiefbruder Luca Marini und Rossis Manager Alessio Selucchi waren am Ende die beste Ferrari Crew im Feld und gewannen dank des überraschenden schnellen Speeds von Rossi und Marini und einem ebenfalls fast makellosem Rennen ( lediglich einmal blieb Rossi für eine Minute mit einem Elektrikproblem auf der Strecke liegen) mit dem Monster 46 Kessel Racing Ferrari  mit der #46 ihre Klasse.

5 Autos waren in der Gesamtsiegerklasse der Pro-Fahrzeuge gestartet, jedoch hielt der als grosse Favorit von der Pole gestartete HTP-Motorsport Mercedes AMG GT3 von Maximilian Götz, Dominik Baumann und Al Feisal Al Zubair nur bis kurz vor dem Rennende des ersten Rennabschnitts Kontakt zur Spitze. Die AMG-Crew hatte schon bei der zweiten Safetycarphase die Führung an die fehlerfrei agierende Audi-Mannschaft verloren, die just kurz vor dem SC zum Tanken hereingekommen war. 1 Runde vor dem Rennende bleib der AMG wegen einer durchgebrannten Zündspule 500m vor der Zielflagge liegen. Ein Servolenkungsschaden Mitte des zweiten Rennabschnitts beendete dann alle Chancen auf ein Top-10 Ergebnis für die Mercedes-Mannschaft.

Der ebenfalls vor dem Rennen in die Pro-Klasse umgruppierte Iron Lynx-Ferrari von Rahel Frey , Michelle Gatting und Manuela Gostner – Wagenbesitzerin und Bronce-Pilotin Deborah Meyer musste das Rennen aus privaten Gründen auslassen – verunfallte kurz nach Beginn des zweiten Rennabschnitts als Gatting beim Überrunden am Optimum Motorsport Aston Martin hängen blieb und sich eine Radaufhängung abriss. Auch der fünfte und letzte Pro-Wagen, der GPX-Porsche des Trios Hall/Goethe/Grogor verlor wegen einem abgerissenen Frontsplitter 3 Runden und damit den eigentlich sicheren Podiumsplatz, somit schlüpften Rossi & Co schliesslich auf das Podium.

Mit dem Spirit Race Team Uwe Alzen-Automotive Audi R8 LMS GT3 von Uwe Alzen Martin Konrad und Dietmar Haggenmüller als Gesamtvierten und Zweitem in der Pro-Am-Klasse und der auf P5 im Ziel gewerteten SPS Automotive Performance- Mercedes AMG GT3 der Piloten Valentin Pierburg, Manuel Lauck und Christian Hook als Sieger der GT3-Gentleman Klasse wurden gleich 4 der 5 erstplazierten Teams von deutschen Mannschaften gestellt. Der GPX Racing Porsche auf Gesamtrang 6, der Kessel Racing Ferrari von Motorrad-Weltmeister Loris Capirossi und seinen beiden Kollegen als zweitem der Amateur-Klasse, der russische Artline-Lamborghini als Gewinner der Cup-Lamborgini-Klasse, der Dragon Racing lamborghini und der AF Corse Ferrari auf dem unter anderem der schweizer Michelin Le Mans Cup-Pilot Christoph Ullrich als Pilot antrat, komplettierten die Top 10 des Rennens.

Den Sieg in der LMP3-Klasse holte sich mit dem ARC Bratislava Ginetta von Miroslav Konopka und seinen Teamkollegen Neale Muston und Simon Murray erstmals ein Ginetta. Es war der erste Ginetta-Klassensieg seit Anfang 2017 als Konopkas Team bei der Asiatischen Le Mans Serie-Runde in Burinam erfolgreich war. Den Klassensieg in der ebenfalls nur mit 2 Autos besetzten Porsche-Cup-Klasse holte sich mit dem MRS GT-Racing Porsche von Glenn van Parjis, Greame Mundy und J.M.Littman ebenfalls eine deutsche GT-Mannschaft. Den Doppelsieg in der GT4-Klasse holte sich die britische Balfe Motorsport Mannschaft, nachdem der lange führende SVC Sport Management Mercedes AMG GT4 - hinter dem Team steckt die Villorba Corse-Mannschaft – den Sieg aufgrund von Sportstrafen verlor.

Der ausführliche Rennbericht zu den 9.Gulf 12 Hours kann unter diesem Link auf unseren Seiten eingesehen werden.

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